Ben Segenreich im Puls-24-Interview über die Ausgangssituation nach der Wahl in Israel und die Rolle, die die arabischen Parteien bei einer möglichen Regierungsbildung spielen könnten.
Mena-Watch-Korrespondent Ben Segenreich – ehemaliger ORF-Korrespondent in Israel und Nahost-Experte – war gestern Morgen bei Puls 24 zu Gast. Im Interview mit Anchorman Thomas Mohr sprach er über die schwierige Regierungsbildung in Israel. Die Mehrheitsverhältnisse würden rein mathematisch den Einbezug der arabischen Parteien notwendig machen, die aufgrund der antizionistischen Ausrichtung vor allem der Gemeinsamem Liste jedoch sehr unwahrscheinlich sei. Lediglich die pragmatische Ra’am käme für eine Regierungsbeteiligung in Frage, wie sie es ja auch in der Vergangenheit der Fall war. Allerdings müsste der Oppositionsblock unter Gadi Eisenkot dafür eines seiner Wahlversprechen brechen, wogegen auch die Weigerung der arabischen Parteien spricht, die Hamas als Terrororganisation einzustufen.
Segenreich analysiert die Möglichkeiten, die sich nach momentanem Stand ergeben, um aus der Pattsituation herauszukommen: eine Minderheitsregierung unter arabischer Duldung, eine große Koalition bzw. Einheitsregierung oder Neuwahlen.
