Hamas-Propaganda wurde zur Nachricht, israelische Angaben zum Verdachtsfall: Die Medienbilanz seit dem 7. Oktober ist verheerend.
Drei Jahre sind seit dem schrecklichen 7. Oktober 2023 vergangen. Jenem Tag, an dem die islamistische Terrororganisation Hamas »versucht hat, das ganze israelische Volk und mit ihm alle Juden zu vernichten, und sich für den Anfang mit zwölfhundert ihrer verstümmelten, verbrannten, geschändeten Leichen zufriedengeben musste«, wie Maxim Biller gleich zu Beginn seines gerade veröffentlichten Romans Schwarze Samstage schreibt.
Wenige Wochen nach dem 25. Jahrestag der Anschläge des 11. September 2001, der von vielen Medien zum Anlass genommen wurde, dem damals angegriffenen Staat ein weiteres Mal zu erklären, wie unmöglich er sich nach den Massakern in New York und Washington verhalten habe, bietet sich den Medien somit erneut die Gelegenheit, zurückzublicken, Bilanz zu ziehen – und dabei mit dem Opfer des massenmörderischen Terrors hart ins Gericht zu gehen.
»Kinder Israels«
In der österreichischen Tageszeitung Standard etwa erging sich Eric Frey in geradezu obszöner Täter-Opfer-Umkehr, indem er sich über »die Mitverantwortung der israelischen Politik für die Verbrechen der Hamas« ausließ. Die palästinensischen Mörder und Vergewaltiger sind für ihn »Kinder Israels«, weil sie »praktisch alle unter israelischer Besatzung oder Kontrolle geboren und aufgewachsen« seien, »Gewalt durch die israelische Armee erlebt« hätten und »in israelischen Gefängnissen radikalisiert« worden seien.
Von der Realität ließ sich Frey bei seinem Urteil nicht behindern: Das Medianalter der Bevölkerung des Gazastreifens liegt bei ungefähr 18 Jahren, 70 Prozent der Menschen sind unter 30 Jahren alt, und Israel hat sich 2005 komplett aus dem Gazastreifen zurückgezogen, 18 Jahre bevor die Terroristen der Hamas zusammen mit Tausenden palästinensischen »Zivilisten« das Blutbad des 7. Oktober anrichteten.
Der weit überwiegende Teil der Täter hat in Wahrheit also kaum oder nie unter israelischer »Besatzung« gelebt und ist weder in israelischen Gefängnissen inhaftiert gewesen noch dort radikalisiert worden. Die Gewalt, mit der diese Palästinenser konfrontiert waren, war vor allem die der Hamas, die seit 2007 ihre totalitäre Herrschaft über den Gazastreifen ausübt. Die Täter des 7. Oktober waren, wenn man schon solch pathetische Formulierungen verwenden will, nicht »Kinder Israels«, sondern jene der Hamas.
Ein solcher Gedanke kommt Frey und vielen anderen Journalisten freilich nicht in den Sinn. Denn ihr Grundaxiom lautet, dass Israel für alles verantwortlich ist, was geschieht, die Palästinenser hingegen stets nur Leidtragende israelischer Missetaten sind. Wenn Palästinenser solch unvorstellbare Grausamkeiten begehen, wie sie es am 7. Oktober getan haben, dann stellt das gemäß der Täter-Opfer-Umkehr der Marke Frey letztlich nur unter Beweis, wie außerordentlich grausam Israel gewesen sein muss, um die Palästinenser zu solchen Taten zu bringen. Diese Fixierung auf Israel weist geradezu obsessive Züge auf, doch damit ist Frey bei Weitem nicht allein.
Auffällig ist bei all den Rückblicken und Bilanzen, was darin nicht vorkommt: eine selbstkritische Rückschau auf die Performance der Medien in den vergangenen drei Jahren. Kein einziger Artikel hat sich bislang mit den gravierenden Verfehlungen in der medialen Berichterstattung auseinandergesetzt, niemand reflektiert darauf, wie sich die Medien von der Hamas zur Waffe im Propagandakrieg gegen Israel haben machen lassen. Und obwohl das Ausmaß der kolportierten Falschmeldungen und glatten Lügen immer deutlicher wird, machen alle unbeirrt weiter, als hätten sie sich nicht das Geringste vorzuwerfen und als gebe es nichts aufzuarbeiten.
Unter Schock
Zugegeben, in den ersten Tagen und Wochen nach dem Massaker des 7. Oktober war die Bestürzung über das Grauen groß, das nicht zuletzt durch die von den Hamas-Mördern selbst verbreiteten Videos dokumentiert wurde und schlechterdings nicht zu leugnen war. In der Zeit unmittelbar nach dem Massenmord schien es einen kurzen Moment der Klarheit zu geben, der von emphatischem Mitgefühl mit den Opfern geprägt war. In diesem Moment wurde sogar ein wenig Verständnis dafür aufgebracht, dass Israel gegen die Mörder, Vergewaltiger und Entführer vorgehen müsse.
Doch wer genauer hinhörte, vernahm bereits in diesen Tagen des Schocks die ersten Hinweise darauf, wohin die mediale Reise gehen sollte. Schon als sich der Krieg noch weitgehend darauf beschränkte, die noch immer in Israel herumziehenden Terroristen auszuschalten und die Grenze zum Gazastreifen endlich wieder dichtzumachen, wurde das Leid »auf beiden Seiten« beklagt. Israel wurde zuerst noch zurückhaltend, in weiterer Folge aber immer forscher, ermahnt, jetzt bloß nicht zu überreagieren. Rasch wurde den pflichtschuldigen Bekenntnissen, dass der Terror furchtbar sei und klar verurteilt werden müsse, ein »aber« hinzugefügt. Binnen weniger Wochen wurde der erste Teil weggelassen und blieb nur noch das »aber« übrig.
Der erfahrene israelische Diplomat Ron Prosor, der im Jahr zuvor den Posten des israelischen Botschafters in Deutschland übernommen hatte, hatte eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie sich die Berichterstattung in den Medien entwickeln würde. Er nahm die anfänglich noch freundlichen Worte des Mitgefühls und Verständnisses dankend zur Kenntnis, gab aber zu bedenken, dass nicht wichtig sei, was die Medien in diesen düsteren Tagen schrieben, in denen noch nicht einmal bekannt war, wie viele Israelis von der Hamas und ihren Helfern massakriert worden bzw. in den Gazastreifen verschleppt worden waren.
Entscheidend sei vielmehr, was die Medien in einem halben Jahr schreiben werden, wenn der unmittelbare Eindruck des Grauens verblasst sein wird, der Schock überwunden ist und die altbekannten Muster der Israel-Berichterstattung wieder voll greifen. Prosors Skepsis sollte voll bestätigt werden.
Stetige Verschlechterung
In den ersten Wochen nach dem 7. Oktober konnte man noch den Eindruck gewinnen, dass die Medien aus ihren Verfehlungen bei früheren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen palästinensischen Terrorgruppen im Gazastreifen und Israel (2008/2009, 2012, 2014, 2021) wenigstens einige Lehren gezogen hätten. So wurde etwa bei der ständigen Wiedergabe von palästinensischen Opferzahlen zumindest noch darauf hingewiesen, dass die Angaben von der Hamas bzw. dem von ihr geführten Gesundheitsministerium in Gaza stammten, dass darin nicht zwischen Zivilisten und Kombattanten unterschieden wurde und dass die Zahlen unabhängig nicht überprüft werden konnten.
Doch von wenigen Ausnahmen abgesehen hielten diese Mahnungen zur Vorsicht nicht lange an. Je länger sich der Krieg hinzog, umso umstandsloser wurden einfach Hamas-Propagandazahlen übernommen und verbreitet. Woher diese Zahlen stammten, wurde meist nicht mehr dazugesagt oder – ob aus Absicht oder aus Ahnungslosigkeit sei dahingestellt – verschleiert. Beispielsweise, indem man sich auf UNO-Angaben beruft, ohne darauf hinzuweisen, dass deren Zahlen wiederum direkt von der Hamas kommen. Zwischen Kombattanten und Zivilisten unter den Opfern wird in den meisten Fällen nicht mehr unterschieden. Manchmal werden sogar alle Opfer unterschiedslos als Zivilisten ausgegeben – was bemerkenswerterweise nicht einmal die Hamas tut.
Eine Verschlechterung der Berichterstattung fand im Laufe der Zeit auch in Bezug auf die höchst schwierigen Rahmenbedingungen statt, unter denen Israel im Gazastreifen gegen die Hamas vorgehen musste. Zu Beginn wurde gelegentlich noch erwähnt, dass es angesichts des weitgehend urbanen Geländes sowie des Vorgehens der Hamas (Untertunnelung des gesamten Gebietes, Verwendung menschlicher Schutzschilde, Missbrauch ziviler Einrichtungen usw.) für Israel praktisch unmöglich ist, zivile Tote zu vermeiden. Doch auch hier galt: Je länger der Krieg andauerte, umso weniger spielten solche Hinweise noch eine Rolle. Umso mehr wurde die israelische Kriegsführung insgesamt als verbrecherisch dargestellt, während die Hamas außenvor blieb.
Fachleute für Kriegsführung in solch schwierigem Terrain, die immer wieder betonten, dass die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) außerordentliche Anstrengungen unternahmen, um die Zahl der zivilen Opfer so gering wie möglich zu halten, fanden in den Medien praktisch kein Gehör. Stattdessen berief man sich auf die UNO und Menschenrechtsorganisationen, deren Behauptungen weder von den Fakten gestützt noch von ernsthaften Kenntnissen über Kriegsführung und humanitäres Völkerrecht getrübt wurden, dafür aber umso wütender Israel schlimmster Verbrechen bezichtigten.
Mittlerweile gilt als unumstößliche Wahrheit, dass Israel »Kriegsverbrechen« begangen habe. Welche genau das gewesen sein sollen, erfährt man entweder gar nicht, oder es wird auf längst widerlegte Propagandalügen verwiesen, wie etwa die angeblichen Massenhungersnöte, die es in Wahrheit nicht gegeben hat.
Propagandalügen
Überhaupt war die Bereitschaft der Medien ausgeprägt, ihrem Publikum auch noch die absurdesten Propagandamärchen der Hamas brühwarm zu verkaufen. Das prominenteste Beispiel ereignete sich gleich zu Beginn des Krieges, als die Hamas behauptete, eine israelische Rakete habe in einem Krankenhaus eingeschlagen und dort 500 Zivilisten getötet. Die Meldung wurde binnen Minuten von Medien in aller Welt verbreitet, obwohl sie von Anfang an nicht plausibel war und sich letztlich als grundfalsch erwies: In Wahrheit hatte eine Rakete des Palästinensischen Islamischen Staates auf dem Parkplatz neben dem Krankenhaus eingeschlagen und einige Dutzend Menschen getötet. Die kolportierten 500 von Israel getöteten Zivilisten hat es schlicht nicht gegeben.
In diesem Fall wurde die Hamas-Propagandalüge rasch aufgedeckt, weil die IDF ein mitgeschnittenes Telefongespräch veröffentlichen konnten, in dem die Terroristen selbst bestätigten, dass sie für die aus ihrer Sicht fehlgeleitete Rakete verantwortlich waren. Aber das blieb eine Ausnahme. Angesichts der hohen Zahl und Frequenz an verbreiteten Lügen über angebliche israelische Untaten hatten die IDF keine Chance, jede einzelne schnell zu widerlegen. Und wenn sich nach Tagen oder Wochen herausstellte, dass es sich bei einem kolportierten Vorwurf um eine reine Erfindung handelte, interessierte diese Richtigstellung kaum jemanden mehr.
Die Liste an derartigen Propagandalügen, die von den Medien unhinterfragt übernommen wurden, ist lang. Einmal handelte es sich um ein angeblich von den Israelis im Geheimen ausgehobenes Massengrab bei einem Krankenhaus, in dem ein – komplett erfundenes – »Massaker« stattgefunden haben sollte; ein anderes Mal um Fotos von angeblich aufgrund von akuter Hungersnot abgemagerten Kleinkindern, die in Wahrheit allesamt Kinder zeigten, die an schweren Krankheiten litten.
Mal waren es Bilder, die nicht das zeigten, was sie angeblich belegen sollten, ein anderes Mal wurde Israel ein Kriegsverbrechen zum Vorwurf gemacht (in diesem Fall: ein angeblich gezielter Angriff auf das Medikamentenlager eines Krankenhauses), obwohl die gezeigten Bilder die Anklage offensichtlich widerlegten.
Wochenlang wurde über eine dramatische Hungersnot berichtet, die es nicht gegeben hat; inszenierte Fotos begleiteten diese Dämonisierung, die schließlich sogar zu Haftbefehlen des Internationalen Strafgerichtshofes gegen Premier Benjamin Netanjahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant führte. Unterdessen wurde vielfach bestritten, dass die Hamas Hilfsgüter entwendete und gezielt Versorgungsengpässe erzeugte – und das selbst noch, als sogar die UNO einräumen musste, dass fast 90 Prozent der Hilfstransporte nicht bei ihren intendierten Zielen ankamen, sondern meist von bewaffneten Terroristen abgefangen wurden.
Manipulation mittels Zahlen
Was Opferzahlen anbelangt, schien es manchmal, als sei eine Art Wettbewerb darüber im Gange, wer noch haarsträubendere Zahlen hervorkramen konnte. Das ORF-Radio verbreitete die groteske Behauptung eines UNO-Funktionärs, der im Mai 2025 warnte, im Gazastreifen würden binnen zwei Tagen 14.000 Kinder verhungern. Selbstverständlich hat nichts dergleichen stattgefunden. Und die deutsche Wochenzeitung Die Zeit wartet im August 2025 mit der Überschrift auf: »Mehr als 100.000 Tote«. Nicht einmal die Hamas hat je eine solche Zahl in den Raum gestellt.
Obwohl jedem aufmerksamen Leser der Quelle sofort auffallen hätte müssen, dass die Zahl sich auf ein sehr spezielles Sample bezieht und keineswegs repräsentativ für den Gazastreifen insgesamt war, verbreiteten Medien unzählige Male die von der UNO in die Welt gesetzte Behauptung, 70 Prozent der palästinensischen Opfer seien Frauen und Kinder. (Den Zahlen des Hamas-geführten Gesundheitsministeriums vom Juli 2026 zufolge sind es dagegen rund 45 Prozent. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung des Gazastreifens beträgt rund 74 Prozent. Frauen und Kinder sind also in Wahrheit unter den Kriegsopfern nicht etwa über-, sondern deutlich unterrepräsentiert. In keinem österreichischen Medium wurde über diese Zahl berichtet, die drei Jahre anderslautender Behauptungen entkräftet.)
Der britische Guardian setzte in einem Artikel, der von einem der beiden Regisseure des Israel diffamierenden Filmes NAZA mitgeschrieben wurde, die Behauptung in die Welt, IDF-Zahlen würden belegen, dass nur 17 Prozent der palästinensischen Opfer Kombattanten, 83 Prozent dagegen Zivilisten seien. Es war eine plumpe Zahlenmanipulation, die dennoch, auch in Österreich, aufgegriffen und weiterverbreitet wurde.
Wem geglaubt wurde und wem nicht
Auffällig war in der medialen Berichterstattung, auf welch unterschiedliche Art und Weise mit den Quellen für die verbreiteten Behauptungen umgegangen wurde. Während Hamas-Angaben vielfach unhinterfragt als Fakten kolportiert wurden, begegneten die Medien israelischen Stellungnahmen mit deutlicher Skepsis.
Anders als Hamas-Behauptungen wurden israelische Aussagen oft mit dem Zusatz versehen, die Angaben seien »nicht unabhängig überprüfbar«. Obwohl die Hamas nachweislich fortwährend Lügen in die Welt setzte, waren es die in aller Regel zutreffenden israelischen Stellungnahmen, die, wenn überhaupt über sie berichtet wurde, unter prinzipiellen Vorbehalt gestellt wurden. Als glaubwürdig wurden nur jene Israelis erachtet, die für die Medien als israelische Kronzeugen fungierten und in den internationalen Chor der Verdammung Israels einstimmten.
Unhinterfragt Glauben geschenkt wurde auch der Vielzahl von Berichten, die von der UNO und ehemals seriösen Menschenrechtsgruppen veröffentlicht wurden, obwohl längst klar ist, dass es sich bei diesen Organisationen keineswegs um seriöse Quellen, sondern durch und durch israelfeindliche Propagandaschleudern handelt. Selbst eine notorische Israelhasserin und Antisemitin wie Francesca Albanese, Sonderberichterstatterin des UNO-Menschenrechtsrates für die palästinensischen Gebiete, wurde als seriöse Stimme zitiert, deren absurde Vorwürfe ernst zu nehmen wären.
Angebliche Journalisten
Oftmals wurde in der Berichterstattung der Vorwurf erhoben, Israel würde Journalisten attackieren und damit die freie Berichterstattung zu verhindern versuchen. Hunderte Journalisten sollen von Israel ins Visier genommen, manche gar gezielt getötet worden sein.
Dass es eine »freie Berichterstattung« im Gazastreifen nicht gibt, weil sämtliche Journalisten dort gemäß den strikten Vorgaben der Hamas arbeiten müssen und bei Androhung von Folter oder Schlimmerem nur das zeigen dürfen, was diese für vorteilhaft hält, wurde nur in Ausnahmefällen erwähnt. Der Blog Elder of Ziyon fasste dieses dreckige Geheimnis der Berichterstattung folgendermaßen zusammen:
»Jeder Journalist im Gazastreifen weiß das seit Jahren. Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) weiß das seit Jahren. Die Nachrichtenagenturen, die New York Times, CNN – sie alle wissen, dass ihre Korrespondenten und Reporter Selbstzensur betreiben und die Lügen der Hamas nicht überprüfen. Sie veröffentlichen nur Geschichten, die antiisraelisch sind, egal, ob real oder imaginär, und jede Einschüchterung oder jeder Angriff der Hamas auf Bewohner oder Journalisten im Gazastreifen wird einfach verschwiegen.«
Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Der andere ist, dass mittlerweile anhand der Märtyrer-Lobpreisungen, die nach und nach von Hamas & Co. veröffentlicht werden, nachweisbar ist, dass es sich bei etlichen Dutzenden der getöteten »Journalisten« in Wahrheit um Kämpfer palästinensischer Terrororganisationen handelte. Das wird auch von den IDF bestätigt, die von 170 »Journalisten« mit nachgewiesenen Terrorverbindungen sprechen. Die Times of Israel berichtete unlängst:
»Nach Angaben des Militärs waren 118 der Journalisten im militärischen Flügel der Hamas aktiv, während 49 im Islamischen Dschihad tätig waren, zwei Mitglieder der Volkswiderstandskomitees waren und einer den Mudschaheddin-Brigaden angehörte. Siebzehn der auf der Liste aufgeführten Personen seien bei dem Angriff am 7. Oktober 2023 in israelisches Gebiet eingedrungen, teilte die Armee mit. Einige der auf der Liste der IDF aufgeführten Journalisten arbeiteten auch für internationale Medien, darunter Reuters, CNN, BBC, AFP, AP, Le Monde, ABC Australia und andere.«
In den westlichen Medien ist darüber nichts zu lesen. Sie, die während des Krieges laufend über angeblich gezielt getötete Journalisten berichtet haben, schweigen jetzt beharrlich darüber, dass viele dieser angeblichen Medienvertreter in Wahrheit Kämpfer von Terrororganisationen waren. Im Falle der britischen BBC etwa sind es nicht weniger als 53 Terroristen, die dem Publikum als Journalisten verkauft worden waren.
Ähnliches gilt für die zahlreichen Berichte über von Israel getötetes medizinisches Personal oder Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Wie Salo Aizenberg in verdienstvoller Arbeit dokumentiert, können dank der Märtyrer-Meldungen von Hamas und Islamischem Dschihad schon Dutzende Personen unzweifelhaft als Terroristen identifiziert werden, die von Medien als Ärzte, Krankenpfleger oder humanitäre Helfer präsentiert worden waren.
Kein Funken Selbstreflexion
Indem sie ihre Rolle in der antiisraelischen Propaganda gespielt haben, haben die Medien nicht nur den weltweit grassierenden Antisemitismus befeuert, sondern auch die verbrecherischen Methoden der Hamas belohnt. Statt die Hamas dafür anzuprangern, dass sie mit als Journalisten getarnten Terroristen das Leben von echten Journalisten gefährdet hat, machten sie mit ungerechtfertigten Vorwürfen Stimmung gegen Israel.
Statt das Verbrechen anzuklagen, dass Terroristen sich als medizinisches Personal tarnten, Krankenhäuser in militärische Ziele verwandelten, Rettungswagen für militärische Zwecke nutzten und damit das Leben wirklicher Ärzte, Pfleger, Rettungswagenfahrer usw. in Gefahr brachten, bezichtigten sie Israel, Kriegsverbrechen begangen zu haben.
Statt zu skandalisieren, dass die Hamas mit ihrem praktisch unter jedem Haus verlaufenden Tunnelsystem die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens zu menschlichen Schutzschildern gemacht hat, verurteilten sie Israels angeblich »unverhältnismäßiges« Vorgehen.
Statt stinksauer auf die eigenen Kollegen zu sein, die mit Fotos kranker Kinder und inszenierten Bildern die Lüge über eine Massenhungernot befeuert haben, verteidigten sie die Manipulationen und warfen sie Israel vor, die Menschen im Gazastreifen auszuhungern.
Nach Richtigstellungen der zahllosen Fehlmeldungen und falschen Anklagen Israels sucht man in den Medien freilich vergebens. Hier gibt es keinerlei Bereitschaft, die eigene Leistung der vergangenen drei Jahre kritisch zu hinterfragen, Fehlleistungen zu reflektieren und dem Publikum gegenüber einzuräumen, wie man es jahrelang in die Irre geführt hat.
Ganz im Gegenteil: Just am 7. Oktober lässt der Standard seine Israel-Korrespondentin beklagen, dass das Land »nach dem Schock nichts gelernt« habe und es nicht wage, »aus alten Fehlern zu lernen«. Die schamlose Kälte, mit der den Israelis vorgehalten wird, sich trotz des Massakers nicht gebessert zu haben – braucht es vielleicht noch eines, bevor endlich eine Änderung eintritt? – ist Teil der neuen Normalität.
