Der israelische Ministerpräsident Netanjahu erklärte, auch US-Präsident Trump betrachte den Sturz der Führung in Teheran als einzigen Weg, die nukleare Bedrohung endgültig zu beenden.
Benjamin Netanjahu erklärte am Mittwoch, er habe die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF), den Mossad und andere Sicherheitsbehörden angewiesen, den Sturz des iranischen Regimes voranzutreiben. Der israelische Ministerpräsident bezeichnete dies als einzigen Weg, die nukleare Bedrohung durch Teheran zu beseitigen. »Es gibt nur einen Weg, diese Bedrohung ein für alle Mal zu beseitigen: den Sturz des Regimes im Iran. Und das ist meine Anweisung an die IDF, den Mossad und die Sicherheitsbehörden«, sagte Netanjahu bei einer Abschlussfeier eines Offizierslehrgangs der IDF.
»Solange es sie gibt, solange sie danach streben, schreckliche Waffen zu erwerben, ist der Staat Israel einer existenziellen Bedrohung ausgesetzt«, fuhr Netanjahu fort. »Und unsere Pflicht, die Pflicht von uns allen, ist es, die Nation zu retten.«
Israels Premier erklärte, der Iran habe sein Atomprogramm nach der im Juni 2025 stattfindenden Operation »Rising Lion« wieder aufgenommen und versucht, das Projekt tief unter einem Berg zu verbergen. Dies habe die gemeinsame israelisch-amerikanische Operation »Roaring Lion« im Februar 2026 ausgelöst, deren Eröffnungsschlag Ali Khamenei getötet hat. Netanjahu warf dem iranischen Obersten Führer Mojtaba Khamenei, der nach dem Tod seines Vaters dessen die Nachfolge antrat, vor, in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten. »Er hat den Sicherungsstift gezogen, und der Iran versucht erneut, die Bomben des Todes zu entwickeln.«
Netanjahu sagte, US-Präsident Donald Trump unterstütze ebenfalls den Sturz des iranischen Regimes, und zitierte ihn mit den Worten: »Wir sind bereit, die Sache zu Ende zu bringen.« Die USA würden dies aber nur gemeinsam mit Israel tun, fügte der Premier hinzu. »Wir werden den Kopf der Krake beseitigen. Und wir werden auch endlich ihre Arme, die verbleibenden Arme, abtrennen: Wir werden die Hamas und die Hisbollah beseitigen. Und ich kann Ihnen sagen, dass viele unserer Nachbarn darauf hoffen, im Libanon, im Gazastreifen und ganz sicher im Iran. Im Iran hoffen sie auf Israels Sieg.«
In seiner Ansprache an die Absolventen bezeichnete Netanjahu den Sturz des Teheraner Regimes als »jetzt auch eure Mission« und forderte sie auf, »die Achse des Bösen ein für alle Mal zu beseitigen«.
Widersprüchliche Aussagen Trumps
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz, der ebenfalls bei der Abschlussfeier sprach, warnte, dass »der Iran brennen wird«, sollte die Islamische Republik einen Angriff auf den jüdischen Staat starten. Laut Katz würden Teheran und seine Stellvertreter versuchen, Terroranschläge zu verüben, um den Ausgang der Knesset-Wahlen am 27. Oktober zu beeinflussen. »Das iranische Regime ist so schwach wie nie zuvor, und wir erkennen, dass diese Schwäche es dazu veranlassen könnte, die extremsten Schritte zu unternehmen, auch gegen den Staat Israel. Unsere Botschaft an das Regime ist klar: Wir erkennen eure Versuche, wir sind bereit, sie zu vereiteln, und willens, mit voller Wucht gegen euch vorzugehen.«
Jeder, der Israel »vor den Wahlen oder danach« angreife, so Katz weiter, »wird den höchsten Preis zahlen«.
Ebenfalls am Mittwoch erklärte Donald Trump, eine Entwicklung im Zusammenhang mit dem Iran könne »ziemlich bald« eintreten. Zugleich gab er jedoch widersprüchliche Darstellungen zu den Gesprächen mit Teheran ab.
Als er vor dem Einsteigen in die Air Force One auf der Joint Base Andrews mit Reportern sprach, erklärte der US-Präsident gegenüber der NewsNation-Korrespondentin Libbey Dean, dass die Verhandlungen »ein wenig« weitergingen. Auf Nachfragen sagte er dann: »Wir verhandeln nicht mit [dem Iran]. Wir werden so oder so etwas erreichen. Es wird ziemlich bald passieren. Die meisten Leute scheinen zu glauben, dass es nach der Wahl sein wird. Wir werden sehen, was passiert.«
