Zugleich erklärte US-Außenminister Marco Rubio, der Iran und nicht die Palästina-Frage sei das Haupthindernis für Frieden und Stabilität im Nahen Osten.
Am Montag drohte ein Sprecher des Korps der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), dass jeder Angriff auf die iranische Energieinfrastruktur dafür sorgen würde, dass Israel in »verbrannte Erde« verwandelt wird. Diese berichtete die der IRGC nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim. Unter Bezug auf den gesamten jüdischen Staat meinte Hossein Mohebi, ein solcher Angriff würde »die besetzten Gebiete in ein für immer verwüstetes Land« verwandeln. Er drohte, dass dies die »Usurpatoren«, d. h. die Israelis, zu »Wanderern in der Wüste Sinai« machen würde.
Mohebi erklärte, dass »unsere jungen Wissenschaftler« jegliche Schäden an der iranischen Energieinfrastruktur unverzüglich beheben würden. »Die Welt wird sehen, was passieren wird!«, sagte der IRGC-Sprecher.
Unterdessen warnte der iranische Außenminister Abbas Araghchi am Sonntag, dass Teheran selbst noch »offene Rechnungen« habe, und reagierte damit auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump, die »Rechnung« mit der Islamischen Republik »begleichen« zu wollen. »Wollt ihr euer Glück noch einmal versuchen? Nur zu. Aber seid vorsichtig; auch wir haben noch unerledigte Aufgaben«, schrieb Araghchi auf X und behauptete, sein Land sei gestärkt aus der vorangegangenen Konfliktrunde mit Israel und den Vereinigten Staaten hervorgegangen.
Araghchi warf dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu vor, Washington in einen weiteren Krieg zu drängen, »um dem Gefängnis zu entgehen, ganz gleich, welche Folgen das für Israel hat – ganz zu schweigen für den US-Präsidenten«.
Hauptproblem Iran
Ebenfalls am Sonntag sagte US-Außenminister Marco Rubio, der Iran und nicht die Palästina-Frage sei das Haupthindernis für den Frieden im Nahen Osten. Rubio erklärte, die Trump-Regierung habe die zentrale Rolle Teherans für die regionale Instabilität aufgedeckt. »Traditionell ging die amerikanische politische Klasse davon aus, dass der Frieden im Nahen Osten – das zentrale Kernthema – die Palästinafrage sei«, sagte Rubio in einem Interview. Doch »der Hauptakteur für Instabilität, Krieg und Konflikte sowie das größte Hindernis für den Frieden im Nahen Osten ist das islamische Regime in Teheran.«
Rubio verwies auf die Unterstützung des Iran für die Hisbollah im Libanon, für terroristische Milizen im Irak und die Huthi im Jemen sowie auf Teherans direkte Angriffe auf Länder der Region. Die Islamische Republik »ist das einzige Land in der Region, das nicht nur Angriffe durch Stellvertreter, sondern auch direkte Angriffe gegen Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Kuwait und Jordanien verübt hat. Wahrscheinlich habe ich noch jemanden vergessen. … Direkte Angriffe, zusätzlich zu dem, was ihre Stellvertreter getan haben. Gäbe es keine islamischen Geistlichen, diese radikalen schiitischen Geistlichen im Iran, gäbe es keines dieser Probleme.«
Rubio räumte zwar ein, dass die Palästina-Frage möglicherweise weiterhin bestehen bliebe, erklärte jedoch, dass ihre Lösung ohne das iranische Regime einfacher wäre. »Sie sind das zentrale Problem in dieser Region«, sagte der US-Außenminister.
