Quellen zufolge befinden sich kurdische bewaffnete Kräfte im Irak in Verhandlungen mit Washington, ob sie die Streitkräfte der Islamischen Republik angreifen sollen, um einen Aufstand im Iran zu erleichtern.
Wie drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichteten, haben iranische kurdische Milizen in den letzten Tagen mit den Vereinigten Staaten darüber beraten, ob und wie sie die iranischen Sicherheitskräfte im Westen des Landes angreifen sollen. Die Koalition verschiedener kurdischer Gruppen, die in der autonomen Region Irakisch-Kurdistan an der iranisch-irakischen Grenze ansässig sind, hat für einen solchen Angriff trainiert in der Hoffnung, das iranische Militär zu schwächen, während die Vereinigten Staaten und Israel iranische Ziele angreifen.
Das Ziel einer solchen Aktion wäre, einen Handlungsspielraum für die Iraner zu schaffen, damit sie sich gegen das Regime erheben können, nachdem der Oberste Führer Ali Khamenei und andere hochrangige Beamte tot sind, so zwei der Quellen. Eine endgültige Entscheidung über die Operation und ihren möglichen Zeitpunkt sei aber noch nicht gefallen.
Die Gruppen haben in der Vergangenheit um militärische Unterstützung durch die USA gebeten, und auch irakische Führer in Erbil und Bagdad standen in den letzten Tagen in Kontakt mit der Trump-Regierung, hieß es. Die Milizen befinden sich aktuell in Gesprächen mit den Vereinigten Staaten über die Hilfe der CIA bei der Bereitstellung von Waffen.
Als erstes Medienunternehmen berichtete CNN über die Kontakte der CIA zu den kurdischen Gruppierungen und über die mögliche Bodenoperation. Danach meldete die Nachrichtenplattform Axios, Präsident Trump habe ein Telefongespräch mit zwei der obersten Führer des irakischen Kurdistans geführt. Laut CNN verfügen die kurdischen Streitkräfte über Tausende bewaffnete Mitglieder in der Grenzregion. Einige Gruppen haben diese Woche angedeutet, dass sie Maßnahmen ergreifen könnten. Die Islamische Revolutionsgarde wiederum hat am vergangenen Dienstag hat kurdische Milizen mit Drohnen angegriffen.
The United States and Israel are seeking to foment an armed uprising inside Iran using a Kurdish fighting force, which has been built up since the Twelve-Day War in 2025, according to ITV News. Sources claim that since last year, weapons have been smuggled into Western Iran to… pic.twitter.com/JDRu1Q2DOr
— OSINTdefender (@sentdefender) March 3, 2026
Unsicherheitsfaktor Pakistan
Jede Operation aus dem Irak würde wahrscheinlich erhebliche militärische und nachrichtendienstliche Unterstützung der USA erfordern. Kurdische Gruppen in Irakisch-Kurdistan arbeiten seit Langem mit den USA zusammen, vor allem während des Irakkriegs zum Sturz Saddam Husseins im Jahr 2003 als auch nach 2014 im Kampf gegen den Islamischen Staat, aber ihre wechselnden Loyalitäten und Ideologien haben die Beziehungen zu Washington zeitweise belastet.
Unklar bleibt, wie erfolgreich die iranisch-kurdischen Gruppen in ihrem Kampf innerhalb des Irans sein würden. Die Kämpfer der Gruppen verfügen über sehr unterschiedliche Erfahrungen auf dem Schlachtfeld. Eine von CNN zitierte Quelle sagte, der Plan sehe vor, dass kurdische Streitkräfte gegen iranische Sicherheitskräfte vorgehen, um einen Aufstand unbewaffneter Iraner in den Städten des Landes zu erleichtern.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist, wie eine solche Operation im Iran von anderen Ländern in der Region aufgenommen werden würde. Ein bewaffneter Aufstand der iranischen Kurden könnte etwa einer bewaffneten separatistischen Bewegung unter der ethnischen Minderheit der Belutschen Auftrieb geben, die enge Beziehungen zu Separatisten in der benachbarten Provinz Belutschistan in Pakistan unterhält. Insofern ist es unwahrscheinlich, dass Islamabad Schritte in Richtung einer Unabhängigkeit der Belutschen tolerieren würde.
