Israel und Saudi-Arabien nehmen Sicherheitsdialog auf

Sicherheitsdialog mit Israel und Beratungen mit Ägypten: Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman
Sicherheitsdialog mit Israel und Beratungen mit Ägypten: Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman (© Imago Images / APAimages)

Israel ist Berichten zufolge besorgt über die Weigerung der USA, sich militärisch in die Lage im Jemen einzumischen, um den Vormarsch der Huthi zu stoppen.

Jerusalem beobachtet die Lage auf der Arabischen Halbinsel aufmerksam, berichtete der israelische Sender Channel 12 unter Bezug auf den Vormarsch der vom Iran unterstützten Huthi-Milizen. Diese eroberten Ende der vergangenen Woche die gesamte Westküste des Jemen und erlangten damit damit de facto die Kontrolle über den Bab al-Mandab, die strategisch bedeutsame Meerenge, die den Pazifik mit dem Roten Meer verbindet, an dem auch Israel Hafenstadt Eilat liegt.

Israels Verteidigungskreise sind Berichten zufolge besorgt über Washingtons Weigerung, sich militärisch in die Lage im Jemen einzumischen. Nach einem Hilfsersuchen Saudi-Arabiens sei ein Kanal für direkte Sicherheitsgespräche zwischen Jerusalem und der saudischen Hauptstadt Riad eröffnet worden, fügte der Bericht hinzu, ohne weitere Details zu nennen. Die Saudis dürften die Luftangriffe gegen die Huthi verstärken, um den Vormarsch der von ihnen unterstützten Gruppe in Richtung der Hafenstadt Aden im Südwesten des Jemen zu verhindern, hieß es aus Jerusalem.

Treffen mit al-Sisi

Unterdessen traf sich der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman am Dienstag in Kairo mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi. In einer Stellungnahme erklärte Mohammed bin Salman, dass beide »ihr gemeinsames Engagement für die Gewährleistung der Freiheit und Sicherheit der Seeschifffahrt« im Roten Meer und in der Meerenge von Bab al-Mandab bekräftigt hätten. Das Büro von al-Sisi veröffentlichte eine Erklärung, in der es »Ägyptens unerschütterliche Haltung bei der Unterstützung Saudi-Arabiens« zum Ausdruck brachte.

Ägypten ist in hohem Maße vom Seeverkehr durch das Rote Meer abhängig. Eine Sperrung oder Beeinträchtigung der freien Schifffahrt von Handelsschiffen in der Region wäre ein schwerer Schlag für seine fragile Wirtschaft, weil dann die Mauteinnahmen für die Durchfahrt durch den Suezkanal wegfielen, der das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbindet.

Unterdessen aktualisierte das US-Außenministerium am Dienstag seine Reisewarnung für Saudi-Arabien und behielt dabei die Warnstufe 3 (»Reise überdenken«) bei. Als Gründe wurden Risiken wie iranische Drohnen- und Raketenangriffe auf amerikanische Einrichtungen, bewaffnete Konflikte und Terrorismus angeführt. Die Reisewarnung folgt auf eine Notfallwarnung, die der saudische Zivilschutz am Dienstag wegen einer »potenziellen Gefahr« für Mekka herausgegeben hatte. Später gaben die Behörden in Mekka und den anderen Orten Entwarnung, nachdem die Flugabwehr eine Huthi-Drohne abgeschossen hatte.

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