In einer Stellungnahme erklärte das US-Außenministeriums, Washington unterstütze die Bemühungen von Premierminister Ali al-Saidi, die irakische Souveränität zu stärken.
Die Vereinigten Staaten haben ihre Unterstützung für die Bemühungen des irakischen Premierministers Ali al-Saidi bekräftigt, die irakische Souveränität zu stärken und eine »starke und für beide Seiten vorteilhafte« Partnerschaft zwischen Washington und Bagdad aufzubauen.
In einer Stellungnahme vom Montag erklärte ein Sprecher des US-Außenministeriums, Washington unterstütze al-Saidis Vision einer »besseren Zukunft für alle Iraker, frei von Terrorismus« sowie seine Bemühungen, Anschläge auf irakischem Territorium und Angriffe von dort aus zu verhindern. »Wir unterstützen die Bemühungen von Premierminister Al-Zaidi, die irakische Souveränität durchzusetzen und auszuüben, während das Land unter seiner Führung und in voller Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten einen neuen Kurs einschlägt«, hieß es aus dem Ministerium.
In der Erklärung wurde zudem Washingtons Verpflichtung bekräftigt, die US-Streitkräfte bis zum Ende des Monats aus dem Irak abzuziehen. »Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, den Abzug der US-Streitkräfte aus dem Irak bis zum 30. September umzusetzen«, sagte der Sprecher.
Historisches Datum
Im Zuge der ersten Auslandsreise seit seinem Amtsantritt im Mai war al-Saidi Mitte Juli zu einem offiziellen Besuch in den USA. Bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump sprachen die beiden Regierungschefs über den Aufbau einer umfassenden strategischen und wirtschaftlichen Partnerschaft zwischen Washington und Bagdad. Zudem führte al-Saidi Gespräche mit US-Vertretern über regionale Entwicklungen, die Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung und Nachrichtendienste, über Bankreformen und die Finanzierung der digitalen Wirtschaft im Irak.
Erst kürzlich erklärte der Sprecher des Oberbefehlshabers der irakischen Streitkräfte, der Abzug der Koalitionstruppen verlaufe gemäß der Vereinbarung zwischen Bagdad und Washington und werde mit der Räumung des letzten Stützpunkts in Erbil abgeschlossen. Sabah al-Numan bezeichnete den 30. September als historisches Datum für die irakische Souveränität und sagte, die Sicherheitskräfte des Landes seien umfassend vorbereitet, die Verantwortung für die nationale Sicherheit zu übernehmen.
Zugleich entfalle mit dem Abzug der internationalen Koalitionsstreitkräfte jegliche verbleibende Rechtfertigung für paramilitärische Gruppen, ihre Waffen zu behalten. Nur offiziellen staatlichen Institutionen komme das Recht auf Bewaffnung zu, sagte al-Numan in Richtung der mit dem Iran verbündeten schiitischen Milizen, die eigentlich auch bis Ende September ihre Waffen abgegeben haben sollten.
