Gedenken an das Massaker von Hebron im Jahr 1929

Beim Pogrom von Hebron verletzte jüdische Kinder im Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem
Beim Pogrom von Hebron verletzte jüdische Kinder im Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem (Quelle: JNS)

Am Dienstag jähren sich die arabischen Pogrome von 1929 zum 97. Mal, im Zuge derer sich auch das Massaker von Hebron ereignete und die jüdische Gemeinde aus der Stadt vertrieben wurde.

Der 24. August ist das Datum im weltlichen Kalender, an dem des Massakers von Hebron im Jahr 1929 gedacht wird. Der Pogrom stellte das verheerendste Massaker in einer Reihe von Übergriffen dar, die zu diesem Zeitpunkt von Arabern im britischen Mandat Palästina verübt wurden und bei denen insgesamt 133 Juden ums Leben kamen. Laut jüdischem Kalender ereignete sich die Tragödie am 18. Aw, der in diesem Jahr auf den Abend des 31. Juli und den 1. August fiel.

In einem Beitrag anlässlich des weltlichen Jahrestags erklärte das israelische Außenministerium am Montag: »Vom 23. bis 29. August 1929 entfesselten arabische Mobs unter Anstiftung des Großmuftis von Jerusalem, Amin al-Husseini, eine Welle der Gewalt gegen jüdische Gemeinden im gesamten Land Israel. In Hebron, Safed, Jerusalem und an anderen Orten wurden jüdische Männer, Frauen und Kinder ermordet und verstümmelt. Häuser, Geschäfte und Synagogen wurden angegriffen, in Brand gesetzt, geplündert und geschändet.«

Das Ministerium schloss mit einer optimistischen Note: »Jahrhundertelang wurde das Volk Israel verfolgt, massakriert und aus seiner Heimat vertrieben. Im Jahr 1948 erlangte der Staat Israel seine Unabhängigkeit und gedeiht seitdem, während er seine Bürger gegen anhaltende Bedrohungen verteidigt.«

In einem separaten Beitrag am Montag veröffentlichte das Ministerium das Video einer palästinensischen Frau aus dem Jahr 2011. Im Interview erinnerte sie sich mit Stolz an die Beteiligung ihrer Familie an dem Massaker zurück.

»So Allah will, werden wir (Israel) begraben und die Juden mit unseren eigenen Händen massakrieren. So Allah will, werden wir sie massakrieren, wie wir sie in Hebron massakriert haben. Ich habe die britische Ära erlebt und ich habe das Massaker an den Juden in Hebron erlebt. Wir, die Menschen von Hebron, haben die Juden massakriert. Mein Vater hat sie massakriert und etwas von ihrem Hab und Gut heimgebracht.«

 Letzter Überlebender gestorben

Hebron beherbergt das Grab der Patriarchen und Matriarchinnen und ist damit eine der vier heiligen Städte des Judentums (neben Jerusalem, Safed und Tiberias) und beherbergte vor dem Massaker jahrhundertelang eine jüdische Gemeinde. Die Gewalt brach inmitten weitreichender Unruhen im gesamten Mandatsgebiet Palästina aus, nachdem falsche Gerüchte verbreitet worden waren, Juden würden muslimische Heiligtümer in Jerusalem bedrohen.

Arabische Randalierer in Hebron griffen die jüdischen Einwohner der Stadt an, töteten 67 Männer, Frauen und Kinder, verletzten Dutzende weitere, plünderten Häuser und schändeten Synagogen. Die überlebenden jüdischen Einwohner wurden von den britischen Behörden evakuiert, wodurch die seit Jahrhunderten andauernde jüdische Präsenz in der judäischen Stadt ein Ende fand.

Der aktuelle Jahrestag fand Monate nach dem Tod von Yitzhak Ben-Hebron statt, der vermutlich der letzte noch lebende Zeitzeuge des Massakers war. Ben-Hebron war vier Jahre alt, als arabische Randalierer die Juden in der Stadt angriffen. Nach dem Sechstagekrieg 1967 kehrte er nach Hebron zurück und widmete einen Großteil seines Lebens dem Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde. Heute lebt in Hebron eine wiederbelebte jüdische Gemeinde neben einer weitaus größeren palästinensischen Bevölkerung, wobei die Sicherheitsvorkehrungen aufgrund der religiösen Bedeutung der Stadt und ihrer Geschichte arabischer Gewalt weiterhin streng sind.

Israelische Politiker haben das Massaker von 1929 als Beweis dafür angeführt, dass antijüdische Gewalt im Land Israel bereits vor der Gründung des Staates Israel und vor dem modernen israelisch-palästinensischen Konflikt existierte.

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