Menschenverachtende Hetze in der Kronen Zeitung

Kurt Seinitz (© Imago Images / Xinhua)(110914) — VIENNA, Sept. 14, 2011 (Xinhua) — Kurt Seinitz, Director of International News Department of Krone, speaks during the Media Symposium between Chinese and Austrian media in Vienna, Austria, on Sept. 14, 2011. The Media Symposium between Chinese and Austrian media held in Vienna is part of a series of activities to celebrate the 40th anniversary of the foundation of two nations diplomatic relationship. (Xinhua/Xu Liang) (srb) CHINA-AUSTIRA-MEDIA SYMPOSIUM PUBLICATIONxNOTxINxCHN People Medien Porträt x0x xst 2011 quadrat 55969219 Date 14 09 2011 Copyright Imago XINHUA Vienna Sept 14 2011 XINHUA Kurt Director of International News Department of Crown Speaks during The Media Symposium between Chinese and Austrian Media in Vienna Austria ON Sept 14 2011 The Media Symposium between Chinese and Austrian Media Hero in Vienna IS Part of a Series of Activities to Celebrate The 40th Anniversary of The Foundation of Two Nations Diplomatic relationship XINHUA Xu Liang SRB China Media Symposium PUBLICATIONxNOTxINxCHN Celebrities Media Portrait x0x 2011 Square

Sehr geehrte Krone-Redaktion,

schon dass Kurt Seinitz in seinem Kommentar in der heutigen Kronen Zeitung Israelis, die im Westjordanland leben, pauschal als „jüdische Kolonialsiedler“ und „Brutstätte(n) des Extremismus“ charakterisiert, stellt eine höchst fragwürdige Verunglimpfung dar. Dass er diese Menschen sodann aber als „giftige(s) Natterngezücht“ bezeichnet, überschreitet jede Grenze des Akzeptablen: Das ist nichts anderes als menschenverachtende Hetze.

In Internetforen, in denen User unter dem Schutz der Anonymität stehen, mögen solche Hassausbrüche auf der Tagesordnung stehen.

Dass diese entmenschlichende und der Gewalt den Boden bereitende Hetze in bester „Stürmer“-Manier – hat Seinitz in Ihren Seiten außer Juden eigentlich schon jemals jemand anderen als Giftschlangen bezeichnet? – von Ihrem Außenpolitikchef in die Tastatur gehämmert wurde, ist erschreckend genug; dass dieser verachtenswerte Ausbruch aber tatsächlich in Druck gehen konnte und Ihren zahlreichen Lesern vorgesetzt wurde, stellt einen beachtlichen Tiefpunkt an verantwortungslosem Journalismus in Österreich dar.

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Medienbeobachtungsstelle Naher Osten (MENA)

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