Der US-Sonderbeauftragte Steve Witkoff wirft dem Iran vor, die Atomgespräche torpediert und nur Alibiverhandlungen geführt zu haben.
Der US-Sonderbeauftragte für den Nahen Osten, Steve Witkoff, warf dem Iran diese Woche vor, »unaufrichtiger« als die mit ihm verbündete Hamas zu sein und während der wochenlangen Verhandlungen vor dem Angriff der USA und Israels bewusst Ausflüchte gemacht zu haben. »Die Iraner gaben vor, zu verhandeln, aber sie haben die ganze Zeit nur verwirrt«, so Witkoff in einem Interview in der über Satellitenradio ausgestrahlten Mark Levin Show.
Der oberste Unterhändler von US-Präsident Donald Trump, der die Atomgespräche mit dem Iran leitete, merkte an, dass die Islamische Republik vor den Angriffen über genügend angereichertes Uran verfügte, um innerhalb von zehn Tagen elf Atombomben herzustellen. Die Iraner hätten eine »maximalistische« Haltung eingenommen und ihm und Jared Kushner, dem ebenfalls als Gesandter fungierenden Schwiegersohn Trumps, mitgeteilt, ein »unveräußerliches Recht« auf ihre großen Vorräte an angereichertem Material zu haben und keinesfalls am Verhandlungstisch aufgeben würden, was die Amerikaner im zwölftägigen Krieg im vergangenen Juni nicht nehmen konnten.
Unaufrichtig
Trumps Sonderbeauftragter fügte hinzu, dass die iranischen Vertreter »die unaufrichtigsten« Menschen gewesen seien, mit denen er je verhandelt habe und merkte an, dass »sogar die Hamas vernünftiger sei als der Iran«. Da sie Ali Khamenei verpflichtet waren, hatten »die Verhandlungsführer nicht die Flexibilität oder die delegierte Verantwortung, um vor Ort Entscheidungen zu treffen«.
Statt nach Kompromissen zu suchen, hätten sie versucht, ihr Forschungs- und Entwicklungsprogramm zu verschleiern, um ihre Flexibilität bei der Anreicherung und ihre Ausbruchskapazitäten zu erhalten. »Sie haben nicht nur ihre Aktivitäten im Bereich der Anreicherung und der ballistischen Waffen verschleiert, sondern auch ihr Forschungs- und Entwicklungsprogramm.«
Witkoff gab bekannt, dass die Iraner während der Verhandlungen sogar die Übergabe eines Entwurfs mit ihrer schriftlichen Position verweigert hatten. »Wie ernsthaft ist jemand, der ein Abkommen schließen will und Ihnen nicht einmal die Vereinbarung zum Lesen und zur Weitergabe an Ihr Entscheidungsteam geben will? Die Anzeichen waren so offensichtlich und es wiederholte sich immer wieder.«
Nach drei Verhandlungsrunden hätten er und Kushner Donald Trump nur berichten können: »Herr Präsident, sie belügen uns. Überall gibt es Täuschungsmanöver. Die Fakten sind unanfechtbar.«
