Nachdem österreichische Zeitungen in der Vorwoche ungewöhnlich viele Beiträge mit Bezug auf den Nahen Osten und Nordafrika veröffentlicht hatten, wäre alles andere als ein Rückgang der Gesamtzahl der erschienenen relevanten Artikel überraschend gewesen. Die 237 Beiträge der letzten sieben Tage bedeuteten somit zwar das zu erwartende Minus von etwas über…
Der Islam werde siegreich sein und die Führerschaft über die Welt wiedergewinnen. Bald werde der Tag kommen, an dem der prophezeite Sieg über die Juden wahr werde. Israel müsse vor dem sicheren Tod erniedrigt und gedemütigt werden. Schon morgen werde die islamische Nation auf dem Thron der Welt sitzen. Die…
Sehr geehrte Presse-Redaktion, „Notorische Gesetzesbrecher“, „provokant“, „Landnahme“, „Landraub“, „Arroganz“, „notorische Gesetzesverletzungen“ – Fritz Edlinger fährt in seinem Gastkommentar in der Presse (31. März 2012) über die israelische Siedlungspolitik schwere rhetorische Geschütze auf. Aber auch seine höchst routiniert in Szene gesetzte Empörung kann einige grundlegende Fakten nicht überdecken: Der Siedlungsbau ist…
In der letzten Woche fand der Nahe Osten in der Berichterstattung österreichischer Zeitungen ungewöhnlich oft Erwähnung. Die Vielzahl an veröffentlichten Artikeln ist aber irreführend, denn oftmals ging es in Wahrheit um österreichische oder europäische Fragen, in denen die genannten nahöstlichen Länder nur am Rande von Bedeutung waren. Allgemeiner Überblick In…
Sehr geehrter Herr Schwarz, Sie schreiben in ihrem Kommentar im heutigen Kurier, dass zu den Opfern des islamistischen Mörders Mohamed Merah „drei Kinder“ gehörten. Drei Kinder, die „bis vergangenen Montag fröhliche drei, sechs und zehn Jahre alt waren. Erschossen, weil sie Kinder sind.“ Das ist, nach allem, was wir über…
Sehr geehrter Herr Scheidl, Sie fragen zu Recht in ihrer Kolumne in der heutigen Presse, was Außenminister Michael Spindelegger, ein großer Befürworter eines von Saudi-Arabien finanzierten „Dialogzentrums“ in Wien, eigentlich dazu sagt, dass der saudische Großmufti unlängst dazu aufrief, alle Kirchen auf der arabischen Halbinsel zu zerstören. Nachdem Spindelegger kürzlich…
Sehr geehrte Presse-Redaktion,in seinem Leserbrief zu Christian Ortners Kolumne vom letzten Freitag („Warum leben jüdische Kids genau dort, wo Raketen aus Gaza einschlagen“, Presse, 16. März. 2012) stellt Tarafa Baghajati eindringlich unter Beweis, dass man kein einziges „Faktum“ als gegeben hinnehmen sollte, das er als „Argument“ vorbringt.Im Einzelnen:1. Das „altbekannte Szenario“, von…
Die Berichterstattung österreichischer Tageszeitungen über den Nahen Osten wurde in den letzten sieben Tagen eindeutig von einem Thema dominiert: Ein Drittel aller relevanten Beiträge widmete sich der Krise in Syrien, wo das Regime Bashar al-Assads mit unverminderter Härte weiter gegen Teile der eigenen Bevölkerung vorgeht. Ein anderer Konfliktherd stach indessen…
Die Nahostberichterstattung österreichischer Tageszeitungen stand in der vergangenen Woche ganz im Zeichen zweier Themen: der andauernden Gewalt in Syrien und dem Streit um das iranische Atomprogramm, der mit dem USA-Besuch des israelischen Premiers Netanjahu einen neuen Höhepunkt erlebte. Allgemeiner Überblick In den vergangenen sieben Tagen erschienen in den von MENA…
„Wir haben große Sorgen, dass im Zuge des arabischen Frühlings islamistische Extremisten die Oberhand gewinnen“, sagte Außenminister Michael Spindelegger zur Kleinen Zeitung. (11. März. 2012) „Jede Verletzung der Religionsfreiheit müsse ‚im Keim erstickt werden‘. Das seien die Europäer als Wertegemeinschaft sich und den Christen des Nahen Ostens gleichsam schuldig.“ Ist…
Von Florian MarklIm Standard schreibt Ljubisa Tosic über ein Interview der ZiB 24 mit Justizministerin Karl, die in letzter Zeit massiv unter Kritik stand, und fragt: „Was etwa müsste Außenminister Spindelegger unternehmen, um ähnliche Reaktionen auszulösen? Er müsste jetzt an Syriens Assad eine Einladung zum Ehrenstaatsbesuch in Österreich aussprechen.“ (Standard, 10. März…
Sehr geehrte Standard-Redaktion, Frank Hermann schreibt in seinem Artikel „Obama hält sich Optionen für Syrien offen“ im heutigen Standard: „Am schwersten aber wiegen die Lektionen des Feldzuges im Irak. Aus dem Alleingang George W. Bushs hat dessen Nachfolger eine eindeutige Schlussfolgerung gezogen: Nicht mehr auf eigene Faust zu handeln.“ Dass…