Schlagwort: Medien und Medienkritik

Falschmeldung über angebliche „Zensur“ in Israel

Sehr geehrte Redaktion der Salzburger Nachrichten,in der heutigen SN-Ausgabe ist unter der Überschrift „Zensur in Israel erzürnt Intellektuelle“ zu lesen, das israelische Bildungsministerium habe mit einer „Zensurmaßnahme“ für Empörung gesorgt: Schulen soll die Lektüre eines Romans „verboten“ worden sein, weil es darin um die Liebesbeziehung zwischen einer Israelin und einem…

Palästinenser lehnen Friedensangebote ab, Israel ist schuld

Wenn es darum geht, Israel die alleinige Schuld am Scheitern des Friedensprozesses mit den Palästinensern zuzuschieben, ist manchen Medien keine Argumentation zu absurd. Aktuelles Beispiel dafür ist eine Aussendung der österreichischen Presseagentur APA, von der die meisten Medien hierzulande ihre Nahost-Berichte beziehen. Angesichts der Verurteilung des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert…

Für antisemitischen Terror gelten andere Maßstäbe

Von Florian Markl Am Sonntag veröffentlichte die Kleine Zeitung ihren Jahresrückblick „2015 kompakt“. Wie nicht anders zu erwarten war, nehmen darin die an etlichen Schauplätzen der Welt begangenen islamistischen Terroranschläge großen Raum ein. Die Auswahl der Attacken, die in den Jahresrückblick aufgenommen wurden, ist ein eindrücklicher Beleg für die unterschiedlichen…

Judenmord aus Protest

Von Florian MarklGlaubt man Conrad Seidl im heutigen Standard, so handelt es sich bei dem designierten Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, Arie Folger, um einen „Hardliner“, der als „eiserner Verfechter der israelischen Anliegen“ gelte. Während die Leser nicht erfuhren, was „die israelischen Anliegen“ sein sollen, war im Folgenden zu…

Der Standard verschweigt die militärischen Komponenten des iranischen Atomprogramms

Sehr geehrte Standard-Redaktion,in Ihrem Bericht über die Entscheidung des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), auf eine weitere Untersuchung möglicher militärischer Komponenten des iranischen Atomprogramms zu verzichten, ist über einen jüngst veröffentlichten Report zu lesen: „Dem IAEA-Bericht zufolge stand Teheran niemals kurz vor dem Bau einer Atombombe“. Das ist eine sehr…

"Kluge Köpfe statt Bomben und Drohnen": Wenn ein historischer Vergleich in die Irre führt

Sehr geehrte Presse-Redaktion,in ihrem Gastbeitrag „Kluge Köpfe statt Bomben und Drohnen“ plädieren Robert Lackner und Florian Traussnig dafür, Flüchtlinge aus Kriegsgebieten nicht als Gefahr zu betrachten, sondern sie als Potenzial für den Kampf gegen den islamistischen Terror und den Wiederaufbau ihrer Herkunftsländer zu sehen. Nation Building könne nicht von außerhalb…

Warum der Westen nicht schuld am IS-Terror ist

In der Welt ärgert sich Torsten Krauel über die „unfassbare Ignoranz der Terrorversteher“:„Abgesehen davon, dass die Geschichtsklitterung vom ewigen Opfergang der Moslems eine Erfindung der Islamisten ist, so wie die Geschichtsklitterung vom ewigen Opfergang Deutschlands eine Erfindung völkischer Nationalisten war: Muss man sich die angebliche Alternativlosigkeit einer terroristischen Antwort auf…

Der Standard weigert sich erneut, Terror gegen Juden beim Namen zu nennen

Die bereits rund zwei Monate andauernde Serie palästinensischer Terrorattacken auf Israelis nimmt kein Ende. Bei einem Attentat im Westjordanland wurde ein israelischer Soldat erstochen und ein weiterer verletzt, als ein palästinensischer Attentäter sie mit einem Messer angriff. In Jerusalem versuchten zwei mit Scheren bewaffnete Palästinenserinnen einen 70 Jahre alten Palästinenser…

Israels Atomwaffen als Mittel, „die Gegner zu vernichten“?

In der heutigen Presse widmete sich Burkhard Bischof in seiner Zeitschriftenschau der internationalen Debatte über das iranische Atomprogramm nach dem Abschluss des Wiener Abkommens im vergangenen Juli. Dabei bekrittelte er nicht nur den „gewohnt aggressiv-propagandistisch(en)“ Stil von Israels Ministerpräsident Netanjahu, sondern kritisierte auch, dass in keinem der zahlreichen Aufsätze darauf…

Palästinensischer Terror unkenntlich gemacht

Angesichts der palästinensischen Terrorwelle der vergangenen Wochen haben wir des Öfteren darauf hingewiesen, wie in der Berichterstattung in Medien hierzulande immer der Unterschied zwischen Tätern und Opfern, Angreifern und Angegriffenen eingeebnet und damit der palästinensische Terror unkenntnlich gemacht wird. Dass dies keineswegs ein rein österreichisches Phänomen ist, bewies am Sonntag…

Zweierlei Arten von Terroropfern: Leugnung antisemitischer Gewalt im Standard

„Gibt es zweierlei Arten von Terroropfern?“, fragt Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), in einer Presseaussendung, nachdem der bislang blutigste Tag der aktuellen palästinensischen Terrorwelle gegen israelische Juden hierzulande mit eisigem Schweigen quittiert wird. Blickt man in österreichische Tageszeitungen, so muss man Deutschs Frage eindeutig bejahen: Fünf Menschen wurden…

Attacken in Israel – kein Terrorismus?

Spiegel Online veröffentlicht eine Fotostrecke mit dem Titel: „Attentate weltweit: Im Visier der Terroristen“ – und dreimal dürfen Sie raten, welches Land unter den 22 Beispielbildern nicht zu finden ist. Da Angriffe auf Israelis – von Messer- und Autoattacken bis hin zu Selbstmordanschlägen – oftmals als vielleicht überzogene, aber irgendwie…

Konfessionelle Spannungen im Irak

Sehr geehrte Presse-Redaktion, in seinem Gastkommentar schreibt Peter R. Neumann im Hinblick auf den Irak und den Islamischen Staat, die „konfessionellen Spannungen zwischen Schiiten und Sunniten … sind letztlich ein Produkt des amerikanischen Eingreifens 2003 und der tragischen Kettenreaktion, die so in Gang gesetzt wurde.“ Es mag ja populär sein,…

Aufgabe des iranischen Atomprogramms?

Sehr geehrte Redaktion der Salzburger Nachrichten, in der aktuellen SN-Wochenendausgabe ist im Zusammenhang mit dem Besuch einer Wirtschaftsdelegation im Iran zu lesen, dass das sogenannte Wiener Abkommen im Atomstreit eine „Voraussetzung für die schrittweise Aufhebung des Embargos ist. Zuvor muss der Iran sein Atomprogramm aufgeben.“ Diese Behauptung ist in geradezu…