Schlagwort: Medien und Medienkritik

Berichterstattung kann auch so aussehen: Vorbild Gil Yaron

Während es wirkt, als würden sich viele Medien in einem inoffiziellen Wettbewerb darum befinden, wem zur aktuellen palästinensischen Terrorwelle gegen Juden die am meisten verzerrende bzw. die absurdeste Überschrift einfalle – unserer Ansicht nach liegt momentan der Kurier in Führung, wird aber stark von der Kleinen Zeitung bedrängt –, wollen…

Täter-Opfer-Umkehr

Palästinensische Attentäter greifen Juden an, können aber daran gehindert werden, diese zu töten. Der Kurier findet dafür eine Überschrift, in der die Angreifer zu Opfern gemacht werden: Dieser Logik zufolge hätte die Überschrift am 12. September 2001 lauten müssen: „15 Saudis bei Flugzeugabstürzen getötet“.

Grenzzaun blieb ruhig

Aus einer APA-Meldung: „Israelische Soldaten hätten das Feuer auf palästinensische Demonstranten eröffnet, nachdem diese den Grenzzaun mit Steinen angegriffen hätten, berichteten Augenzeugen.“ Wirklich? Sie haben demnach also „den Grenzzaun mit Steinen angegriffen“ – und nicht etwa die dahinter postierten israelischen Soldaten? Wie gut, dass wenigstens der Grenzzaun Ruhe bewahrte.

Ein Elend namens Nahostberichterstattung

Von Alex Feuerherdt, ursprünglich veröffentlicht auf fisch + fleisch Wenn man nur deutsche (respektive deutschsprachige) Medien verfolgt, bekommt man wie so oft nicht einmal ansatzweise ein realistisches Bild davon, was sich derzeit im jüdischen Staat zuträgt. Seit Tagen machen sich dort vielerorts meist junge Palästinenser (und israelische Araber) auf, um…

Wann von einer „Eskalation“ gesprochen wird

Im heutigen Standard ist zu lesen: „Die gehäuften Anschläge nähren die Angst vor einer neuen Eskalation im Nahost-Konflikt.“ Über zwanzig Attentate in zwei Wochen, bei denen allein gestern vier Juden ermordet und mehr als dreißig verletzt wurden, stellen demnach keine „neue Eskalation“ dar. Denn von einer solchen ist diesem verqueren…

US-Kongress hat Iran-Deal nicht befürwortet

Sehr geehrte Kurier-Redaktion, Sie schreiben im heutigen Kurier: „Nach dem US-Kongress hat auch das nationale Parlament in Teheran das Atomabkommen des Iran mit den Westmächten sowie Russland und China ratifiziert.“ Die Behauptung, der US-Kongress habe den Iran-Deal „ratifiziert“, ist falsch. Im Senat verhinderten die Demokraten mit Verfahrenstricks eine Abstimmung –…

Palästinensische Propaganda, ungefiltert – Update

Im gestrigen Ö1-Morgenjournal ließ Katharina Wagner noch den ‚Außenminister‘ der Palästinensischen Autonomiebehörde unwidersprochen mit der Anklage zu Wort kommen, Netanjahu habe die momentane Gewaltwelle in Israel zu verschulden, weil er Juden erlaubt habe, auf dem Tempelberg zu beten – eine glatte Lüge angesichts der mehrfach bekräftigten Versicherung Netanjahus, den Status…

Wer hat wen angegriffen? Anatomie einer ganz „normalen“ Meldung

Der Standard berichtet in einem kurzen Artikel über die palästinensischen Terrorattacken von gestern. Das hebt ihn immerhin von anderen Medien ab, die über einen weiteren Tag des Terrors gegen Juden kein Wort verlieren. Trotzdem ist der Standard-Bericht symptomatisch für die Unfähigkeit oder den Unwillen, im Grunde simple Sachverhalte auszudrücken, wenn…

Palästinensische Propaganda, ungefiltert

Sehr geehrte Frau Wagner, in Ihrem heutigen Bericht im Ö1-Morgenjournal warf der ‚Außenminister‘ der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) dem israelischen Premierminister Netanjahu vor, für die aktuelle Eskalation der Gewalt verantwortlich zu sein, weil „er Juden erlaubt hat, auf dem Tempelberg vor der al-Aqsa-Moschee zu beten“. Es verwundert nicht, dass Riyad al-Maliki…

Vormarsch des IS: „Trotz“ und „ungeachtet“ der russischen Bombardements?

„IS-Miliz trotz russischer Angriffe auf Vormarsch“, lautet die Überschrift eines Artikels im heutigen Kurier, in dem zu lesen ist: „Ungeachtet der russischen Luftangriffe hat der IS am Freitag seinen größten Geländegewinn seit Monaten erzielt. Die Terrormiliz habe bei Aleppo mehrere Dörfer von rivalisierenden Aufständischen erobert.“ (Fast wortgleiche Meldungen fanden sich…

„Durch massive Präsenz jüdischer Gläubiger angeheizt“: Der skandalöse Umgang österreichischer Medien mit palästinensischem Terror

Kaum ein Tag vergeht, an dem Palästinenser keine mörderischen Terrorangriffe auf israelische Juden begehen. In österreichischen Medien wurde die Gewaltwelle kaum erwähnt, über Anschläge nicht berichtet und blieben jüdische Terroropfer unerwähnt. Der Vergleich mit der Berichterstattung über einen mutmaßlich von Israelis begangenen Terroranschlag auf Palästinenser vor wenigen Wochen zeigt das…

Warum keine Erwähnung der Terroropfer?

Sehr geehrte ZiB-Redaktion,im gestrigen ZiB-Kurzbericht zu den Ausschreitungen in Jerusalem war zu hören: „In Israel nehmen die Spannungen zwischen Palästinensern und Israelis weiter zu. … In Jerusalem hat die Polizei zwei Palästinenser erschossen, die mit Messern auf Israelis losgegangen waren.“ Warum haben Sie dabei Ihren Zusehern das nicht ganz unwesentliche…

Analyse im Abseits: Die Wiener Zeitung über das Scheitern des Oslo-Friedensprozesses

Sehr geehrte Redaktion der Wiener Zeitung, in seiner heutigen „Analyse“ des Scheiterns des sogenannten Oslo-Friedensprozesses („Paukenschlag aus dem Abseits“) schreibt Michael Schmölzer: „Israel versucht eine Zwei-Staaten-Lösung mit allen Mitteln zu verhindern“. Um diese Behauptung plausibel erscheinen zu lassen, erwähnt er den Ausbau bestehender Gemeinden, die er missverständlich als „den Bau…

Keine Preisfrage: Was ist geschehen?

Wenn die Österreichische Presseagentur (APA) eine Meldung mit dieser Überschrift ausschickt: …dann weiß der geübte Leser, was geschehen ist: Palästinensische Terroristen haben wieder einmal Israel attackiert. Der palästinensische Terrorismus allein ist der APA selbstverständlich keine Meldung wert gewesen.

Wochenbericht, 21.9. bis 27.9.2015

In dieser Ausgabe: I. Wer ist schuld am Syrien-Desaster? Die US-„Hochfinanz“ und andere übliche Verdächtige II. Die Illusion von Stabilität und die Sehnsucht nach verlässlichen Despoten III. Allgemeiner Überblick I. Wer ist schuld am Syrien-Desaster? Die US-„Hochfinanz“ und andere übliche Verdächtige Die Flüchtlingskrise hat den Krieg in Syrien wieder in…