Schlagwort: Medien und Medienkritik

Der Fall Khashoggi und die Iran-Echokammer

„Wie die Washington Post erläuterte, hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die (vermeintlich) unautorisierte Veröffentlichung von Informationen, die teils wahr und teils unwahr waren, als politisches Mittel eingesetzt, um die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und der Trump-Regierung zu beschädigen. Was die Post allerdings nicht erwähnt, ist die Tatsache, dass sie…

Iran: Repressionswelle gegen soziale Medien

„In einem am 20. Oktober von der in Teheran ansässigen reformorientierten persischen Zeitung Ebtekar (ابتكار) veröffentlichten Bericht unter der Überschrift ‚Erleuchtung der Pilger‘ hat der Journalist Pouyan Khoshhal die gesundheitlichen Folgen der al-Arba’in-Wallfahrt (اربعين) diskutiert. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um die größte Wallfahrt der Welt handelt. Sie…

BBC berichtete im September über 0,5{a7b8b9982d1bbdc5e1caab033d30320c7a19bdb9cd0371a3252625f5cda85985} der Terroranschläge gegen Israel

[caption id="attachment_34242" align="alignleft" width="300"] Quelle: BBC Watch[/caption] „Im Terrorbericht der Israelischen Sicherheitsagentur (ISA) für September sind insgesamt 204 Vorfälle verzeichnet, davon 70 im Westjordanland, zehn in Jerusalem und 124 im Gazastreifen. Besucht man allerdings die Webseite von BBC News, so wurde dort mit erheblicher Verspätung lediglich über einen dieser 204…

Auf Protest gegen Erdogan folgt Ausweisung aus Deutschland

„Der türkische Regierungskritiker und Journalist Adil Yigit wird Ende Januar aus Deutschland ausgewiesen. Er habe den Bescheid am Freitag bekommen, sagte Yigit (60). Der Journalist führt die Entscheidung auf seine prominente Protestaktion während einer Pressekonferenz des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und Kanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt Ende September zurück.…

Stellvertreterkriege: Irans Logik hinter seiner Politik im Nahen Osten

„Das Bestreben der USA und ihrer Verbündeten, die im Laufe des vergangenen halben Jahrzehnts erzielten Zugewinne des Iran im Nahen Osten einzudämmen und letztlich rückgängig zu machen, nehmen allmählich Gestalt an und werden von nun an von zentraler strategischer Bedeutung für die Region sein. (…) Auch die Reaktion des Iran…

Trump: Sklave der israelischen Regierung und Opfer eines jüdischen Einflüsterers

Von Florian Markl Wer steckt in Wahrheit hinter der Politik von Donald Trump? Dank eines Gastkommentars in der Presse wissen wir jetzt, was nicht wenige, die sich mit Sicherheit nicht als Antisemiten verstehen, schon immer vermutet haben: ein „rätselhafter jüdischer Einflüsterer“ ist es, was, um nur ja keine Unklarheiten aufkommen…

Die traurige Realität deutscher Israelberichterstattung

[caption id="attachment_25087" align="alignleft" width="300"] Arye Sharuz Shalicar[/caption] „In meiner langjährigen Funktion als Pressesprecher der israelischen Armee hatte ich mit Dutzenden, wenn nicht Hunderten deutschsprachigen Journalisten zu tun – während Krisensituationen täglich. Zugegeben: Ich war immer wieder erstaunt, zu erleben, wie ein ganz bestimmtes Narrativ Ausgangspunkt für die Lagebeschreibung vieler Journalisten…

Neue öffentlich-rechtliche Antisemitismus-Dokus: irreführend, substanzarm und langweilig

Von Alex Feuerherdt Innerhalb von wenigen Tagen haben mit dem WDR und 3sat zwei öffentlich-rechtliche Fernsehsender jeweils eine Dokumentation zum Thema Antisemitismus ausgestrahlt. Beide stellen den rechtsextremistischen Hass gegen Juden in den Mittelpunkt, stellen den islamistischen als gesichtsloses und insgesamt nachrangiges Problem dar und vernachlässigen den israelbezogenen nahezu völlig. [caption…

Für palästinensische Journalisten gibt es keine Pressefreiheit

„Palästinensische Journalisten, die im Hoheitsgebiet der Palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland oder in dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen arbeiten, sind weiterhin mit enormen Schwierigkeiten konfrontiert. Eine Arbeit frei von Druck und Einschüchterungsmaßnahmen ist praktisch unmöglich. Kaum eine Woche vergeht ohne Berichte über Beschwerden palästinensischer Journalisten über Schikanen der PA oder…

In Syrien getötete Palästinenser: ohrenbetäubendes Schweigen

[caption id="attachment_30455" align="alignleft" width="300"] Das palästinensische Flüchtlingslager Jarmuk in Syrien wurde im Krieg völlig zerstört.[/caption] „In einem jüngst veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation Aktionsgruppe für Palästinenser in Syrien (AGPS) werden die Fälle von 3.840 Palästinensern dokumentiert, die seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs 2011 getötet worden sind. Das sind viermal so viele…

Nein, Israel hat keine neuen Siedlungen genehmigt

Sehr geehrte Standard-Redaktion, in der gestrigen Standard-Ausgabe findet sich eine Kurzmeldung mit dem Titel: „Israel will neue Siedlungen im Westjordanland“. Die Überschrift ist schlicht falsch, denn es geht nicht um den Bau neuer Siedlungen, sondern um den Bau neuer Wohnungen – in bereits bestehenden Siedlungen. Darüber hinaus ist nicht einmal…

Belohnung für Terror – ein Erfolg?

Sehr geehrte Presse-Redaktion, sosehr zu wünschen wäre, dass der ständige Raketenbeschuss Israels durch palästinensische Terrorgruppen zu Ende ginge, so schwer fällt es mir, aktuell ohne Weiteres von einem „Erfolg für UN-Vermittler im Gazastreifen“ zu sprechen. Im Grunde erhielt die den Küstenstreifen beherrschende islamistische Hamas umfangreiche wirtschaftliche Zusagen, nur damit sie…

Starb ein palästinensisches Baby an Tränengasvergiftung?

„Für Journalisten, die in Israel arbeiten, dürfte es eigentlich kein Geheimnis sein, dass der jüdische Staat mit unerbittlichen Feinden konfrontiert ist: Der Hamas im Gazastreifen, der Hisbollah und nun auch dem Iran im Norden und einer Palästinensischen Autonomiebehörde, die inhaftierten Terroristen und den Angehörigen der ‚Märtyrer‘ Gehälter zahlt, die Bevölkerung…

Iraner protestieren gegen die Diktatur – und Medien schweigen großteils

Von Saba Farzan Den heimischen Apologeten der iranischen Diktatur kann es niemand recht machen. Als vor fast einem Jahrzehnt die grüne Revolution in Teheran ihren Anfang nahm und sich kontinuierlich in weitere Städte ausbreitete, meinten die Relativierer, dass es ja „nur“ eine urbane Bewegung sei und lediglich iranische Akademiker demonstrieren…