Schlagwort: Medien und Medienkritik

Das selektive Israelbild des ZDF

Von Alex Feuerherdt Der Jahresrückblick des ZDF aus Israel rückt den jüdischen Staat in ein unangemessen schlechtes Licht. Dabei geht die Autorin selektiv vor und vermittelt ein fragwürdiges Bild von verschiedenen Ereignissen. Es ist nicht das erste Mal, dass der Sender diesbezüglich Anlass zur Kritik bietet. Zum Ende des vergangenen…

Worüber die „New York Times“ nicht berichtet

„Die 4700 Worte umfassende Geschichte der New York Times (‚Ein Tag, ein Leben: Als eine Sanitäterin in Gaza getötet wurde, war es ein Unfall?‘) über den Tod einer jungen Sanitäterin aus Gaza im Juni 2018 bei den Grenzunruhen ist eine starke Erinnerung an das Ausmaß der Voreingenommenheit der Zeitung. Der…

Bequeme Erzählungen – Update

Von Florian Markl Gestern kritisierte ich einen Presse-Kommentar über den Kurswechsel von US-Präsident Donald Trump in Syrien. Karl-Peter Schwarz stellt dazu fest, dass er, wenn er von einer Dominanz der Islamisten in den Reihen der syrischen Opposition schreibt, damit nicht auf die Anfangsphase der Demonstrationen gegen das Assad-Regime im Frühjahr…

Bequeme Erzählungen: Die USA und Syrien

Sehr geehrte Presse-Redaktion, Karl-Peter Schwarz begrüßt in seiner Kolumne ein „neues Kapitel in der amerikanischen Nahost-Politik“. Mit dem US-Abzug aus Syrien werde die Konsequenz aus einer gescheiterten Politik militärischer Interventionen in der Region gezogen – die allerdings gar nicht so stattgefunden hat, wie Schwarz sie darstellt. Im März 2011habe sich…

Kaum Friedenswille? Wie der britische „Guardian“ 61{a7b8b9982d1bbdc5e1caab033d30320c7a19bdb9cd0371a3252625f5cda85985} zu 9{a7b8b9982d1bbdc5e1caab033d30320c7a19bdb9cd0371a3252625f5cda85985} macht

„Da der lang erwartete Nahost Friedensplan von Donald Trump noch nicht veröffentlicht wurde, war es für Oliver Holmes von The Guardian eine große Herausforderung, eine detaillierte Analyse seiner Eckpunkte zu schreiben. Da keine Fakten vorliegen, wendet Holmes sich der Spekulation zu, die da lautet: Der Friedensplan ist schlecht für die…

„Israel versklavt Palästina“: Antiisraelische Agitation im Ö1-Mittagsjournal

Sehr geehrter Herr Renner, sehr geehrter Herr Müller, im heutigen Ö1-Mittagsjournal sendeten Sie ein Interview mit Hanan Ashrawi, die Sie in der Anmoderation als „prominente palästinensische Politikerin“ vorstellten. Im Bericht selbst durfte Ashrawi dann unwidersprochen zum Besten geben, dass Palästina durch den „Schurkenstaat“ Israel „versklavt“ sei, weswegen sie den „neuen“…

Kronen Zeitung: Alternative Fakten zum „Heiligen Land“

Im arabisch-israelischen Konflikt gibt es kaum ein Thema, bei dem die Meinungen nicht weit auseinandergehen. Angesichts der oftmals heftigen Dispute sollte darauf geachtet werden, dass die zugrundeliegenden Tatsachenbehauptungen wenigstens in den Fällen richtig dargestellt werden, in denen die Fakten mühelos überprüft werden können. Rechtzeitig vorm Jahreswechsel hat Kurt Seinitz, Außenpolitik-Chef…

New York Times: Weihnachten feiern mit der Hisbollah

„Ein Artikel in der New York Times darüber, wie die blutgetränkten Terroristen der Hisbollah Weihnachten feiern, zieht heftige Kritik von Lesern auf sich, die sich an der Weißwaschung und Verharmlosung der iranisch unterstützten, gewalttätigen Extremistengruppe stoßen. Der Direktor des Washington Institute for Near East Policy, Robert Satloff, twitterte: ‚Das ist…

Die Doppelmoral der internationalen Gemeinschaft

„Die Türkei betrachtet die kurdische Partei der Demokratischen Union (PYD) in Syrien hauptsächlich als Bedrohung, ähnlich wie Israel die Hisbollah betrachte, sagte vergangene Woche der US-Gesandte für Syrien James Jeffrey. Doch während die internationale Staatengemeinschaft (inklusive der Vereinigten Staaten) im Allgemeinen schweigt, wenn die Türkei droht, eine größere militärische Operation…

Alle Jahre wieder …

[caption id="attachment_26675" align="alignright" width="300"] Weihnachtszeit in Bethlehem, wo Vera Baboun Bürgermeisterin war – und Selbstmordattentäterinnen lobpries.[/caption] Sehr geehrte Kurier-Redaktion, sobald Weihnachten naht, finden sich in österreichischen Medien unweigerlich Berichte aus Bethlehem, so auch im heutigen Kurier, in dem die ehemalige Bürgermeisterin der Stadt interviewt wird, die palästinensische Christin Vera Baboun.…

Die Fake-Empörung der Türkei über die Ermordung Khashoggis

Von Uzay Bulut Seit dem Mord am politischen Aktivisten der saudischen Muslimbruderschaft und Kolumnisten der Washington Post, Jamal Khashoggi, im saudischen Konsulat in Istanbul verurteilt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Täter des „grausamen Mordes“, schwört, dass seine Regierung „das Geschehene aufdecken“ werde, und stellt sich als Verfechter der…

Die angeblich katastrophale Gründung Israels – Update

Vorige Woche brachte der Standard einen Gastkommentar, in dem John Bunzl sich den von ihm gewohnten Angriffen auf Israel und die Legitimität des jüdischen Staates hingab. Heute hat der Standard eine gekürzte Version der Replik darauf von Florian Markl veröffentlicht. Die ungekürzte Version auf Mena Watch: Die angeblich katastrophale Gründung…

„Die Berichterstattung ist sehr, sehr verdreht“

Mena-Watch-Autor Stefan Frank sprach mit dem Nahost- und Sicherheitsexperten und ehemaliger Sprecher der Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) Arye Shalicar über die Strategie der Hamas und die Medienberichterstattung über die Raketen-Angriffe auf Israel. Stefan Frank (SF): Die Hamas und der Islamische Dschihad haben seit gestern Nachmittag die Städte und Dörfer im Süden…

Sind nur Israels Konflikte ein Thema für deutschsprachige Medien?

Von Stefan Frank Am 1. und 2. November war der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf Einladung des bulgarischen Ministerpräsidenten Boyko Metodiev Borisov zu Gast beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der Craiova-Gruppe in Varna, Bulgarien. Die Craiova-Gruppe ist ein Projekt zur multilateralen regionalen Zusammenarbeit zwischen Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Serbien,…

Die Al-Jazeera-Methode: Im Ausland liberal, zu Hause regierungstreu

azeeraj„In dem Maße, wie die Konzentration der Medien in den demokratischen Ländern voranschreitet, wird das dadurch entstehende Vakuum durch regierungstreue oder staatliche Medien aus weniger demokratischen Ländern gefüllt. Al-Jazeera ist nur ein Beispiel dafür. Im Nahen Osten konkurrieren arabischsprachige Nachrichtenwebseiten mit Medienunternehmen, die mit verschiedenen undemokratischen Staaten affiliiert sind. Englischsprachige…