Schlagwort: Medien und Medienkritik

Wie n-tv eine Bildunterschrift über israelischen Angriff verschlimmbessert

Von Stefan Frank [caption id="attachment_40617" align="alignleft" width="350"] Screenshot des ntv-Artikels „Israel fliegt Luftangriffe bei Aleppo“ vom 28.03.2019, https://www.n-tv.de/politik/Israel-fliegt-Luftangriffe-bei-Aleppo-article20933279.html (Letzter Zugriff: 13.07.2019)[/caption] Wie bebildert man einen Internetartikel über den angeblichen israelischen Luftangriff auf iranische Truppen in Syrien, der im März stattgefunden haben soll? Ein Ereignis also, über das es keine bestätigten…

Eine antisemitische Räuberpistole des „Spiegel“

Folgt man dem Spiegel, dann nimmt eine aus zwei kleinen Vereinen bestehende, von der israelischen Regierung und dem Mossad gesteuerte jüdische Lobby mit Geld und schmutzigen Tricks entscheidenden Einfluss auf die deutsche Nahostpolitik. Das klingt nicht nur abenteuerlich, das ist es auch, denn Beweise für ihre steile These bleiben die…

Verharmlosung des palästinensischen Terrors in der ARD

Das Erste Deutsche Fernsehen einen Dokumentarfilm, der extrem verzerrtes Bild von Israel zeichnet, das den jüdischen Staat als Aggressor präsentiert und den palästinensischen Terror als notwendige Gegenwehr verharmlost. Von Marlene Gallner Am vergangenen Mittwoch wurde im Abendprogramm des Ersten Deutschen Fernsehens der Dokumentarfilm „Lea Tsemel, Anwältin“ (2019) ausgestrahlt. Die beiden Filmemacher,…

Wie Erdogan Gras über Wahlniederlage in Istanbul wachsen lassen will

„Bei den Kommunalwahlen im März gewann die oppositionelle Republikanische Volkspartei (CHP) knapp den Wettbewerb um das Bürgermeisteramt in Istanbul, der größten Stadt der Türkei. Die AKP übte danach immer wieder Druck aus und erreichte schließlich eine gerichtliche Anordnung zur Wiederholung aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen. Am vergangenen Sonntag fand…

Israelboykott-Bewegung BDS: John Bunzl sieht Gespenster

Der Politikwissenschaftler John Bunzl nimmt in einem Kommentar für die österreichische Tageszeitung Der Standard die Israelboykott-Bewegung BDS in Schutz und hält die Kritik, sie sei antisemitisch, für falsch. Doch der Schuss geht nach hinten los – weil Bunzls Argumente untauglich sind, aber auch, weil er unfreiwillig bestätigt, was er zu…

Deutschland zahlt Millionen von Euro an antisemitische NGOs

„Deutschland zahlt Millionen von Euro an antisemitische Nichtregierungsorganisationen, die auf arabischer Seite aktiv sind. Deutschland agiert mit doppeltem Boden. Aber wenn das anders wäre, wenn das Land tatsächlich die jüdische Seite unterstützen würde, würde das vielen Deutschen nicht gefallen. (…) Wenn Sie deutsche Filme und Fernsehsendungen sehen, deutsche Zeitungen lesen,…

Was dem Chefkorrespondenten des Deutschlandradios schlagartig klar zu werden schien

Von Stefan Frank Man stelle sich vor, Deutschlandradio würde über homosexuellenfeindliche Äußerungen oder über rassistische Diskriminierung von Schwarzen berichten – und würde denjenigen, die Homophobie und Rassismus kritisieren, vorwerfen, „die Diskursräume wirklich eng“ zu machen, also die Meinungsfreiheit einzuschränken. Etwas Vergleichbares tut der Chefkorrespondent des Deutschlandradios im Hauptstadtstudio Berlin und…

Wieder so ein „automatischer“ Vorwurf, der nicht erhoben wurde

Sehr geehrte Presse-Redaktion, [caption id="attachment_8444" align="alignright" width="200"] Antisemitismusforscher Samuel Salzborn[/caption] in seinem Blick in politische Fachzeitschriften geht Burkhard Bischof auf die Europäische Rundschau ein, die sich in ihrer aktuellen Ausgabe mit dem Antisemitismus in Europa beschäftigt. Bischof zufolge vertrete der Antisemitismusforscher Samuel Salzborn darin „grob vereinfacht interpretiert“ die These, „dass…

New York Times: Auf dem Kriegspfad gegen Trumps Friedensplan

„Die New York Times scheint entschlossen, den angekündigten Nahost-Friedensplan von Trump zu killen, bevor er überhaupt veröffentlicht wurde. In einem kürzlich erschienenen Artikel zitierte sie nur Nein-Sager und Kritiker, die ihn, ohne den Plan überhaupt gesehen zu haben, für gescheitert erklärt haben. Unter dem Deckmantel der Nachrichten lieferte die Times…

Karikaturist sieht sich als Opfer von „jüdischer Propagandamaschinerie“

„Der portugiesische Künstler von dem die antisemitische Karikatur stammt, die am 25. April in der New York Times International Edition veröffentlicht wurde, glaubt, dass die Kontroverse um seine Zeichnung das Ergebnis einer ‚jüdischen Propagandamaschinerie’ ist. António Moreira Antunes, der seit 45 Jahren als professioneller Karikaturist arbeitet, sagte gegenüber CNN, dass…

Nicht bloß ein Versehen: Antisemitismus in der New York Times

[caption id="attachment_38993" align="alignright" width="300"] Antisemitische Karikatur in der New York Times.[/caption] „Ich glaubte nicht, dass der Cartoon echt war, als ich ihn zum ersten Mal sah. Viele meiner Kollegen glaubten es auch nicht. Ich habe den ganzen Samstag damit versucht, einen Beleg in Papierform zu finden. Ich rief Freunde an,…

Die New York Times macht Jesus zum Palästinenser

„Es ist völlig unproblematisch, die weit verbreitete Darstellung von einem weißen Jesus in Frage zu stellen. Es ist jedoch ein Problem zu hinterfragen, ob er ein Jude war, so wie es kürzlich in der New York Times geschehen ist. Ein zu Ostern veröffentlichter Text des ehemaligen New York Times-Autors und…

New York Times: antisemitische Karikatur über Trump und Netanjahu

[caption id="attachment_38993" align="alignright" width="300"] Antisemitische Karikatur in der New York Times.[/caption] „Die New York Times räumte am Samstag ein, dass sie in ihrer internationalen Ausgabe eine Karikatur veröffentlichte, von der sie sagte, dass sie eine ‚antisemitische Bildersprache beinhaltet‘, und bezeichnete ihren Abdruckihre als ‚Fehlentscheidung‘. Das Blatt entschuldigte sich nicht ausdrücklich…

Deutsche Medien: Die ewige „Israelkritik“

Von Alex Feuerherdt Aus den israelischen Parlamentswahlen ist Benjamin Netanjahu erneut als Sieger hervorgegangen. Das hat in einigen deutschen Medien zu Kommentaren geführt, die nicht einmal vor NS-Vergleichen und antisemitischen Stereotypen zurückschreckten. Doch es gab auch positive Ausnahmen. Auf Dan Schueftan, den israelischen Sicherheitsberater und geschäftsführenden Direktor des Zentrums für…