Schlagwort: Medien und Medienkritik

Irreführung im ORF: „Palästinenser bei Angriffen getötet“

„Aber auch im Gazastreifen hat es wieder Angriffe gegeben, bei denen fünf Palästinenser getötet wurden“, hieß es gestern vor einem ZiB1-Bericht über Zusammenstöße am Tempelberg in Jerusalem. In dem Beitrag selbst war dann vom Gazastreifen nicht mehr die Rede, sodass die Zuseher keine weiteren Informationen über die erwähnten Angriffe erhielten…

Alles, was zählt: „Vier Araber getötet“

„Vier Araber getötet“, meldet die Kronen Zeitung in einer Kurzmeldung. Demnach hätten israelische Soldaten „vier Palästinenser erschossen, die den Grenzzaun zwischen Israel und dem abgeriegelten Gazastreifen überwunden hatten“. Was geschehen war? Die vier Männer waren von einem israelischen Wachposten entdeckt worden, als sie sich dem Grenzzaun näherten. Als herbeigerufene Soldaten…

Türkei verschärft Unterdrückung von Opposition und Medien

[caption id="attachment_17742" align="alignright" width="300"] Demonstration für Pressefreiheit in der Türkei.[/caption] „In der Türkei hat ein Gericht die Sperrung von mehr als 130 Websites angeordnet. Betroffen sind Twitter- und Instagram-Konten sowie Facebook-Seiten von Oppositionellen aus Politik, Kunst und Medien. Darunter ist zum Beispiel die Abgeordnete der prokurdischen Oppositionspartei HDP Oya Ersoy,…

„Für euch sind Juden Fremde mit Schläfenlocken“

„Liebe Spiegel‐Redaktion, [caption id="attachment_41194" align="alignright" width="300"] So sehen für den „Spiegel“ Juden, „die unbekannten Fremden“, aus: Orthodoxe Juden aus Galizien in Wien 1915.[/caption] ich muss euch enttäuschen: Ich habe keine krumme Nase und keine Glubschaugen. Weder mein Vater noch meine Großväter trugen Schläfenlocken. Ich esse für mein Leben gern Schweinefleisch.…

Die „Tagesschau“ verschweigt den Antisemitismus einer US-Abgeordneten

Von Stefan Frank Ilhan Omar, die wegen ihrer antisemitischen Ansichten auch in der eigenen Partei umstrittene Abgeordnete des amerikanischen Repräsentantenhauses, will eine Resolution in den US-Kongress einbringen, die weithin als Unterstützung der antisemitischen Boykottbewegung BDS gewertet wird. Bei der innerparteilichen Kandidatenkür für die Wahlen zum Repräsentantenhaus 2018 hatte sich Omar…

Der „Spiegel“ und sein journalistisches Trauerspiel

Für seinen Text über zwei jüdische respektive proisraelische Vereine, die angeblich entscheidend die deutsche Nahostpolitik beeinflussen, hat der Spiegel reichlich Kritik geerntet. Die Chefredaktion des Magazins hat daraufhin eine Entgegnung veröffentlicht, die allerdings nur noch mehr Fragen aufgeworfen und Ungereimtheiten ans Tageslicht gebracht hat. Kleine Bilanz eines journalistischen Trauerspiels. Für…

BBC lässt sich vom Iran zensieren

[caption id="attachment_40805" align="alignleft" width="400"] Logo von BBC Persia (Von BBC. Recreated by P30Carl, Gemeinfrei, WikiCommons)[/caption] „Die BBC hat einen Korrespondenten in den Iran entsendet, aber die Zuschauer von BBC Persian Television können nicht sehen, was der britische Sender von dieser Gelegenheit zurückbrachte, da der Medienriese den Bedingungen des iranischen Regimes…

Wie n-tv eine Bildunterschrift über israelischen Angriff verschlimmbessert

Von Stefan Frank [caption id="attachment_40617" align="alignleft" width="350"] Screenshot des ntv-Artikels „Israel fliegt Luftangriffe bei Aleppo“ vom 28.03.2019, https://www.n-tv.de/politik/Israel-fliegt-Luftangriffe-bei-Aleppo-article20933279.html (Letzter Zugriff: 13.07.2019)[/caption] Wie bebildert man einen Internetartikel über den angeblichen israelischen Luftangriff auf iranische Truppen in Syrien, der im März stattgefunden haben soll? Ein Ereignis also, über das es keine bestätigten…

Eine antisemitische Räuberpistole des „Spiegel“

Folgt man dem Spiegel, dann nimmt eine aus zwei kleinen Vereinen bestehende, von der israelischen Regierung und dem Mossad gesteuerte jüdische Lobby mit Geld und schmutzigen Tricks entscheidenden Einfluss auf die deutsche Nahostpolitik. Das klingt nicht nur abenteuerlich, das ist es auch, denn Beweise für ihre steile These bleiben die…

Verharmlosung des palästinensischen Terrors in der ARD

Das Erste Deutsche Fernsehen einen Dokumentarfilm, der extrem verzerrtes Bild von Israel zeichnet, das den jüdischen Staat als Aggressor präsentiert und den palästinensischen Terror als notwendige Gegenwehr verharmlost. Von Marlene Gallner Am vergangenen Mittwoch wurde im Abendprogramm des Ersten Deutschen Fernsehens der Dokumentarfilm „Lea Tsemel, Anwältin“ (2019) ausgestrahlt. Die beiden Filmemacher,…

Wie Erdogan Gras über Wahlniederlage in Istanbul wachsen lassen will

„Bei den Kommunalwahlen im März gewann die oppositionelle Republikanische Volkspartei (CHP) knapp den Wettbewerb um das Bürgermeisteramt in Istanbul, der größten Stadt der Türkei. Die AKP übte danach immer wieder Druck aus und erreichte schließlich eine gerichtliche Anordnung zur Wiederholung aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen. Am vergangenen Sonntag fand…

Israelboykott-Bewegung BDS: John Bunzl sieht Gespenster

Der Politikwissenschaftler John Bunzl nimmt in einem Kommentar für die österreichische Tageszeitung Der Standard die Israelboykott-Bewegung BDS in Schutz und hält die Kritik, sie sei antisemitisch, für falsch. Doch der Schuss geht nach hinten los – weil Bunzls Argumente untauglich sind, aber auch, weil er unfreiwillig bestätigt, was er zu…

Deutschland zahlt Millionen von Euro an antisemitische NGOs

„Deutschland zahlt Millionen von Euro an antisemitische Nichtregierungsorganisationen, die auf arabischer Seite aktiv sind. Deutschland agiert mit doppeltem Boden. Aber wenn das anders wäre, wenn das Land tatsächlich die jüdische Seite unterstützen würde, würde das vielen Deutschen nicht gefallen. (…) Wenn Sie deutsche Filme und Fernsehsendungen sehen, deutsche Zeitungen lesen,…

Was dem Chefkorrespondenten des Deutschlandradios schlagartig klar zu werden schien

Von Stefan Frank Man stelle sich vor, Deutschlandradio würde über homosexuellenfeindliche Äußerungen oder über rassistische Diskriminierung von Schwarzen berichten – und würde denjenigen, die Homophobie und Rassismus kritisieren, vorwerfen, „die Diskursräume wirklich eng“ zu machen, also die Meinungsfreiheit einzuschränken. Etwas Vergleichbares tut der Chefkorrespondent des Deutschlandradios im Hauptstadtstudio Berlin und…