Das ZDF beschreibt den von Israel getöteten obersten Vertreter des islamistischen Regimes in Teheran als geschliffenen Redner mit konservativem Weltbild.
Von Negar Jokar. Für viele Außenstehende mag schwierig zu verstehen sein, wie sich die iranische Bevölkerung über einen Angriff auf ihr Land freuen kann.
Obwohl die Raketeneinschläge in Tel Aviv sich häufen, wirkt die Bevölkerung ruhiger und weniger verunsichert als in früheren Kriegsphasen mit dem Iran.
Wie eine von protestierenden Studenten in Teheran an einem Baum aufgehängte Plüschratte zu einer untragbaren Provokation für Anhänger des iranischen Regimes werden konnte.
Während er von westlichen Medien gerne als »moderat« verkauft wird, übertrug Khamenei seinem Weggefährten anlässlich der Proteste de facto die Macht im Iran.
Von Negar Jokar. Die iranischen Proteste wurden auf schreckliche Weise niedergeschlagen. Das Ziel der Repression war nicht die Zerstreuung der Menschenmengen, sondern zu töten.
Ayatollah Khamenei hat seine Flucht aus Teheran in die russische Hauptstadt Moskau geplant, falls seine Sicherheitskräfte die Unruhen nicht unterdrücken können.
Vergangene Woche war es sechs Monate her, seit der Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran in Kraft getreten ist, der den Zwölf-Tage-Krieg beendete.
Von Kazem Moussavi. Ein unmittelbarer Krieg von außen ist unwahrscheinlich, doch die iranische Revolutionsgarde festigt ihre Macht und treibt das Atomprogramm voran.
Je unsicherer die Position des iranischen Regimes wird, desto lautstärker verkündet es seine Parolen und versucht, Widerspruch durch Repression zu ersticken.
Während der Iran im Zuge des israelischen Angriffs im Juni empfindliche Verluste hinnehmen musste, wird er von Khamenei als Sieger über »die Zionisten« gefeiert.
Die Äußerungen Khameneis erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Europa eine Frist für die Einigung über ein Atomabkommen mit dem Iran bis Ende August gesetzt hat.
In seinem ersten öffentlichen Auftritt seit mehreren Wochen nahm der Oberste Führer des Irans am vergangenen Samstag an einer religiösen Versammlung teil.