Palästinensische Autonomiebehörde: Judenmord als Mathematikaufgabe für Kinder

»Märtyrer«-Ehrung in einer Schule der Palästinensischen Autonomiebehörde in Hebron
»Märtyrer«-Ehrung in einer Schule der Palästinensischen Autonomiebehörde in Hebron (© Imago Images / Middle East Images)

Recherchen von Palestinian Media Watch zeigen, wie palästinensische Kinder in Schulen der Autonomiebehörde auf die Ermordung von Israelis eingestimmt werden und den 7. Oktober verherrlichen.

Palästinensische Kinder der dritten Grundschulklasse berechnen im Mathematikunterricht die Zahl getöteter Israelis. Das zeigen von Palestinian Media Watch (PMW) veröffentlichte Recherchen, die sich auf öffentlich zugängliche Quellen in den palästinensischen sozialen Medien stützen.

Die Al-Kuwait-Grundschule für Jungen und Mädchen, die direkt dem Bildungsministerium der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) untersteht, hatte auf Facebook Screenshots von Aufgabenheften veröffentlicht, die zeigen, wie die Massaker des 7. Oktober für Unterrichtszwecke verwendet wurden. Eine von der Lehrkraft gestellte Aufgabe lautete: »Erstelle eine Textaufgabe zum Thema Gaza-Krieg mit der Formel 9 × 150.« Die abgebildeten Lösungen aus den Heften der Schüler lauten etwa:

  • »Mindestens 150 Israelis wurden an einem Tag getötet. Wie hoch war die Zahl der Toten in 9 Tagen?« (Kommentar der Lehrkraft: »Möge Allah dich beschützen! Ausgezeichnet!«)
  • »Die Hamas feuerte innerhalb einer Stunde 150 Raketen auf Israel ab. Wie viele Raketen feuerte sie in 9 Stunden ab? Lösung: 9 × 150 = 1.350 [Raketen].« (Kommentar der Lehrkraft: »Ausgezeichnet! Möge Allah dich beschützen!«)
  • »Die Kassam-Brigaden entsandten jeweils 150 Dschihad-Kämpfer in 9 Siedlungen [»Siedlung« ist in den palästinensischen Medien und Schulbüchern der Begriff für jegliche israelische Ortschaft; Anm. Mena-Watch] in Israel. Wie viele Dschihad-Kämpfer drangen insgesamt in alle Siedlungen ein? Antwort: 1350 Dschihad-Kämpfer.« (Kommentar der Lehrkraft: »Möge Allah dich beschützen, Champion! Sieg den Bewohnern von Gaza!«)
  • »In Gaza-Stadt sterben täglich mindestens 150 Kinder als Märtyrer. Wie viele Kindermärtyrer gibt es in 9 Tagen? 9 × 150 Märtyrer = 1350 Kindermärtyrer.« (Kommentar der Lehrkraft: »Möge Allah dich beschützen! Wunderbar! Friede und Barmherzigkeit den Märtyrern von Gaza!«)
  • »Mindestens 150 Märtyrer wurden an einem Tag in Gaza getötet. Wie viele wurden in 9 Tagen getötet? 9 × 150 = 1350 Märtyrer.« (Kommentar der Lehrkraft: »Ausgezeichnet! Großartig! Möge unser Segen in Erfüllung gehen! Barmherzigkeit und Vergebung unseren Märtyrern!«)
  • »9 Lastwagen mit Binnenvertriebenen verließen den nördlichen Gazastreifen. Jeder Lastwagen hatte 150 Personen. Wie viele Personen befanden sich insgesamt in den 9 Lastwagen? 9 × 150 = 1350 Personen.«“ (Kommentar der Lehrkraft: »Ausgezeichnet! Möge Allah dich beschützen! Allahs Barmherzigkeit sei mit unseren Märtyrern!«)

Wie einst in NS-Deutschland

Die antisemitische Indoktrination, die selbst vor dem Mathematikunterricht für Grundschüler nicht Halt macht, erinnert an Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus. Damals wurde in deutschen Schulen jedes Fach in den Dienst von nationalistischer Großmachtideologie, Führerkult, Rassenwahn und Eugenik gestellt. Der Münsteraner Mathematikdidaktiker Herbert Kütting (1932–2025) veröffentlichte 2012 den Aufsatz »Ideologie des Nationalsozialismus im Bildungssystem am Beispiel der Mathematik«, in dem er anhand von Lehrplänen und Schulbuchaufgaben untersucht, wie NS-Ideologie in den Mathematikunterricht Eingang fand.

So sollten Schüler etwa die Fläche und die Bevölkerungszahlen der nach dem Vertrag von Versailles abgetretenen Gebiete und verlorenen deutschen Kolonien berechnen und mit der Fläche und der Bevölkerungszahl des Deutschen Reiches nach 1919 vergleichen. Oder sie sollten das Alter Hindenburgs und Hitlers auf den Tag genau ausrechnen. In einer Aufgabe zur jüdischen Bevölkerung Deutschlands sollte der Anteil der Juden an bestimmten Wirtschaftszweigen berechnet und mit dem der Gesamtbevölkerung verglichen werden, gefolgt von der Aufgabe: »In Berlin betrug der Anteil der Juden unter den Ärzten 48%, Wohlfahrtsärzten 68%, Rechtsanwälten 58%, Theaterleitern 80%. Was lehren diese Zahlen?«

In einer anderen Aufgabe wurden die jährlichen staatlichen Ausgaben für »Erbkranke, Gebrechliche usw.« aufgezählt; die Schüler sollten berechnen, »wie viele Familien (…) davon leben« könnten. Kütting schreibt: »Ich frage mich heute, was wir als 12–13-jährige Schüler mit diesen Aufgaben verbinden sollten. Man kann jedoch davon ausgehen, dass dahinter die Erwartung stand, Lehrer und Eltern der Schüler würden bei der Erläuterung des Aufgabenhintergrunds bei uns Schülern eine Basis schaffen für eine Zustimmung zu den Ideen des Nationalsozialismus.«

»Öffne deine Tür, wir sind der Tod«

Das dürfte auch der Antrieb für die Palästinensische Autonomiebehörde sein. Wie PMW weiter berichtet, gab es nach dem 7. Oktober zahlreiche von der PA initiierte Schulveranstaltungen, deren Zweck es war, die Massaker zu verherrlichen. PMW hat ein mit englischen Untertiteln versehenes Video mit Ausschnitten daraus beigefügt. Eine Schülerin der Kharas-Grundschule für Mädchen sagt in einer am 12. Oktober 2023 gehaltenen Rede vor Mitschülern über den 7. Oktober:

»Dieser Tag ging in die Geschichte ein. Wir erwachten vom Lachen. Mancher von uns dachte, er träume, doch es ist ein wunderschöner Traum, aus dem er nie erwachen möchte. … Am Samstag [7. Oktober] kehrten die Widerstandskämpfer in ihr Land zurück. … Es war unmöglich, die Gefühle in unseren Herzen auszudrücken, und wir hätten uns nie vorstellen können, dass wir einen solchen Stolz auf unser Volk in unseren Gesichtern sehen würden. Das Gefühl der Ehre, das wir empfanden, ist unbeschreiblich.«

Ein Mädchen liest ein Gedicht vom Blatt ab:

»Öffne deine Tür, wir sind der Tod. … Wir werden Blut mit Blut vergelten und den Staub der Unterdrückungsgeschichte mit schwarzem Schießpulver abwaschen. Nur Blut sehen wir als Verbündeten, und wir werden das Feuer in unseren Herzen mit den Körperteilen und Schreien der Soldaten löschen. Öffne deine Tür, wir sind der Tod, oder schließe sie – wir werden dich erreichen, das Ziel ist identifiziert.«

Der Schüler Riyan Yusef Malkiya von der Sinjil-Schule für Jungen erklärte am 11. Oktober 2023 in einem auf Facebook veröffentlichten Video:

 »Am Samstagmorgen begann die Flut des palästinensischen Widerstands gegen unsere besetzten Gebiete [d. h. der Hamas-Angriff vom 7. Oktober], und unserem Widerstand gelang es, einen über 75 Jahre alten Traum durch die gewaltsame Rückkehr in unsere besetzten Gebiete zu verwirklichen. Der 7. Oktober wird ein Datum sein, das Historiker in den kommenden Jahren festhalten werden, und es ist ein historischer Tag, der uns Freude brachte und unsere Hoffnung auf Befreiung und Unabhängigkeit wiederherstellte.«

Ein anderer Schüler, diesmal von der Deir-al-Sharaf-Schule für Jungen, sagte am 12. Oktober 2023 in einer Rede auf Facebook:

»Die Revolution naht. In Jerusalem werden wir die Fahne hissen, und sie wird zu ihrem Volk zurückkehren. Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden und der Islamische Dschihad, Helden, die uns erheben. Gaza ist frei und ohne Sorgen, wir haben es in einem Blutstrom befreit. Gaza werde ich am Tag des Sieges besingen, und ich werde ihm huldigen. Oh, ihr Kugeln der Revolutionäre, jubelt über dem Land der Märtyrer und grüßt es [Gaza] mit Frieden. Die ganze Welt soll es hören: Gaza ist frei und wird nicht knien.«

Die Reden wurden dem Anschein nach auf dem Pausenhof oder in der Aula gehalten, teilweise vor großen Propagandaplakaten mit dem Symbol des Schlüssels, dem Zeichen der »Rückkehr« in das »1948er-Land«, wie das Staatsgebiet Israels in den Grenzen vor 1967 unter Palästinensern häufig genannt wird. Es gibt keinerlei Scham. Die Schulen der Palästinensischen Autonomiebehörde bekennen sich zu den Massakern des 7. Oktober, und die Verherrlichung des Tötens von Israelis ist das, was auf dem Lehrplan steht.

Wer sagt es ihnen?

Die Beispiele zeigen, was von den Schülern erwartet wird. Grundschulkinder, auch in Schulen der vom Westen finanzierten UNRWA, lernen, dass ihr Leben den Sinn hat, Juden zu töten, und es eine Ehre sei, als »Märtyrer« zu sterben. Sie werden ähnlich indoktriniert wie die Schüler im Dritten Reich. Der Unterschied ist, dass die Gehirnwäsche in Deutschland mit der Kapitulation am 8. Mai 1945 endete. Nur äußerst wenige traten danach noch als offene Nazis auf. Viele schämten sich ihrer Vergangenheit – und wenn sie sich nicht wegen ihrer Taten schämten, so doch immerhin deshalb, weil sie den Krieg verloren hatten.

In den palästinensischen Gebieten und den Flüchtlingslagern hingegen bestärken nicht zuletzt westliche Geldgeber die Menschen in der Illusion, dass Israel eines Tages verschwinden werde und acht Millionen »Flüchtlinge« in die Dörfer ihrer Vorfahren »zurückkehren« werden. Übertragen auf Deutschland ist das so, als hätten die Nazis nach 1945 weiter regiert und über die Medien und Schulen weiter NS-Propaganda machen können – und den Deutschen einreden, dass der Endsieg schon noch kommen werde, irgendwann. Frieden zwischen Mittelmeer und Jordan wird es erst geben, wenn die Palästinenser begreifen, dass sie den Krieg verloren haben. Wer sagt es ihnen?

Die »Nakba«-Erzählung ist Unsinn 

Von Alex Safian. Es ist ein Beweis für die Macht der Propaganda, dass so viele im Westen den »Nakba«-Mythos glauben, Israel habe das palästinensische Flüchtlingsproblem verursacht. 

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