Es gebe keinen anderen Weg voran als den des Dschihad, erklärte der neue Oberste Führer der Islamischen Republik Iran und lobte die Standhaftigkeit der Hisbollah.
Der oberste Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, bekräftigte am Sonntag, dass jedes Abkommen mit den Vereinigten Staaten ein unbedingtes Ende der Kämpfe im Libanon beinhalten müsse. Khamenei fügte hinzu, dass die Verteidigung der Terrororganisation Hisbollah das Mandat der Islamischen Republik sei und auch weiterhin bleiben werde.
In einer an Hisbollah-Generalsekretär Naim Qassem gerichteten Botschaft, die in den sozialen Medien veröffentlicht wurde, lobte Khamenei die iranische Stellvertreterorganisation für das, was er als ihre »Standhaftigkeit« gegenüber Israel bezeichnete. »Die Islamische Republik Iran betrachtet die Verteidigung dieser unterdrückten, aber mächtigen Mudschaheddin [Dschihad-Kämpfer] als ihren strategischen Auftrag«, schrieb Khamenei auf X und erklärte, diese Politik folge dem von seinem Vater, dem im Februar getöteten Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei, vorgezeichneten Weg.
Er erklärte zudem, Teheran habe die Wahrung der »territorialen Integrität« des Libanon und die »absolute und bedingungslose Beendigung« dessen, was er als »Aggression des zionistischen Regimes« bezeichnete, zur Hauptbedingung für jegliches Abkommen mit den Vereinigten Staaten gemacht. »Es gibt keinen anderen Weg nach vorn als den Dschihad und den Widerstand«, schrieb Khamenei und warf Washington und Jerusalem »Tyrannei und Unterdrückung« vor.
Lob für Terroristen
Der Oberste Führer pries zudem den im September 2024 getöteten Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah. Darüber hinaus würdigte er auch andere hochrangige Terroristen, die seit der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten durch die Terrorgruppe am 2. März 2026 getötet worden waren. Khamenei erklärte, der fortgesetzte »Widerstand« werde letztendlich den »göttlichen Sieg« bringen.
Die Hisbollah nahm ihre Raketen- und Drohnenangriffe gegen Israel wieder auf, nachdem Ali Khamenei am 28. Februar, dem ersten Tag der »Operation Roaring Lion«, in Teheran gezielt getötet worden war. Als Reaktion darauf startete Jerusalem eine groß angelegte Luftkampagne gegen Hisbollah-Ziele und weitete die Militäroperationen im Libanon aus, um grenzüberschreitende Angriffe auf israelische Gemeinden zu verhindern.
Nach der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten erklärte der libanesische Präsident Joseph Aoun, »das Unmögliche« tun zu wollen, um die Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah zu beenden. Aoun leitete Schritte ein, um die iranische Stellvertreterorganisation zu verbieten. Anschließend führten israelische und libanesische Vertreter unter Vermittlung der USA mehrere Runden von Direktgesprächen. Diese führten am 26. Juni zu einem Rahmenabkommen, das den Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon an den Abzug der Hisbollah aus dem Gebiet knüpft.
