Syrien: Ahmed al-Sharaa ernennt Mazloum Abdi zum Präsidentenberater

Treffen zwischen dem syrischen Präsidenten al-Sharaa und dem kurdischen SDF-Kommandeur Abdi in Damaskus
Treffen zwischen dem syrischen Präsidenten al-Sharaa und dem kurdischen SDF-Kommandeur Abdi in Damaskus (© Imago Images / Anadolu Agency)

Zuvor erklärte der Kommandeur der Syrischen Demokratischen Kräfte, die kurdisch geführten Einheiten würden aufgelöst, da ihre Mission erfüllt sei.

Der syrische Interimspräsident Ahmed al-Sharaa hat den Kommandeur der kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), Mazloum Abdi, offiziell zum Berater des Präsidenten ernannt. Dies geht aus einem Dekret hervor, das Ende der Woche von den staatlichen Medien veröffentlicht wurde. Die Ernennung erfolgte wenige Tage, nachdem Abdi die Auflösung der SDF angekündigt und erklärt hatte, ihre Mission sei erfüllt.

Sharaa habe ein Dekret erlassen, mit dem Abdi zum Berater des Präsidenten der Republik ernannt wurde, meldete die Syrian Arab News Agency (SANA) und veröffentlichte eine Kopie des Dokuments, das zwei Bestimmungen enthält: eine, die die Ernennung formell festlegte, und eine weitere, in der es heißt, dass »dieses Dekret veröffentlicht und allen mitgeteilt werden soll, die es umsetzen müssen«.

Al-Sharaas Dekret fiel zeitlich mit der Ankündigung des syrischen Bildungsministeriums zusammen, einen neuen Plan für den Unterricht in kurdischer Sprache in Gebieten mit kurdischer Mehrheit vorzulegen. Dem Plan gemäß soll die Sprache dreimal pro Woche als Pflichtfach unterrichtet werden, während der Unterricht ausschließlich in kurdischer Sprache in Rojava eingestellt wird.

US-Lob

Abdi hatte am Dienstag nach einem Treffen mit al-Sharaa im Präsidentenpalast in Damaskus die Auflösung der SDF angekündigt. Dieser Schritt stand im Zusammenhang mit dem Abkommen vom 29. Januar zwischen Damaskus und den kurdisch geführten Kräften, indem die Integration der zivilen und militärischen Institutionen Nordostsyriens (Rojava) in den Staat vereinbart wurde.

Nach dem Treffen lobte der US-Sonderbeauftragte für Syrien und den Irak, Tom Barrack, die Ankündigung Abdis als »absolut historisch« und erklärte, sie werde den Weg ebnen, um »die Spaltung der Vergangenheit in eine dauerhafte Partnerschaft zu verwandeln und dem syrischen Volk die Möglichkeit zurückzugeben, seine gemeinsame Zukunft zu gestalten«. Neben Mazloum Abdi würde mit Elham Ahmad noch ein weiterer Vertreter Rojavas eine maßgebliche Rolle innerhalb der syrischen Regierung übernehmen. Dies werde laut Barrack in einer Weise geschehen, die der Führungsrolle der beiden, »den Opfern unserer kurdischen Partner und ihrem konstruktiven Beitrag zur regionalen Stabilität gebührenden Respekt zollt«.

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