Das amerikanische Außenministerium bestritt am Dienstag, vom Iran eine Vorwarnung über den mit ballistischen Raketen durchgeführten Angriff auf Israel erhalten zu haben.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete nach dem Angriff, ein »hochrangiger iranischer Funktionär« habe erklärt, der Iran hätte Washington »kurz vor den Angriffen« über »diplomatische Kanäle« gewarnt.
Der Sprecher des Außenministeriums, Matthew Miller, bestritt auf einer Pressekonferenz den Wahrheitsgehalt dieses Berichts: »Das ist absolut falsch. Wir hatten keinerlei Warnung von der iranischen Regierung, dass sie einen solchen Angriff starten würde.« Dies sei nicht das erste Mal, »dass der Iran Dinge über angebliche Interaktionen mit der US-Regierung behauptet, Botschaften, die er an die US-Regierung gesendet haben will, und die nicht wahr sind. Das hat er in den letzten Monaten schon mehrfach getan.«
Der iranische Außenminister erklärte bereits nach dem Angriff im April, Teheran habe die Vereinigten Staaten 72 Stunden vor der Attacke mit ballistischen Raketen und Drohnen auf Israel vorgewarnt, was das Weiße Haus bestritt.
US-Warnung an Iran
Ministeriumssprecher Miller gab am Dienstag bekannt, die Warnung Washingtons, ein Angriff mit iranischen ballistischen Raketen auf Israel stünde »unmittelbar bevor«, habe auf anderen Informationen und nicht auf direkten oder indirekten Gesprächen mit dem Iran beruht. Er fügte hinzu, dass die USA in der Lage seien, trotz Absenz einer iranischen Vertretung in Washington Botschaften an Teheran zu senden.
Zuvor hatte er die Islamische Republik vor diesem Angriff gewarnt: »Ohne über eine Nachricht im Speziellen zu reden: Wir haben die Position der Vereinigten Staaten klargestellt, dass der Iran diesen Angriff nicht starten sollte, weil er ein Fehler für den Iran« wäre, sagte Miller und fügte hinzu, dass Washington zum Zeitpunkt der Pressekonferenz keine diplomatische Note des Irans bezüglich der Angriffe auf Israel erhalten habe.
