Nachdem Israel Somaliland als eigenen Staat anerkannt hat, erhöht Ägypten seine militärische Präsenz am Horn von Afrika, das es als seine Einflusszone betrachtet.
Die Anerkennung von Somaliland als souveräner Staat durch Israel stellt zwar einen diplomatischen Tabubruch dar, folgt aber einer sicherheitspolitischen Logik.
In jüngster Zeit häufen sich Presseberichte über die Expansion der jemenitischen Huthi-Miliz auf den afrikanischen Kontinent, insbesondere in der strategisch wichtigen Region am Horn von Afrika.
Die separatistische Region am Horn von Afrika wäre ein idealer Standort, um von dort aus den Terror der Huthi-Milizen im nahe gelegenen Jemen zu bekämpfen.
Ägyptens Schritte markieren eine neue Politik am Horn von Afrika. Das Ziel Kairos ist die Isolierung Äthiopiens zum Zweck ägyptischer Interessenssicherung.
Die Spannungen zwischen Somalia und Äthiopien haben die Lage am Horn von Afrika verkompliziert. Die Türkei bemüht sich um eine Schlichtung des Konflikts.
Äthiopien hat mit der Unterzeichnung eines Abkommens mit einer abtrünnigen somalischen Region erste Schritte in Richtung eines Zugangs zum Meer unternommen.
Die Truppen der Übergangsmission der Afrikanischen Union arbeiten an einem Abzug aus Somalia, der das Land in ein erhebliches Sicherheitsvakuum stürzen könnte.
Nur wenige Tage nach Bekanntwerden, dass Israels mit vier Staaten über den Beitritt zum Abraham-Abkommen verhandelt, wurde der Erfolgsmeldung von anderen Spielern im Nahen Osten ein massiver Rückschlag versetzt.
Die vermehrten tödlichen Anschläge der afrikanischen Al-Qaida-Ableger erinnern daran, dass die Bedrohung durch die islamistische Terroroganisation auch weiterhin besteht.