Schlagwort: Menschenrechte

Menschenrechtslage in Syrien ist schlechter als je zuvor

„Deutsche Welle: Seit acht Jahren herrscht in Syrien Krieg. Wie hat sich unter diesen Umständen die Menschenrechtslage innerhalb des vergangenen Jahres entwickelt? Sara Kayyali: Im vergangenen Jahr hat sich die Menschenrechtssituation in Syrien in vielerlei Hinsicht verschlechtert – und das, obwohl die aktiven Feindseligkeiten 2018 Jahr insgesamt weniger geworden sind.…

Ägypten: Gefängnis für Interview mit einem Schwulen

„Im August 2018 lud der ägyptische Fernsehmoderator Mohammed al-Gheiti einen schwulen Mann in seine Talkshow und diskutierte über dessen Homosexualität. Am vergangenen Sonntag befand nun ein Gericht in Gizeh, dass Gheiti zur Unsittlichkeit ermutigt habe und die Religion verachte. Die Justiz verurteilte den landesweit bekannten Moderator, der laut Medienberichten sich…

Palästinenser: „Verkauft nicht an Juden“ als Prinzip

Wer im Westjordanland und in Ostjerusalem als Palästinenser ein Stück Land oder eine Immobilie an Juden verkauft, muss mit dem Schlimmsten rechnen: Es droht nicht nur die Verurteilung zu einer langen Haftstrafe oder sogar zum Tode, sondern auch der völlige gesellschaftliche Ausschluss. Denn solche Geschäfte werden als Kapitalverbrechen betrachtet. Das…

Protest gegen Vormundschaft: Saudische Frauen drohen mit Flucht

„Eine wachsende Zahl saudi-arabischer Frauen droht mit der Flucht aus dem Land, sollte die Regierung keine Maßnahmen ergreifen, um das das männliche Vormundschaftssystem zu beenden, das Frauen daran hindert, selbst grundlegende Aktivitäten, wie Reisen oder Arztbesuche, ohne Erlaubnis des Mannes zu setzen. In sozialen Medien verwenden die Frauen einen Hashtag…

Amnesty International: Spenden sammeln mit Israel-Diffamierung

Auch edle Ziele benötigen Geld zu ihrer Umsetzung. Deshalb wirbt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International mit einem Videoclip um Spenden. Inhaltliches Zugpferd der aktuellen Kampagne ist ein zweifelsohne wichtiges Anliegen: der Kampf gegen Vergewaltigung von Frauen als Kriegswaffe. Weniger hehr als das Anliegen ist das Mittel, dessen sich die Menschenrechtler bedienen:…

Saudi-Arabien setzt Kindersoldaten aus dem Sudan im Jemenkrieg ein

„Der Bürgerkrieg in Darfur raubte Hager Shomo Ahmed nahezu alle Hoffnung. Diebe hatten das Vieh seiner Familie gestohlen und ein Dutzend Jahre Blutvergießen hatten seine Eltern mittellos zurückgelassen. Gegen Ende 2016 bot Saudi-Arabien dann eine Rettungsleine: Das Königreich würde bis zu 10.000 Dollar zahlen, wenn Hager sich seinen Truppen anschließen…

Das Drehbuch zur Diffamierung Israels

„Stellen Sie sich Menschen vor, die eine tiefsitzende Abneigung gegen die Toyota Motor Corporation hegen, aber gar nicht die Produkte des Automobilherstellers kritisieren, wenn sie Toyota anprangern. Sie machen nie klar, welches Automodell der Firma sie für mangelhaft oder unzuverlässig halten oder was sie sonst konkret auszusetzen haben. Sie kritisieren…

Libanon: Dreijähriger starb, weil er Palästinenser war

[caption id="attachment_35877" align="alignleft" width="300"] Die libanesische Hauptstadt Beirut. Quelle: marviikad/Wikimedia Commons.[/caption] „Mohammed Majdi Wahbeh, ein dreijähriger palästinensischer Junge aus dem Flüchtlingslager Nahr al-Bared im Nordlibanon, ist das jüngste Opfer der Apartheid und diskriminierender Gesetze gegen Palästinenser in einem arabischen Land. Wahbeh wurde diese Woche für tot erklärt, nachdem die libanesischen…

UNO: Die Top 10 der schlimmsten Entscheidungen 2018

„9. Die UNO macht Erdogans Türkei zum Betreuer von Menschenrechtsaktivisten Im Januar 2018 wählte die UNO das Erdogan-Regime der Türkei, das Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und Dissidenten verhaftet, inhaftiert und verfolgt, zum stellvertretenden Vorsitzenden des UN-Ausschusses für Nichtregierungsorganisationen (NGOs), der Menschenrechtsgruppen bei den Vereinten Nationen akkreditiert und deren Aktivitäten betreut. (…) 7.…

Tunesien: Trotz Anti-Gewalt-Gesetz immer noch große Hürden für Frauen

„Fast ein Jahr nach dem Inkrafttreten eines Gesetzes zum Schutz von Frauen vor Gewalt trafen sich tunesische Regierungsbeamte und Aktivisten um zu bewerten, wie gut die Umsetzung bisher gelungen ist – und der Bericht fiel nicht besonders gut aus. Als das Gesetz 58 im Juli 2017 verabschiedet wurde, bezeichnete  Human…

Was Sudans Präsident Bashir und Syriens Präsident Assad verbindet

Von Thomas von der Osten-Sacken Hoher Besuch war im Präsidentenpalast in Damaskus in den letzten Jahren eher eine Seltenheit, sieht man von Vertretern Russlands und des Iran ab, die aber als Alliierte Assads im Krieg gegen einen Großteil seiner eigenen Bevölkerung, eine besondere Rolle spielten. Ansonsten warete eher die zweite…

Am Scheideweg: Wie Jesiden mit sich selbst um ihre Zukunft ringen

Von Holger Geisler [caption id="attachment_35660" align="alignleft" width="350"] Jesidische Flüchtlinge (© Thomas von der Osten-Sacken)[/caption] Die Barbaren des IS, selbsternannte Gotteskrieger, überfielen im August 2014 das Hauptsiedlungsgebiet der Jesiden, töteten rund 10.000 Männer und ältere Frauen und entführten fast 8.000 Frauen und Kinder mit dem erklärten Ziel, die Jesiden zu vernichten.…

Was unterscheidet islamische Menschenrechte von allen anderen?

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges veränderte sich das Denken der Menschen bezüglich der Festsetzung von internationalen Regularien und Hilfen zur Friedenssicherung. Die Gräueltaten des Ersten und Zweiten Weltkrieges sollten sich nicht noch einmal wiederholen, und so bildete sich der „Ausschuss für Menschenrechte“ (1946), der mit der Verfassung eines Grundsatzkataloges…

Frankreich: Menschenrechtspreis an Organisation mit Terrorverbindung

„Frankreich vergibt einen Menschenrechtspreis an Al-Haq – eine führende Organisation des Rechtskampfs (Lawfare) gegen Israel, die auch Teil der Boykottbewegung BDS ist und Verbindung zur Terrorgruppe Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) hat – und an die israelische NGO B’Tselem, die sich für palästinensische Menschenrechte einsetzt. Die beiden Organisationen teilen sich…

Iran: Fast 13 Jahre Haft für regierungskritische Journalistin

„Der Chefankläger des Revolutionsgerichtes in Teheran, Abbas Dschafari Dolatabadi, erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagenur Irna den Richterspruch damit, dass es sich bei Hengameh Schahidis Twitternachrichten um ‚verbrecherische Tweets‘ handele. Sie habe damit die Justiz bewusst ‚täglich unverhohlen beleidigt‘. Dafür muss die 43-Jährige jetzt für zwölf Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Ihr…