Passagierin findet antiisraelische Botschaft in ihrem Gepäck

Passagiermaschine der Alaska Airlines
Passagiermaschine der Alaska Airlines (© Imago Images / NurPhoto)

Eine Passagierin, die von Seattle nach Tel Aviv geflogen war, fand in ihrem aufgegebenen Gepäck einen handgeschriebenen Zettel mit der Aufschrift »Fuck Israel«.

Die 48-jährige Noa Sabar Dvoskin aus Los Angeles flog am vergangenen Wochenende mit ihren drei Kindern mit Alaska Airlines von Seattle nach Los Angeles, wo sie in einen El-Al-Flug nach Tel Aviv umstieg. Am Montag entdeckte sie dann beim Auspacken eine Notiz mit der Aufschrift »Fuck Israel« in ihrem Koffer.

»Ich hatte große Angst und fühlte mich sehr unwohl«, erzählte Dvoskin am Donnerstag gegenüber JNS. Nach dem Fund durchsuchte sie ihr Gepäck, um sicherzustellen, dass nichts beschädigt worden war, und machte dann ein Foto von der mit Schimpfwörtern in Großbuchstaben gespickten Notiz. »Ich empfand Abscheu. Es fühlte sich wie etwas Ekelhaftes an.«

Dvoskin war vor zwei Jahren nach Israel gezogen und machte nun mit ihrer Familie in Seattle Urlaub. Sie habe nicht gewollt, dass ihre Kinder im Alter von neun bis sechzehn Jahren den Zettel sehen, erzählte sie und fügte hinzu: »Ich hätte nie gedacht, dass so etwas bei einer Fluggesellschaft passieren könnte.« Dvoksin gab an, den Vorfall der Fluggesellschaft, dem Los Angeles International Airport, der US-Transportsicherheitsbehörde, dem US-Heimatschutzministerium und der US-Botschaft in Israel gemeldet zu haben.

Vorfall wird untersucht

Am Freitag teilte Alaska Airlines mit, dass der Vorfall derzeit untersucht werde. »Alle Passagiere verdienen es, mit Würde und Respekt behandelt zu werden, und wir nehmen Vorwürfe bezüglich der Sicherheit und der Abfertigung von aufgegebenem Gepäck ernst. Darüber hinaus verurteilt Alaska jede Form von Diskriminierung, Belästigung und Hass«, erklärte die Fluglinie in einer Stellungnahme. »Wir prüfen den Sachverhalt und bemühen uns, die relevanten Fakten zu ermitteln. Da die Reise mehrere Flüge mit verschiedenen Fluggesellschaften umfasste und das Gepäckstück während der Reise mehrere Verwahrungsstellen durchlief, arbeiten wir mit den zuständigen Stellen zusammen, um herauszufinden, wann und wo möglicherweise Zugriff darauf erlangt wurde.«

»Was, wenn dieselbe Person beim nächsten Mal, sobald sich die Gelegenheit bietet, einen Sprengstoff in einen Koffer steckt?«, fragte die in den USA ansässige Nichtregierungsorganisation StopAntisemitism in einer  Reaktion.

Der Vorfall ereignete sich sechs Monate, nachdem ein El-Al-Flug von Los Angeles nach Tel Aviv verspätet gestartet war, weil das Bodenpersonal »Free Palestine«-Aufkleber auf Flughafenausrüstung entdeckt hatte. Dies führte dazu, dass der Flug ohne das Gepäck der Passagiere durchgeführt werden musste, da Sicherheitsbedenken bestanden, dass das Gepäck möglicherweise manipuliert worden war. Die Strafverfolgungsbehörden überprüften das Material der Überwachungskameras und identifizierten einen Mitarbeiter eines Drittunternehmens, der daraufhin entlassen wurde.

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