Netanjahu: Der Iran verfügt über chemische Kampfstoffe

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Das US-Außenministerium hatte zuvor ebenfalls erklärt, Teheran halte sich nicht an das Chemiewaffenübereinkommen.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Dienstag, der Iran verfüge »definitiv« über chemische Waffen und würde »sich nicht im Geringsten darum scheren, Hunderttausende Amerikaner zu ermorden, wenn er könnte«. In einem Interview mit Newsmax erklärte Netanjahu, die Islamische Republik habe gezeigt, dass sie bereit sei, ihre eigenen Bürger zu ermorden, und warnte, Teheran besäße »keinerlei Skrupel«, Massenvernichtungswaffen einzusetzen.

Das US-Außenministerium hatte zuvor erklärt, Teheran verstoße gegen das Chemiewaffenübereinkommen. Dabei führte es unter anderem die Entwicklung pharmazeutischer Kampfstoffe für offensive Zwecke sowie die mangelnde vollständige Offenlegung früherer Aktivitäten im Zusammenhang mit Chemiewaffen an.

Keine drei Meter weit

Netanjahu sagte, die israelischen Streitkräfte und das US-Militär hätten Ende Februar die »Operation Roaring Lion/Epic Fury« gestartet. Diese habe das Ziel verfolgt, »die nukleare Bedrohung zu beseitigen oder abzuwehren und zudem einen Großteil ihrer Kapazitäten zur Herstellung ballistischer Raketen zu zerstören. Wenn man es diesem Regime ermöglicht, ballistische Raketen zu besitzen, die letztendlich die Vereinigten Staaten erreichen könnten, und es diese mit Atomwaffen bestücken könnte, dann wäre jeder einzelne Amerikaner in Gefahr. Deshalb hat Präsident Trump beschlossen, dies zu tun. Er tut, was er für gut für die USA hält, und in diesem Fall würde ich sagen, dass es für die Sicherheit der Vereinigten Staaten unerlässlich war.«

Der Iran sei kurz davor gestanden, Atomwaffen herzustellen, erklärte Netanjahu und fügte hinzu: »Wir haben diese unmittelbare Bedrohung abgewendet. Wir haben sie zurückgedrängt, aber es ist noch nicht vorbei. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen – das sage ich als Erster.«

Auf die Frage nach der Absichtserklärung vom 17. Juni, die Washington mit dem islamischen Regime unterzeichnet hatte, urteilte Netanjahu: »Man kann ihnen nicht vertrauen. Ich weiß nicht, ob es zu einem Abkommen kommen wird. Ob es nun zu einer Einigung kommt oder nicht – ich habe versprochen, ebenso wie Präsident Trump, dass der Iran unter keinen Umständen über Atomwaffen verfügen wird. Ich denke, es ist noch zu früh, um das zu sagen, aber ich persönlich würde dem Iran nicht einmal so weit vertrauen, wie dieser Raum lang ist, also etwa drei Meter. Also, nein, sie sind absolut nicht vertrauenswürdig.«

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