Ex-Geisel erzählt von sexueller Gewalt durch Hamas

Die ehemalige Geisel Guy Gilboa-Dalal war im Gazastreifen sexueller Gewalt seitens der Hamas ausgesetzt

Trotz der vielen Erzählungen zurückgekehrter Geiseln leugnet die UNO-Sonderberichterstatterin für sexuelle Gewalt in Konflikten weiterhin den Missbrauch seitens der Hamas.

In einem vergangenen Wochenende auf dem israelischen TV-Sender Channel 12 News ausgestrahlten Interview erzählte Guy Gilboa-Dalal von die antisemitischen Beschimpfungen und dem schweren sexuellen Missbrauch, denen er durch die Terrororganisation während seiner Gefangenschaft ausgesetzt war. »Die Terroristen, die mich bewachten, waren psychisch labil. Sie konnten eine Zeitlang ganz normal sein und dann plötzlich extrem grausam werden. Einer von ihnen fragte mich: ›Willst du einen Pornofilm drehen?‹«

Daraufhin habe der Hamas-Terrorist »begonnen, mich zu berühren, meinen Rücken, meinen Nacken und meine Kehle zu küssen. Er sagte mir, dass er mich liebe. Das war äußerst unangenehm. Irgendwann blieb seine Hand auf meiner Brust liegen. Mein Herz pochte. Er fragte: ›Hast du Angst?‹ Er nahm mich beiseite und drohte mir, mich zu töten, wenn ich jemals jemandem davon erzählen würde. Bei einem anderen Vorfall nahm er mich mit und zog seine Hose herunter. Ich sagte ihm: ›Das ist im Islam verboten.‹ Dann rieb er mehrere Minuten lang seine Genitalien an meinem Rektum.«

Gilboa-Dalal berichtete auch von seiner Entführung vom Nova-Musikfestival während des Massakers der Hamas am 7. Oktober 2023: »Kugeln pfiffen an mir vorbei und schlugen in den Boden ein. Ich weiß nicht, wie es kam, dass mich nichts traf. Ich rannte mit Evyatar [David] in die Büsche. Ich konnte nur denken: Scheiße, jetzt sterbe ich. Plötzlich richtete ein Terrorist ein Gewehr auf meinen Kopf. Einer von ihnen zerrte mich zu einem Auto und zwang mich, zu knien. Ich war sicher, dass sie mich hinrichten würden. Ich sagte mir: Wenigstens werde ich schnell sterben. Dann warfen sie Elkana Bohbot und Bar Kupershtein hinein, und dann sah ich Evyatar.«

Im Zuge ihrer Verschleppung paradierten die Hamas-Terroristen die vier Geiseln dann durch Gaza-Stadt und riefen »Jüdische Schweine! Es war uns verboten, miteinander zu sprechen oder uns auch nur anzusehen. Der Anfang war schrecklich. Ich habe den ganzen Tag geweint.«

Wichtige Lektion

Israels UNO-Vertreter Danny Danon kritisierte die Vereinten Nationen am Sonntag scharf dafür, die Sexualverbrechen der Hamas zu leugnen, obwohl befreite Geiseln wie Guy Gilboa-Dalal die Misshandlungen öffentlich gemacht hatten.

»Die mutige und schmerzhafte Aussage von Guy Galboa-Dalal enthüllt die schockierende sexuelle Gewalt, die er während seiner Gefangenschaft durch die Hamas erlebt hat«, twitterte Danon. »Aber bei den Vereinten Nationen gibt es immer noch wahnhafte Menschen wie Reem Alsalem, die Sonderberichterstatterin für sexuelle Gewalt in Konflikten, die es wagen, die sexuellen Übergriffe der Hamas-Terroristen vom 7. Oktober [2023] weiterhin zu leugnen. Eine solche Leugnung ist eine Verachtung der Opfer und eine schwerwiegende Verletzung ihrer Rechte. Eine Schande!«

Israels Präsident Isaac Herzog bekundete nach dem Interview seine Unterstützung für die ehemalige Geisel: »Seine Bereitschaft, vor der Kamera zu sprechen, seine Wunden zu zeigen und die unfassbare Grausamkeit, der er ausgesetzt war, zu beschreiben, war ein Akt außergewöhnlicher Tapferkeit. Die Welt muss seine schockierende Aussage hören, anerkennen, dass Hamas-Terroristen schreckliche sexuelle Gewalt begangen haben, und verstehen, dass die systematische und anhaltende sexuelle Gewalt, die am 7. Oktober begonnen hatte, danach weiterging.«

Gilboa-Dalal lehre die Öffentlichkeit eine wichtige Lektion: »Du bringst Licht in die schreckliche Dunkelheit der Tunnel, damit die Welt verstehen kann, was dort wirklich passiert ist. Du bist ein junger Mann, der eine schreckliche Last trägt, die niemand tragen sollte.«

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