Peter Huemer spricht mit Vladimir Vertlib über die grausame, aber auch skurrile Geschichte der Habsburgerin Margarita Theresa und ihren fanatischen Judenhass.
Thema dieses Mena-Talks ist der christliche Judenhass, ausgehend von der großen Judenvertreibung aus Wien 1669/70 durch Kaiser Leopold I., wegen der die dankbaren Wiener Judenfeinde den ehemals jüdischen Bezirk Leopoldstadt genannt haben – wie er noch heute heißt. Davon handelt ein spannender historischer Roman von Vladimir Vertlib: Der Jude der Kaiserin.
Die titelgebende Kaiserin heißt Margarita Theresa und ist spanische Habsburgerin. Im Jahr 1666 heiratet sie mit fünfzehn ihren Onkel, den römisch-deutschen Kaiser Leopold in Wien. Bereits im Jahr 1673 stirbt sie mit 21 nach sieben Schwangerschaften, Fehlgeburten und Totgeburten – nur ein Mädchen überlebt. Ihr Trost in diesem kümmerlichen kurzen Leben ist ihr fanatischer Judenhass. Drei wunderbare Porträts von Velázquez im Kunsthistorischen Museum zeigen Margarita Teresa als kleines Mädchen.
