Chilenische Synagoge mit antiisraelischen Graffiti beschmiert

Antisemitischer Anschlag auf die Bikur-Cholim-Synagoge in Santiago de Chile am 23. August
Antisemitischer Anschlag auf die Bikur-Cholim-Synagoge in Santiago de Chile am 23. August (Quelle: JNS)

Unter dem antizionistischen Präsidenten Gabriel Boric, der zu den schärfsten Kritikern Israels in Lateinamerika zählt, nehmen Angriffe auf jüdische Einrichtungen in Chile zu.

Dass der Antisemitismus weltweit im Steigen begriffen ist, zeigt auch ein Vorfall in Chiles Hauptstadt Santiago, wo am vergangenen Wochenende die Fassade der hundertjährigen Bikur-Cholim-Synagoge mit mit Graffit und Plakaten vertunstaltet wurde. Auf einem dieser Plakate mit dem Text »Jude, dein Schweigen ist Komplizenschaft mit dem Völkermord Israels« war ein Bild von Premierminister Benjamin Netanjahu mit einem Einschussloch in der Stirn abgebildet.

Solche »Hass-Akte dürfen nicht relativiert, normalisiert oder unter politischen oder ideologischen Slogans gerechtfertigt werden: Sie müssen auf ganzer Linie entschieden verurteilt werden«, schrieb die jüdische Gemeinde Chiles in einem Beitrag auf X. »Vandalismus gegen einen heiligen Ort ist kein Angriff auf eine Gemeinschaft, sondern ein Angriff auf das Zusammenleben und den Frieden des gesamten Landes.«

Antizionistische Regierung

Gegen die Synagoge in der Innenstadt von Santiago de Chile, eine der ältesten jüdischen Kultstätten des Landes, wurden seit dem Angriff der Hamas auf den Süden Israels am 7. Oktober 2023 schon mehrmals Vandalenakte verübt.

Gabriel Boric, Chiles Präsident, ist einer der schärfsten Kritiker Israels in Lateinamerika. So lehnte er im Jahr 2022 das Beglaubigungsschreiben des neuen israelischen Botschafters unter Berufung auf das antisemitische Ressentiment vom »Kindermörder Israel« ab. Im Oktober 2023 rief Chile seinen Botschafter aus Israel ab, um gegen die »inakzeptablen Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht« im Gazastreifen zu protestieren. Darüber hinaus unterstützte die linke Regierung ein Verfahren gegen Israel vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen und verhängte ein Waffenembargo.

Er sei sich absolut »sicher, dass die chilenische Regierung den Antisemitismus im Land bekämpfen wird«, kommentierte sarkastisch der israelische Botschafter in Santiago, Peleg Lewi, in einem Beitrag auf X.

»In einem abscheulichen Akt des Hasses in Chile haben Vandalen eine der ältesten Synagogen Santiagos beschädigt«, schrieb das in New York ansässige American Jewish Committee am Montag auf X. »Wir stehen unseren Partnern @ComJudiaChile zur Seite, da die chilenischen Juden mit einer gefährlichen Normalisierung des Antisemitismus konfrontiert sind.«

Mit geschätzten 500.000 Menschen existiert in Chile mit einer Gesamtbevölkerung von rund zwanzig Millionen Menschen die größte palästinensische Bevölkerung außerhalb der arabischen Welt, während die jüdische Gemeinde nur etwa 16.000 Mitglieder umfasst.

Iran will radikalen Islam nach Lateinamerika exportieren

„Ayatollah Mohsen Araki, der öffentlich zur ‚Vernichtung des Zionismus’ aufgerufen und freundschaftliche Beziehungen zu den Taliban gefördert hat, traf in São Paulo ein, um darüber zu diskutieren, wie Muslime den ‚radikalen Terrorismus’ bekämpfen könnten. Araki gehört zu den hochrangigen Mitgliedern des iranischen Klerikerregimes. Dass er vorgibt, ein Gegner des Extremismus…

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