Iran will Millionen Schüler für wöchentliche »Tod für Amerika«-Kundgebungen mobilisieren

Das iranische Regime will Millionen Schulkinder für »To für Amerika»-Kundgebungen mobilisieren
Das iranische Regime will Millionen Schulkinder für »To für Amerika»-Kundgebungen mobilisieren (© Imago Images Anadolu Agency)

Die Schülerkundgebungen finden im Rahmen der »Woche gegen die globale Arroganz« statt, mit der das iranische Regime der Besetzung der Teheraner US-Botschaft im Jahr 1979 gedenkt.

Das iranische Bildungsministerium teilte am Montag mit, es habe Schulen im ganzen Land angewiesen, Millionen von Schülern für wöchentliche Kundgebungen gegen die Vereinigten Staaten und Israel zu mobilisieren. Diese sollen »jeden Mittwochabend auf den Plätzen und Straßen der Städte« stattfinden, wie die staatliche Nachrichtenagentur der Islamischen Republik (IRNA) am Montag berichtete.

Die Kundgebungen sind Teil des umfassenderen iranischen Programms zur »Woche gegen die Arroganz«. Diese findet am 4. November ihren Höhepunkt, der offiziell als »Nationaler Tag des Kampfes gegen die globale Arroganz« bezeichnet wird. Der Gedenktag steht im Zusammenhang mit der Besetzung der US-Botschaft in Teheran im Jahr 1979 durch Unterstützer der Islamischen Revolution. Ebenfalls gedacht wird dabei des Exils von Ayatollah Ruhollah Khomeini. Der spätere Revolutionsführer der Islamischen Republik wurde am 4. November 1964 in die Türkei in die Verbannung geflogen.

Gegen USA und Israel

Bildungsminister Alireza Kazemi sagte, der Mittwoch sei gewählt worden, weil er »gegen Ende der [islamischen] Woche liegt und den Schülern mehr Möglichkeiten zur Teilnahme bietet«. Er fügte hinzu, dass »die Aufgaben unter den Schülerorganisationen aufgeteilt worden seien, um sicherzustellen, dass das Programm landesweit koordiniert umgesetzt werden kann«. Laut der Nachrichtenagentur Tasnim, die dem Korps der Islamischen Revolutionsgarden nahesteht, besuchen im Schuljahr 2026/27 mehr als 16,5 Millionen Schüler über 124.000 Schulen im gesamten Iran, wobei mehr als neun Millionen von ihnen in Grundschulen eingeschrieben sind.

Zu den Plänen gehören außerdem ein landesweiter Marsch, kulturelle und pädagogische Aktivitäten in den Schulen. Außerdem soll im Vorfeld der Gedenkfeier zur Botschaftsbesetzung in jeder Schule im Land eine »Glocke gegen die Arroganz« geläutet werden. Kazemi erklärte, der 4. November habe für das Bildungssystem eine besondere Bedeutung. Er bezeichnete diesen Tag sowie die »Woche gegen die Arroganz« als pädagogische Gelegenheit, Schüler und künftige Generationen mit dem vertraut zu machen, was er als »globale Arroganz und das israelische Regime« bezeichnete.

Kazemi bezeichnete den 12-Tage-Krieg vom Juni/Juli 2025 als »komplexes feindliches Komplott« und den 40-Tage-Krieg vom Februar/März 2026 als »Ramadan-Krieg«. Der Bildungsminister erklärte, die diesjährigen Umstände und der Widerstand des iranischen Volkes hätten dessen Verantwortung während der Woche gegen die Arroganz erhöht.

Am 4. November 1979 besetzte eine Menge, die von der iranischen Propaganda gerne als Studenten bezeichnet wird, die US-Botschaft in Teheran und forderte von Washington die Auslieferung des gestürzten Monarchen Mohammad Reza Pahlavi, der zur medizinischen Behandlung in die Vereinigten Staaten aufgenommen worden war. Die Besetzung war der Beginn einer 444-tägigen Geiselkrise, bei der 52 Amerikaner festgehalten wurden, bis sie am 20. Januar 1981 freigelassen wurden. Das Ereignis wurde zu einem prägenden Moment im Zusammenbruch der Beziehungen zwischen Washington und der neu gegründeten Islamischen Republik.

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