Im Zuge der Integration der kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte in die Armee des Landes wurde deren Kommandeur im August offiziell zum Berater des Präsidenten Ahmed al-Sharaa ernannt.
Der kurdische Berater des syrischen Präsidenten, Mazloum Abdi, erklärte am Freitag bei einem Treffen mit Einwohnern und Vertretern der Gemeinden in Tal Tamr in der Provinz Hasaka, dass der Integrationsprozess nun in die Endphase eingetreten sei. Bei dem Treffen sprach er auch über muttersprachlichen Unterricht, vermisste Personen und das friedliche Zusammenleben.
An dem Treffen nahm eine große Zahl von Einwohnern aus den verschiedenen Gemeinschaften der Stadt teil, um die jüngsten Entwicklungen im Integrationsprozess und andere Themen zu erörtern, die die Region betreffen. Abdi erklärte, es seien Fortschritte erzielt worden, da man trotz der Versuche, den Prozess zu sabotieren, weiterhin an die ergriffenen Maßnahmen glaube.
Kurdisch als Unterrichtssprache
Zum Thema Bildung sagte Abdi, Kurdisch sei zu einer offiziellen Unterrichtssprache und in den staatlichen Lehrplan aufgenommen worden. Der Präsidentenberater fügte hinzu, dass die Bemühungen fortgesetzt würden, um das Recht auf Unterricht in der Muttersprache zu gewährleisten. Dabei forderte er Anwesenden nachdrücklich auf, ihre Kinder neben dem Arabisch-Unterricht auch zu dem in ihrer Muttersprache zu schicken. Abdi bezeichnete diese Vielfalt als wesentlichen Bestandteil der syrischen Identität und Kultur.
Der kurdische Präsidentenberater kündigte zudem die Bildung eines Fachausschusses an, der sich mit dem Thema vermisster Personen befassen soll. Er erklärte, dieser Ausschuss werde die unaufgeklärten Fälle weiterverfolgen und auf eine Lösung der Angelegenheit hinarbeiten.
Abdi betonte, wie entscheidend es sei, den zivilen Frieden zu bewahren und das Zusammenleben zwischen den verschiedenen Gemeinschaften der Region zu stärken. »Wir werden keinen Schritt zurückweichen und wir werden nicht zulassen, dass Zwietracht geschürt wird. Wir werden die Versuche derer vereiteln, die Zwietracht zwischen den Gemeinschaften der Region säen wollen, denn wir glauben an den Frieden und setzen uns dafür ein.«
