Israel und Venezuela erörtern Ausweitung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit

Israelisches Hilfsteam beim Einsatz nach dem Erdbeben in Venezuela
Israelisches Hilfsteam beim Einsatz nach dem Erdbeben in Venezuela (Quelle: JNS)

Nach elf Jahren diplomatischer Funkstille arbeiten Israel und Venezuela aktuell an der Wiederaufnahme und Vertiefung ihrer Beziehungen.

Bei einem kürzlich stattfindenden Treffen zwischen den israelischen und venezolanischen UN-Botschaftern wurden Gespräche über den möglichen Einsatz israelischer Technologie in verschiedenen Sektoren in Caracas geführt. So schrieb Israels UN-Botschafter in der vergangenen Woche, er habe sich mit seiner venezolanischen Amtskollegin Coromoto Godoy Calderón getroffen. »Israel und Venezuela werden weiterhin daran arbeiten, unsere Zusammenarbeit sowohl auf internationaler Ebene als auch bei den Vereinten Nationen zu vertiefen«, erklärte Danny Danon.

Nach einem siebzehnjährigen diplomatischen Bruch unter Hugo Chávez und Nicolás Maduro unternehmen Jerusalem und Caracas seit einiger Zeit Schritte zur Wiederaufnahme der Beziehungen. Am 11. August gaben die beiden Länder die bilaterale Vereinbarung bekannt, einen Mechanismus zur Erbringung konsularischer Dienstleistungen für ihre Bürger einzurichten. Darüber hinaus soll die technische Zusammenarbeit fortgesetzt werden, die aus Israels Nothilfe nach den verheerenden Erdbeben vom 24. Juni in Venezuela hervorgegangen war.

Vertiefung der Beziehungen

2009 hatten die Länder unter dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez die diplomatischen Beziehungen abgebrochen; Chávez hatte die Beziehungen aus Protest gegen Israels Militäroperation gegen die Hamas im Gazastreifen gekappt. Chávez vertiefte in der Folge Venezuelas Bündnis mit dem Iran, eine Politik, die sein Nachfolger Nicolás Maduro fortsetzte. Die Spannungen begannen sich zu entschärfen, nachdem die USA Maduro im Januar festgenommen hatten. In der Folge übernahm die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez das Amt der Interimspräsidentin, woraufhin sich Caracas Washington annäherte und von seiner bisherigen Ausrichtung auf den Iran distanzierte.

Danon schrieb, dass er und seine Amtskollegin Godoy Calderón über die Stärkung der Verbindungen zwischen ihren Ländern und die Wiederaufnahme der konsularischen Beziehungen gesprochen hätten. Dabei sei auch die israelische Hilfe für Venezuela nach dem Erdbeben thematisiert worden. »Wir werden weiter daran arbeiten, unsere Zusammenarbeit sowohl auf internationaler Ebene als auch bei den Vereinten Nationen zu vertiefen.«

Die jüngsten Gespräche konzentrierten sich auf den Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Dabei wurde versucht, gemeinsame Interessen zu ermitteln und potenzielle Partnerschaften auszuloten, in denen israelisches Fachwissen und israelische Innovationen zur wirtschaftlichen Entwicklung Venezuelas beitragen könnten. Die beiden UN-Botschafter erörterten die Möglichkeit, dass Venezuela israelische Technologien in Bereichen wie Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Energie, Gesundheitswesen und Spitzentechnologien einsetzen könnte.

Iran erwirbt große Gebiete in Venezuela

Von Lawrence A. Franklin. Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat im Juni während eines Besuchs im Iran einen mehrdimensionalen Kooperationsvertrag mit einer Laufzeit von zwanzig Jahren unterzeichnet.

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