Israelischer Bericht über Sexualverbrechen der Hamas auf Deutsch erschienen

Israelische Frauen demonstrieren gegen das Schweigen der UNO zu den Sexualverbrechen der Hamas

Der Bericht der Vereinigung der Vergewaltigungskrisenzentren in Israel fasst die Ergebnisse aller verfügbaren Informationen, Zeugenaussagen und Interviews über die sexuellen Gewalttaten der Hamas während ihres Überfalls auf Israel zusammen.

Im Februar 2024 informierte Mena-Watch über das Erscheinen des Berichts der Vereinigung der Vergewaltigungskrisenzentren in Israel (The Association of Rape Crisis Centers in Israel, ARCCI), in dem diese die systematische und vorsätzliche Art und Weise darlegt, in der sexuelle Gewalt während des von der Hamas geführten Angriffs stattgefunden hat. Die sexuellen Übergriffe und Vergewaltigungen seien von mehreren Hamas-Terroristen verübt worden und hätten sadistische Handlungen brutaler und demonstrativer Art umfasst, heißt es in dem Dokument, das in mehrere Sprachen übersetzt und auch den Vereinten Nationen vorgelegt wurde.

Im März 2025 sprach Daniela Segenreich-Horsky für Mena-Watch mit der ARCCI-Vorsitzenden Orit Sulitzeanu über die Beweggründe für die Veröffentlichung des Berichts, die nicht zuletzt in der weitverbreiteten Leugnung der sexuellen Verbrechen der Hamas bestanden. Dem sollte durch die Publikation einer leicht zugänglichen Untersuchung entgegengewirkt werden, welche die vorhandenen Informationen bündelt und systematisch auswertet.

»Zu Anfang bekamen wir nur unzusammenhängende Informationsfetzen und wir wollten einfach nicht glauben, dass das wirklich geschehen ist. Aber langsam verstanden wir, dass die Berichte wahr sind. Es kamen immer mehr Informationen von verlässlichen Quellen, Fotos von nackten, geschändeten, aufgehängten Leichen, Tote mit Metallschrauben in den Genitalen oder mit einer Granate in der Vagina, abgeschnittene Brüste, etc.

Es gibt nur wenige überlebende Zeugen, die aussagen konnten, aber es gibt auch Berichte, die nicht leicht zugänglich sind, vom pathologischen Institut und von den Volontären der Organisation ZAKA, die nach dem 7. Oktober die Leichenteile zusammensuchten. Diese Berichte sind nicht für jeden zugänglich und das hat uns schließlich bewogen, unseren eigenen zu schreiben.«

Ende August ist nun – nach Arabisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch – auch eine deutsche Übersetzung unter dem Titel Stummer Schrei – Sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt im Krieg vom 7. Oktober erschienen. In der Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse heißt es:

»Der Angriff der Hamas am 7. Oktober umfasste brutale sexuelle Übergriffe, die gezielt und systematisch gegen israelische Zivilisten und insbesondere gegen Frauen verübt wurden. Zeugenaussagen sowie veröffentlichte und geheime Informationen zeichnen ein klares Bild wiederkehrender Handlungsmuster, die sich in allen Angriffszonen wiederholten – auf dem Nova-Festival, in Privathäusern der Kibbuzim nahe des Gazastreifens sowie auf IDF-Stützpunkten. Auch einige der 254 Geiseln, die in den Gazastreifen verschleppt wurden, erlitten sexuelle Gewalt. Daher besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die entführten Frauen und Männer in der Gefangenschaft der Hamas weiterhin jederzeit der Gefahr sexuellen Missbrauchs ausgesetzt sind.

Der Angriff der Hamas umfasste zahlreiche Vergewaltigungen, die oft von brutalen Schlägen und Folter begleitet wurden. In einigen Fällen richtete sich diese Gewalt gezielt gegen verletzte Frauen. Viele der Vergewaltigungen wurden von Gruppen verübt. Oft fanden diese absichtlich vor Publikum statt – vor Partnern, Familienangehörigen oder Freunden –, um die Erniedrigung und den Schmerz der Anwesenden zu verstärken. Ziel der Täter war es, den Opfern jegliche Würde und Menschlichkeit zu nehmen.

Terroristen der Hamas jagten gezielt junge Frauen und Männer, die vom Festival flohen, zerrten sie laut Zeugenaussagen an den Haaren und misshandelten sie brutal. Sowohl Frauen als auch Männer wurden Opfer sexueller Gewalt. In zahlreichen Fällen wurden die Opfer nach der Vergewaltigung – oder sogar währenddessen – ermordet.

Eine Vielzahl von Zeugenaussagen, Interviews und weiteren Quellen belegt eindeutig, dass die Terroristen der Hamas sadistische Praktiken anwandten, um den Grad der Erniedrigung und des Terrors, der mit sexueller Gewalt einhergeht, noch zu verstärken. Viele der Leichen von Opfern sexueller Gewalt wurden gefesselt und angebunden aufgefunden. Die Genitalien von Frauen und Männern wurden brutal verstümmelt, und in einigen Fällen wurden Waffen in die Geschlechtsorgane eingeführt. Die Terroristen begnügten sich nicht mit Schusswaffen – sie schnitten und verstümmelten mit Messern gezielt Geschlechtsorgane und weitere Körperteile.

Dieser Bericht fasst die Ergebnisse einer ersten Untersuchung aller verfügbaren öffentlichen und geheimen Informationen, Zeugenaussagen und Interviews zusammen. Die Erkenntnisse, die bislang veröffentlicht werden können, deuten darauf hin, dass es sich nicht um vereinzelte Fälle oder seltene Gelegenheiten handelte, sondern um eine gezielte operative Strategie.

Das Schweigen, die Gleichgültigkeit und das bewusste Leugnen der von der Hamas begangenen Sexualverbrechen werden als Schandfleck in die Geschichte eingehen.«

Den gesamten Bericht der Vereinigung der Vergewaltigungskrisenzentren in Israel über die sexuelle Gewalt der Hamas am 7. Oktober 2023 können Sie hier herunterladen.

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