Türkei bricht Waffenembargo gegen Libyen

Quelle: @Oded121351, Twitter

„Am 19. Mai 2019 veröffentlichte Bilder enthüllten eine Ladung türkischer Militärfahrzeuge in Libyen, obwohl das Land unter einem Waffenembargo der Vereinten Nationen steht.

In Tripolis (Libyen) wurde am 18. Mai 2019 eine Ladung von BMC Kipri minensichere, gegen Hinterhalt gesicherte Fahrzeuge (MRAP) aus türkischer Produktion registriert. Auch wenn Libyen seit 2011 unter einem Waffenembargo der Vereinten Nationen steht, liefern ausländische Quellen weiterhin Waffen an beide Seiten des Konflikts im Land. Berichten zufolge entsandte die Türkei Truppen, die der international anerkannten Regierung des Nationalen Abkommens (GNA) treu ergeben sind. Die andere Seite des Konflikts, angeführt von dem libyschen Kriegsherrn Khalifa Haftar, wurde von Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt. Diese Sendungen erhöhen das Risiko einer weiteren Eskalation. In Libyen ist es jedoch jetzt bereits, zu einem großen Teil, ein Proxy-Konflikt zwischen ausländischen Akteuren.

Die Berichte über die neuen Lieferungen erschienen bereits am 19. Mai 2019 in verschiedenen Medien, lieferten allerdings keinen soliden öffentlich zugänglichen Beweis. Mit den Videos und Bildern, die in den sozialen Medien aufgetaucht und durch andere Open-Source-Daten belegt sind, konnte das DFRLab bestätigen, dass diese Sendung tatsächlich stattgefunden hat.

Am 27. April 2019 hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf einer Konferenz in der türkischen Hauptstadt Ankara öffentlich seine Unterstützung für die derzeitige libysche Regierung zum Ausdruck gebracht. In seiner Erklärung sagte Erdogan, dass die derzeitige libysche Regierung von den Menschen legitimiert worden sei, und dass die Türkei alles tun wird, um Libyen zu helfen.“ (Lukas Andriukaitis, DFRLab: „Violating UN Embargo, Turkish Weapons Appeared in Libya“)

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