Von Dastin Jasam. Im Nordirak benutzt die Regionalregierung Corona dazu, sich als Wohltäter hinzustellen, während sie seit Jahren grundlegende Dienste einspart.
Dem Vorgehen gegen die Corona-Pandemie stehen im Nahen Osten enorme Widerstände entgegen, nicht zuletzt zahlreiche religiöse Überzeugungen und Traditionen.
Alle warten auf die große Katastrophe im Nahen Osten. Schreckensszenarien machen schon die Runde, obwohl die Region noch im Anfangsstadium der Pandemie steckt.
Die Beschäftigten eines tunesischen Werkes haben sich für die Isolation an ihrem Arbeitsplatz entschieden, um medizinische Schutzausrüstungen zu produzieren.
Viele Libanesen sind empört, dass die Hisbollah das Virus noch aus Syrien und dem Iran einschleppen konnte, nachdem die Grenzen bereits geschlossen worden waren.
Das Land hat eine der striktesten Corona-Sperrmaßnahmen der Welt eingeführt, sogar Lebensmittelgeschäfte und Apotheken wurden vorübergehend geschlossen.
Das Gesundheitsministerium der Regionalregierung Kurdistans warnte, dass die Ausbreitung nur eingedämmt werden kann, wenn die Maßnahmen ernstgenommen werden.
Die Situation der unter unmenschlichen Bedingungen Inhaftierten in Syrien könnte sich als katastrophal erweisen, sollte Corona in den Gefängnissen ausbrechen.