Irans Außenminister beschuldigte die Ukraine, mit dem »auf Geheiß Israels« begangenen Angriff gegen die UN-Charta verstoßen zu haben, was nicht unbeantwortet bleiben könne.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi warf der Ukraine am Sonntag vor, ein iranisches Handelsschiff im Kaspischen Meer angegriffen und einen seiner Seeleute getötet zu haben. Er bezeichnete die Tat als »einen eklatanten Verstoß gegen die UN-Charta, der auf Geheiß Israels begangen wurde, um Europa in seinen Krieg hineinzuziehen«. Araghchi fügte hinzu, dass die Handlungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj »nicht unbeantwortet bleiben können«.
Moskau beschafft sich seit langem iranische »Shahed«-Drohnen für seinen Krieg gegen die Ukraine und importiert Waffen aus Teheran, die mit Schiffen über das Kaspische Meer nach Russland geliefert werden.
Ukrainischer Angriff
In einem Beitrag auf X am Samstag bestätigte Selenskyj offenbar die ukrainischen Angriffe auf ein iranisches Ziel und erklärte: »Letzte Nacht haben die Kämpfer unserer Verteidigungskräfte Ziele in verschiedenen Regionen Russlands getroffen, die diesen Krieg schüren. Wir haben auch sehr bedeutende Ergebnisse mit Langstreckenangriffen im Kaspischen Meer erzielt – darunter Angriffe auf Schiffe, die für militärische Frachttransporte im Zusammenhang mit dem Iran genutzt wurden, sowie auf ein Kriegsschiff.«
In einem separaten Beitrag wies Selenskyj darauf hin, dass Moskau das iranische Regime in dessen Krieg gegen die Vereinigten Staaten und die Golfstaaten unterstützt. »Seit Anfang Juli haben wir eine aktive russische Satellitenüberwachung der Golfstaaten und der dort befindlichen US-Militäreinrichtungen registriert. Diese Bilder tauchen anschließend im Iran auf. Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen den russischen Satellitenbildern dieser Standorte und den iranischen Angriffen: sowohl vor den Angriffen, bei deren Vorbereitung, als auch danach, um den verursachten Schaden zu bewerten.«
Allein am 19. und 20. Juli seien vier Luftwaffenstützpunkte in den Beobachtungsbereich russischer Satelliten geraten, »zwei in Bahrain, einer in Jordanien und einer in Kuwait. Das Böse sucht stets nach Wegen, die Lage zu verschlimmern und sich weiter auszubreiten«, fuhr Selenskyj fort und betonte, dass der seit vier Jahren andauernde Krieg ein Ende finden und Russland gestoppt werden müsse.
