Schlagwort: Medien und Medienkritik

Was der „Standard“ für „die Realität“ in Israel hält

Von Florian Markl „Ich wollte den Nahost-Konflikt beiseitelassen“, sagt der Regisseur Michael Pfeifenberger im Kurier-Interview, „weil er immer wieder missbraucht wird für Ressentiments – nicht nur gegen Israelis, sondern gegen Juden im Allgemeinen. Nach dem Motto: Ich habe ja nichts gegen die Juden, aber schaut einmal hin, was sie in…

Der Feldzug gegen kritischen Journalismus in der Türkei

„Die Türkei hat eine wenig rühmliche Auszeichnung erhalten. Dem Committee to Protect Journalists zufolge werden in keinem anderen Land der Welt mehr Journalisten eingesperrt. Ein Drittel aller inhaftierten Journalisten, Medienmitarbeiter und -manager weltweit befindet sich in türkischen Gefängnissen. Die überwiegende Mehrheit wartet darauf, vor Gericht gestellt zu werden. Manche schmoren…

Repression in der Türkei: „Journalismus ist kein Verbrechen“

„Der 43-jährige Ex-Redakteur der Taz [Deniz Yücel] wird mit absurden Vorwürfen konfrontiert, wie sie türkische Kollegen täglich erleben müssen. Je nach Zählung sind 80 bis 152 Journalisten derzeit inhaftiert, weil sie angeblich Terroristen seien oder Terrorpropaganda betrieben hätten – so viele wie in keinem anderen Land der Erde. Dabei haben…

Fragwürdige Solidarität mit Deniz Yücel

„Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat indes ganz andere Sorgen. Unter der Überschrift „Für immer Türke“ wirft der FAS-Autor Michael Martens dem Springer-Verlag (in dem Die Welt erscheint) versteckten Rassismus bei der Auswahl seiner Korrespondenten vor. Und dies nach dem Motto: Trauen deutsche Medien türkischstämmigen Journalisten nur Türkei-Themen zu? (…) Es…

Die doppelten Standards der New York Times

„Die New York Times veröffentlicht einen Artikel über Beit El, eine Siedlung im Westjordanland, die von David Friedman unterstützt worden ist, dem von Präsident Trump vorgeschlagenen Botschafter [der USA] in Israel. ‚Der Jeschiwa-Komplex ist ein Betrieb mit etlichen Tentakeln’, berichtet die Times. Tentakeln? Als die Zeitschrift der National Rifle Association…

Wie die Medien den Gaza-Krieg verzerrt darstellten

„‚Sie bezeichnen es als ein Massaker’. ‚Kinder und Zivilisten stellten die überwiegende Mehrheit der 200 Getöteten’. ‚Israel beschießt gezielt … Krankenhäuser’. Diese Zitate kommen direkt aus internationalen Medienberichten über den Gaza-Krieg von 2014. Keines davon ist wahr, doch wurden sie zur Schaffung einer Darstellung benutzt, die die Welt weitgehend akzeptiert…

„Welt“-Journalist in der Türkei inhaftiert

„Wer in der Türkei den Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan kritisiert, ist in den Augen der Regierung wahlweise ein PKK-Anhänger, ein Gülenist, ein Kemalist, ein Alkoholiker, ein Herumlungerer, ein Dieb, ein Vaterlandsverräter oder ein Terrorist. Und immer droht den Kritikern, dass sie angeklagt werden. Wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation, Spionage,…

Antisemitische Verschwörungstheorien in der „Krone“

Die Kronen Zeitung veröffentlichte in ihrer gestrigen Ausgabe einen Artikel über die Nahost-Politik von US-Präsident Donald Trump. Sie gab darin wörtlich Teile einer am Dienstag veröffentlichen Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wieder – von der diese sich mittlerweile distanziert hat, weil sie vor antisemitischen Klischees nur so strotzte. In dem…

Ist „Druck von außen“ notwendig?

Sehr geehrter Herr Vieregge, in Ihrem Presse-Artikel über den USA-Besuch des israelischen Premiers Netanjahu schreiben Sie: „Die Geschichte der Nahost-Diplomatie zeigt indes, dass ohne Druck von außen kaum je Bewegung in die starren Fronten kam.“ Mich würde interessieren, worauf Sie sich bei dieser Einschätzung beziehen. Denn die drei wahrscheinlich wichtigsten…

Trump in den Fängen des Weltjudentums

Mit der geballten deutschen Pressemacht im Rücken haben dpa-Mitarbeiter eine jüdische Gefahr aufgedeckt, die alle Elemente einschlägiger antijüdischer Verschwörungstheorien enthält.

Ein Verbot des Gebetsrufs?

Sehr geehrte Kurier-Redaktion, in einer Kurzmeldung im heutigen Kurier ist zu lesen, dass in Israel ein Gesetz auf den Weg gebracht wurde, das „Lautsprecherdurchsagen an Gotteshäusern von 23 Uhr bis 7 Uhr früh untersagen soll“. Daraufhin behaupten Sie: „Sollte das Parlament in Jerusalem mitspielen, wäre der Ruf des Muezzin bei…

Kein Terroranschlag, sondern eine „Schießerei“

Von Florian Markl Im israelischen Petah Tikvah eröffnet ein Palästinenser mit einer Maschinenpistole das Feuer auf einen Bus und verletzt mehrere Menschen. Daraufhin stürmt er in ein Geschäft, einzig eine Ladehemmung seiner Waffe verhindert dort weiteres Blutvergießen. Der Mann flüchtet, wird aber von einigen Passanten gestellt. Bevor sie ihn überwältigen…

Die Fake-News der New York Times

„Unabhängig davon, was man von den Siedlungen hält, sollten Mediakonsumenten von der New York Times eine genaue und differenzierte Berichterstattung zu diesem komplexen Gegenstand erwarten dürfen. Es ist daher bedauerlich, dass der neue Leiter des Jerusalembüros Ian Fisher schon im ersten Absatz seines jüngsten Berichts über die Siedlungen seinen eigenen…

Eine „Kriegserklärung“ an den Islam?

Sehr geehrter Herr Frey, in Ihrem Kommentar über die von Donald Trump verhängten Einreiseverbote für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern behaupten Sie, dieser Schritt des US-Präsidenten sei „eine Kriegserklärung an eine Weltreligion und die rund 1,6 Milliarden Menschen, die sich mit dem Islam identifizieren.“ Eine derartige Behauptung hätte man…

Keine Terroristen aus dem Iran?

Sehr geehrte Frau Vospernik, im heutigen Ö1-Morgenjournal-Interview zu Donald Trumps Einreisestopp führten Sie im Zuge einer Frage aus, dass auch der „Iran, aus dem nie ein Terrorist kam, auf der Liste [der betroffenen Länder; Anm. Mena Watch] steht.“ Diese Ausführungen sind nicht korrekt. Nicht nur ist der Iran auch weiterhin…