Schlagwort: Medien und Medienkritik

Betreutes Fernsehen

Nun ist sie also doch noch ausgestrahlt worden, die WDR/ARTE Dokumentation, die sich erlaubt, wohlwollend auf den israelischen Staat zu blicken, anstatt das palästinensische Narrativ wiederzukäuen. Und weil Ausgewogenheit für die deutschen Öffentlich-Rechtlichen offenbar bedeutet, nach einem Film über den „Hass auf Juden in Europa“ auch die Israelhasser gebührend zu…

Die ARD desavouiert die Macher der Antisemitismus-Doku

„Weil aber die Juden für die islamischen Herrscher aller Couleur ein so nützlicher Feind sind, wie sie es zwei Jahrtausende lang für christliche Herrscher waren, gibt es keinen Frieden. Diese einfache Wahrheit belegt der Film von Joachim Schroeder und Sophie Hafner. Und er belegt, dass diese Wahrheit in Europa nicht…

Über die Delegation des Antisemitismus in den Nahen Osten

Interview mit Tilman Tarach Die Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt“ über Antisemitismus in Europa beschäftigt längst schon Menschen und Medienlandschaft über die deutschen Grenzen hinaus. Nachdem der Sender ARTE es abgelehnt hatte, den in seinem Auftrag produzierten Film auszustrahlen, kursiert er dank eines Leaks durch die Bild-Zeitung inzwischen im Internet. Schließlich…

Stark antiisraelische Erzählweise dominiert europäische Medienlandschaft

[caption id="attachment_20128" align="alignleft" width="300"] Monika Schwarz-Friesel © Preview Production[/caption] „Es sei für Deutschland ein Armutszeugnis, dass ‚Juden nicht offen zu ihrer Identität stehen können‘, sagt [Patrick Siegele,] der Leiter des Anne-Frank-Zentrums in Berlin . Ein Viertel der Juden zeigten antisemitische Vorfälle nicht einmal an, ergab eine Befragung. Siegele hat eine…

Arte: Keine Kritik an Bistro-Antisemitismus

Sehr geehrte Frau Simon, Sie kritisieren in der Presse die Antisemitismus-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa“, die 24 Stunden auf der Webseite der Bild-Zeitung zu sehen war, nachdem die Auftraggeber der Sendung, Arte und der WDR, sich geweigert hatten, sie auszustrahlen. Sie werfen dem Film „Polemik…

Was Twitter unter freier Entfaltung versteht

Mena Watch bekam gestern vom Kurznachrichendienst Twitter eine E-Mail folgenden Inhalts zugesandt (fettgedruckt im Original): „Hallo, danke, dass du uns den Vorfall gemeldet hast. Wir möchten auf Twitter eine sichere Umgebung schaffen, in der sich alle Nutzer frei entfalten können. Wir haben deine Meldung sorgfältig geprüft und entschieden, dass kein…

„Censored Voices“: Wer hat den Sechs-Tage-Krieg zensiert?

Von Martin Kramer Die Dokumentation „Censored Voises“ („Zensierte Stimmen“) verspricht, die israelische Militärzensur von Gräueltaten aufzudecken, die während des Krieges 1967 verübt worden seien. Doch das Einzige, was sie aufdeckt, ist die Agenda ihrer Macher. Vorliegender Artikel erschien ursprünglich 2015 auf Englisch im Mosaic Magazine. Da der deutsche Fernsehsender Arte…

Sechstagekrieg: Amerikanische Waffen und erfundene Vertreibungen

Sehr geehrter Herr Kramar, in Ihrem Kurier-Artikel über den Sechstagekrieg („Triumph mit Folgen“) schreiben Sie, der israelische Sieg über die arabischen Armeen sei „als Folge konsequenter militärischer Planung und natürlich amerikanischer Waffen“ nicht überraschend gewesen. Das ist nicht zutreffend: Bis zum Sechstagekrieg spielten Waffen aus den USA für die israelische…

Sechstagekrieg: Was forderten die Vereinten Nationen?

Sehr geehrte Presse-Redaktion, in einem Gastkommentar am Freitag schrieb Richard N. Haass, Israel sei in der nach dem Sechstagekrieg 1967 vom UN-Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution 242 aufgefordert worden, „sich von den besetzten Gebieten zurückzuziehen“. Das stimmt so nicht: In der Resolution ist nicht von „den besetzten Gebieten“ die Rede, sondern von…

Vernichtung Israels, „wenn‘s nicht anders möglich ist“

Von Florian Markl In einem Kurier-Artikel behauptet Erich Waldmann, der Imam der schiitischen Imam-Ali-Moschee in Wien, der alljährliche, vom iranischen Regime ins Leben gerufenen Al-Quds-Marsch ziele nicht auf die Zerstörung Israels ab: „Wir fordern einen Abzug Israels aus den besetzten Palästinenser-Gebieten und gleiche Rechte für Juden, Christen und Muslime in…

Was dem ORF als „liberal“ gilt

Sehr geehrter Herr Wälter, in Ihrem gestrigen ZIB24-Beitrag zu den Wahlen im Iran präsentierten Sie Hassan Rohani als einen Kandidaten, der antrete, um die „strengen Regeln der Mullahs […] weiter aufzubrechen.“ Als Beispiel dafür führten Sie an, dass „immerhin“ die „Anzahl der Hinrichtungen sinkt.“ Es mag zwar in absoluten Zahlen…

Der „liberale“ Rohani

Sehr geehrter Herr Kramar, in Ihrem gestrigen Kurier-Artikel über die Präsidentschaftswahl im Iran stellen sie die zwei aussichtsreichsten Kandidaten vor. Sie bezeichnen Ebrahim Raisi als einen der „radikalsten und brutalsten Anführer der islamischen Revolution“ und heben seine vermutliche Verantwortung für „tausende Hinrichtungen“ in den 1980er Jahren hervor. Demgegenüber fehlt aber…

Ist Rohani nicht Teil des islamischen Establishments?

Sehr geehrter Herr Fiedler, im heutigen Ö1-Mittagsjournal-Bericht über die Wahlen im Iran wurde Ebrahim Raisi als Kandidat des Establishments der Islamischen Republik vorgestellt und von Ihnen dann folgendermaßen charakterisiert: „Ebrahim Raisi: Mitte fünfzig, ehemaliger Khamenei-Schüler, gefürchteter Ex-Staatsanwalt und seit einiger Zeit Verwalter einer religiösen Stiftung, die eines der größten Wirtschaftsimperien…

Israel-Berichterstattung des ZDF: die pure Nakba

Wenn das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) über Israel berichtet, geht es nicht immer mit rechten Dingen zu. Letztes Jahr hatte der – von allen Deutschen über eine Zwangsgebühr finanzierte – Sender in einer Programmankündigung behauptet, israelische Schulbücher würden die Kinder zum „Töten“ animieren. In dem betreffenden Beitrag der Korrespondentin Nicole…