Schlagwort: Medien und Medienkritik

Sechstagekrieg: Was forderten die Vereinten Nationen?

Sehr geehrte Presse-Redaktion, in einem Gastkommentar am Freitag schrieb Richard N. Haass, Israel sei in der nach dem Sechstagekrieg 1967 vom UN-Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution 242 aufgefordert worden, „sich von den besetzten Gebieten zurückzuziehen“. Das stimmt so nicht: In der Resolution ist nicht von „den besetzten Gebieten“ die Rede, sondern von…

Vernichtung Israels, „wenn‘s nicht anders möglich ist“

Von Florian Markl In einem Kurier-Artikel behauptet Erich Waldmann, der Imam der schiitischen Imam-Ali-Moschee in Wien, der alljährliche, vom iranischen Regime ins Leben gerufenen Al-Quds-Marsch ziele nicht auf die Zerstörung Israels ab: „Wir fordern einen Abzug Israels aus den besetzten Palästinenser-Gebieten und gleiche Rechte für Juden, Christen und Muslime in…

Was dem ORF als „liberal“ gilt

Sehr geehrter Herr Wälter, in Ihrem gestrigen ZIB24-Beitrag zu den Wahlen im Iran präsentierten Sie Hassan Rohani als einen Kandidaten, der antrete, um die „strengen Regeln der Mullahs […] weiter aufzubrechen.“ Als Beispiel dafür führten Sie an, dass „immerhin“ die „Anzahl der Hinrichtungen sinkt.“ Es mag zwar in absoluten Zahlen…

Der „liberale“ Rohani

Sehr geehrter Herr Kramar, in Ihrem gestrigen Kurier-Artikel über die Präsidentschaftswahl im Iran stellen sie die zwei aussichtsreichsten Kandidaten vor. Sie bezeichnen Ebrahim Raisi als einen der „radikalsten und brutalsten Anführer der islamischen Revolution“ und heben seine vermutliche Verantwortung für „tausende Hinrichtungen“ in den 1980er Jahren hervor. Demgegenüber fehlt aber…

Ist Rohani nicht Teil des islamischen Establishments?

Sehr geehrter Herr Fiedler, im heutigen Ö1-Mittagsjournal-Bericht über die Wahlen im Iran wurde Ebrahim Raisi als Kandidat des Establishments der Islamischen Republik vorgestellt und von Ihnen dann folgendermaßen charakterisiert: „Ebrahim Raisi: Mitte fünfzig, ehemaliger Khamenei-Schüler, gefürchteter Ex-Staatsanwalt und seit einiger Zeit Verwalter einer religiösen Stiftung, die eines der größten Wirtschaftsimperien…

Israel-Berichterstattung des ZDF: die pure Nakba

Wenn das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) über Israel berichtet, geht es nicht immer mit rechten Dingen zu. Letztes Jahr hatte der – von allen Deutschen über eine Zwangsgebühr finanzierte – Sender in einer Programmankündigung behauptet, israelische Schulbücher würden die Kinder zum „Töten“ animieren. In dem betreffenden Beitrag der Korrespondentin Nicole…

ZDF-Propaganda: Palästinensischer als die Palästinenser

Von Florian Markl „Zahlreiche Palästinenser haben heute mit Märschen an den Verlust ihrer Heimat nach der Staatsgründung Israels 1948 erinnert“, ist in einem gestern veröffentlichten Tweet der Redaktion von ZDF heute zu lesen. Das beigefügte Video ist reine Propaganda und einer Nachrichtenredaktion unwürdig: geschichtsfälschende Behauptungen, unterlegt mit stimmungsmachender Musik und…

Haaretz: Eine absurde Tageszeitung, made in Israel

Die israelische Tageszeitung Haaretz ist ein merkwürdiges Blatt; die hebräische Papierausgabe wird nur von wenigen gelesen, doch die englischsprachige Haaretz, vor allem die Internetseite, hat eine große Fangemeinde. Man könnte das Blatt mit der englischsprachigen russischen Zeitung Moscow News vergleichen, die zwischen 1930 und 2014 erschien: Auch diese wandte sich…

Dokumentationen, die Arte gerne zeigt

„Der deutsch-französische Kultursender Arte betreibt derzeit knallharte Programmpolitik: Während der Sender aktuell die Ausstrahlung einer Dokumentation zum Antisemitismus in Europa aus fadenscheinigen Gründen unterbindet, springt er gleichzeitig dem jüngst in Israel abgeblitzten deutschen Außenminister Sigmar Gabriel zur Seite. Dieser hatte, nachdem er selbstverständlich pflichtschuldigst zum Holocaust-Gedenktag in Yad Vashem aufgelaufen…

Arabische Medien und der Kampf um die Meinungsführerschaft

„Arabische Medien traten erst im Zuge der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den Fokus der internationalen Nachrichten. Satellitensender wie al-Jazeera, al-Arabiya und Abu-Dhabi-TV haben sich darauf schnell zu Referenzmedien im globalen Nachrichtennetz entwickelt. (…) Innerarabisch avancierten die transnationalen bzw. panarabischen Medien, allen voran die Satellitensender al-Jazeera und al-Arabiya, zu…

Abgelehnte Antisemitismus-Doku: ein Armutszeugnis für Arte

Von Alex Feuerherdt Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender Arte lehnt die Ausstrahlung einer Dokumentation über Antisemitismus in Europa entgegen seiner ursprünglichen Zusage ab. Er wirft den Autoren formale Verstöße vor, doch es spricht erheblich mehr dafür, dass die Entscheidung politisch motiviert ist. Dem Sender passt offenkundig die Aussage des Films nicht in…

Kein „Schwenk der Hamas“

Sehr geehrte Presse-Redaktion, seit die Hamas am vergangenen Montag ein politisches Grundsatzpapier veröffentlicht hat, war ich gespannt, wie Ihre Israel-Korrespondentin, Susanne Knaul, darüber berichten wird. Ein Blick in die heutige Presse zeigt: Wie erwartet bemüht sie sich, den offenkundigen Versuch der palästinensischen Terrororganisation, mittels einiger kosmetischer Änderungen einen Weg aus…

Das ZDF „bedauert einen Fehler“

Von Stefan Frank In der Quizsendung „Mich täuscht keiner“ des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) lautete kürzlich eine Frage:  „Wie heißt der See in Palästina, auf dem man durch den hohen Salzgehalt in Rückenlage vor sich hintreiben kann?“ (hier bei 1:23:06) Die Antwort lautete: Das Tote Meer. Die meisten Leute würden…

Ein Terrorist als Gastautor der „New York Times“

Ein Beitrag des verurteilten Mörders Marwan Barghouti in der New York Times (NYT), in welchem er den Hungerstreik begründet, den er zusammen mit ebenfalls in Israel inhaftierten palästinensischen Mitterroristen begonnen hat, sorgt für Empörung. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass eine sich seriös gebende Zeitung diesem Täter, der…