Schon seit Jahrzehnten werden auf ägyptischen TV-Kanälen antisemitische Filme und Serien gesendet, in denen häufig Verschwörungstheorien im Mittelpunkt stehen.
Weil Israel dem Untergang geweiht sei, hätten die Juden bereits einen unabhängigen Staat in der Ostukraine errichtet und nun den Krieg begonnen, um die Ukraine zu entvölkern.
Israels Blick richtet sich vor allem auf die prekäre Situation der ukrainischen Juden. Parallel stellt man sich auf eine Masseneinwanderung aus Russland ein.
Innerhalb von drei Wochen erlebte Israel acht Terroranschläge, mehrheitlich verübt in Jerusalem. Der Anschlag in der Großstadt Be’er Sheva war der blutigste in dieser Reihe.
Für Israels Selbstverständnis gibt es einen zentralen Faktor, wie er in anderen Ländern unbekannt und wohl schwer verständlich ist: die jüdische Diaspora.
Nach zahlreichen Protesten wurde die ursprünglich festgelegte Obergrenze für ukrainische Flüchtlinge, die nach Israel einreisen dürfen, wieder aufgehoben.
Das iranische Regime verbreitet gezielt Unwahrheiten über den ukrainischen Präsidenten und bezichtigt George Soros, hinter dem Zerfall vieler Nationen zu stehen.
Die russischen Truppen, die nach Putins Propaganda die Ukraine »entnazifizieren« sollen, beschossen bei ihrem Vormarsch auf Kiew auch die Stätte des Holocaust-Mahnmals.
Israel steht in der Ukraine-Krise zwischen den Fronten. Politische und wirtschaftliche Interessen sind genauso wichtig wie Israels Rolle als Rettungsanker für Juden.