Abgesehen von den nicht rückgängig zu machenden Fortschritten des Iran beinhaltet schon der urspüngliche Atomdeal zahlreiche Schwächen und Unzulänglichkeiten.
Unlängst hatte eine iranische Zeitung gefordert, dass der Iran als Vergeltung für den Anschlag in Natanz die israelische Atomanlage Dimona ins Visier nehmen solle.
Laut Al-Faisal würden die Golfstaaten in der Lage sein, auch Atomwaffen zu bauen, falls sie sich als Reaktion auf iranische Aufrüstung dazu gezwungen sähen.
Informationen israelischer Diplomaten zufolge sollen die USA prinzipiell akzeptiert haben, zum Atomabkommen zurückzukehren, ohne vom Iran eine Gegenleistung zu fordern.
Mit der Erhöhung des Anreicherunglevels bricht der Iran erneut das Atomabkommen, das ihm Urananreicherung nur auf einen Grad von 3,57{a7b8b9982d1bbdc5e1caab033d30320c7a19bdb9cd0371a3252625f5cda85985} erlaubt.
Der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde erklärte bei der Präsentation, dass der Iran über eine höhere Anreicherungskapazität verfüge als vor dem Atomdeal.
Alireza Zakanis Aussagen lassen es unwahrscheinlich erscheinen, dass der Iran seine Drohung wahrmachen kann, große Mengen Uran auf 60{a7b8b9982d1bbdc5e1caab033d30320c7a19bdb9cd0371a3252625f5cda85985} anzureichern.
Damit würde der Iran Nuklearmaterial auf ein höheres Niveau anreichern als jemals zuvor und wäre nur noch einen kleinen Schritt von waffenfähigem Uran entfernt.
Mit der Installation einer Kaskade an fortschrittlichen IR-4-Zentrifugen verstößt der Iran ein weiteres Mal gegen die Bestimmungen des Atomdeals von 2015.
Die Vorstellung, dass es im Iran zwei grundsätzlich widerstreitende Fraktionen gebe, ist ebenso falsch wie sie vom Westen stets aufs Neue geglaubt wird.