Die vom Islamischen Staat in die Region Kurdistan Vertriebenen erlebten dort vergleichsweise liberale Verhältnisse, was auch nach ihrer Rückkehr Auswirkungen hat.
Von Karmel Melamed. Für die Teilnehmer hatte die Konferenz zwar Konsequenzen, aber sie war auch ein erster Schritt für die Iraker, den Frieden mit Israel zu diskutieren.
Seit einigen Monaten steigt die Zahl von Covid-19 Infektionen in der irakisch-kurdischen Region wieder rasant an, doch die Impfquote dümpelt bei 13 Prozent.
Nach der Konferenz im irakischen Erbil sollen einige Befürworter einer Normalisierung der Beziehungen zwischen Irak und Israel außer Landes gebracht werden.
Nachdem die irakische Regierung Haftbefehle gegen die Teilnehmer an der Friedenskonferenz erlassen hatte, veröffentlichten schiitische Milizen sogar Todesdrohungen.
Nach der Ausstellung von zwei Haftbefehlen kündigten die irakischen Behörden an, weitere würden folgen, sobald die Identität der Konferenzteilnehmer festgestellt ist.
Zuvor hatte eine Konferenz in Irakisch-Kurdistan gefordert, dass der Irak ein Teil der Abraham-Abkommen genannten Normalisierungsabkommen mit Israel werden solle.
Durch den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan ermuntert, erklärt der Iran, man werde die „amerikanischen und zionistischen Söldner“ im Nordirak vernichten.
Nachdem die Revolutionsgarden ihre Drohungen gegen kurdische Gruppen im Irak verschärft hatten, griffen sie donnerstags Ziele in der Region Irakisch-Kurdistan an.
Bislang galt der kurdische Nordirak als verhältnismäßig sichere Region. Jetzt wurden binnen weniger Wochen zwei kurdisch-iranische Oppositionelle ermordet.
Zuvor hatte bereits das irakische Gesundheitsministerium in Bagdad erklärt, dass das Land wegen der Delta-Version in eine „schwerere und gefährlichere“ Corona-Welle gerate.
Kürzlich kam es zu mehreren Zusammenstößen zwischen der PKK und der Kurdischen Regionalregierung, die von der PKK beschuldigt wird, mit der Türkei zu kollaborieren.