Sexuelle Gewalt gegen Israelis ist dokumentiert – und doch werden sie relativiert. Wie die Leugnung der Hamas-Verbrechen Teil einer größeren Erzählung geworden ist.
Von Karni Eldad. Während der zweijährigen Gefangenschaft seines Sohnes in Gaza wurde dessen achtzigjähriger Vater zum unerschütterlichen Bollwerk inmitten aller Verzweiflung.
Von Israel veröffentlichte Aufnahmen zeigen, wie Hamas-Terroristen vor dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz die Bergung von Geiselüberresten inszenieren.
Rom Braslavski wurde in Gaza zwei Jahre lang völlig allein festgehalten, wobei er einen Teil dieser Zeit zusammen mit den Leichen ermordeter Geiseln verbrachte.
Die Verschiebungen infolge des Gaza-Krieges markieren eine Wende. Diese geopolitische Realität kollidiert fundamental mit dem Weltbild radikaler Israelkritiker.
Kritische Beobachter zweifeln daran, ob die vereinbarte Waffenruhe tatsächlich langfristig greifen wird. Dennoch wirkt der 13. Oktober wie ein epochaler Umbruch.
Nach mehr als zwei Jahren sind die noch lebenden Geiseln endlich frei. Ihre Geschichten von Hunger, Folter, sexueller Gewalt und Isolation sind schwer zu ertragen.
Die Vermittler müssen das Abkommen durchsetzen und sicherstellen, dass die Hamas für diesen Verstoß den Preis zahlt, sagten die Opferfamilien in einer Reaktion.
Von Avi Cohen. Am Donnerstag stömten strömten nach der Bekanntgabe einer Einigung zwischen Israel und der Hamas Hunderte Menschen auf den Platz der Geiseln in Tel Aviv.
Die Straße 232 veranschaulicht die Blutspur des Hamas-Pogroms: Schutzräume an Bushaltestellen wurden zu Todesfallen, künden aber genauso vom Überleben.
Mena-Watch-Korrespondent Ben Segenreich sprach heute im Puls-24-Interview über Trumps Friedensplan für Gaza, dem bislang Israel nicht aber die Hamas zugestimmt hat.
Viele demonstrieren in Israel für die Freilassung der Geiseln und mittlerweile auch für ein Ende des Kriegs. Kürzlich forderten erste Stimmen radikalere Maßnahmen.