Der Westen will auf der einen Seite den Islamischen Staat (IS) bekämpfen, andererseits aber keinesfalls mit eigenen Bodentruppen in den Krieg in Syrien eingreifen. Einen Schulterschluss mit dem syrischen Regime und dessen Unterstützern einzugehen, wäre nicht nur moralisch widerwärtig und strategisch katastrophal, sondern darüber hinaus auch militärisch sinnlos. Von kurdischen Einheiten aber einmal abgesehen, welche anderen bewaffneten Kräfte gibt es im Land und wie positionieren sich diese gegenüber dem IS oder der Nusra-Front, dem syrischen al-Qaida-Ableger? Das Institute for the Study of War hat versucht, ein wenig Licht in die verwirrende Vielzahl verschiedener Gruppierungen zu bringen und einen Ratgeber über die syrischen Rebelleneinheiten veröffentlicht, in dem zusammengetragen wurde, was über deren Stärke, Einsatzgebiete, Unterstützer aus dem Ausland und deren Haltung zu den Dschihadisten des IS und der al-Qaida in Erfahrung zu bringen war.
Syrien unter al-Sharaa: »Die Armee muss dem Land dienen, nicht einer radikalen Ideologie«
Im MENA-Talk mit Jasmin Arémi erläutert Eyal Dror, weshalb den politischen Versprechungen von Ahmed al-Shara nicht allzu bereitwillig Glauben zu schenken ist.