Österreich

Palästinenser verweigern Verhandlungen, Israel wird verantwortlich gemacht

Sehr geehrte orf.at-Redaktion, in einer Meldung über die israelische Regierungsumbildung auf orf.at lese ich, dass die „ultrarechte Partei Israel Beitenu … Mitglied der rechts-religiösen Regierung Benjamin Netanjahus“ werde. Der „ultrarechte Parteivorsitzende von Israel Beitenu“ solle neuer Verteidigungsminister werden, Israels Regierung „rückt damit noch weiter nach rechts.“ Auffällig ist, dass Charakterisierungen wie „ultrarechts“ oder die ebenfalls sehr beliebte Bezeichnung „ultranationalistisch“ ausschließlich…

Stellte Netanjahu sich „demonstrativ auf die Seite“ eines Todesschützen?

Sehr geehrter Herr Vieregge,in Ihrem gestrigen Presse-Artikel über die israelische Regierungsumbildung schrieben Sie über einen Vorfall in Hebron, bei dem ein israelischer Soldat „einen auf dem Boden liegenden, bewusstlosen Palästinenser per Kopfschuss exekutiert hatte.“ Sie vergaßen dabei zu erwähnen, dass es sich bei Letzterem um einen Attentäter handelte, der zuvor israelische Soldaten attackiert hatte. Dann fuhren Sie mit Blick auf…

Warum die französische Nahost-Konferenz im besten Fall nichts bringen wird

Sehr geehrter Herr Schwarz,in Ihrem Beitrag im heutigen Kurier über die aktuelle Regierungsumbildung in Israel schreiben Sie, die Zusammensetzung der neuen Koalition sei „kein gutes Vorzeichen für eine von Paris initiierte Nahost-Friedenskonferenz am 3. Juni“. Sie haben Recht damit, dass der besonders vom französischen Außenminister Ayrault vorangetriebene Plan für eine derartige Konferenz unter keinen guten Vorzeichen steht, doch hat die…

Mieser Angriff auf Staatssekretärin Duzdar

Von Florian Markl Wie gestern an dieser Stelle ausgeführt, stellen sich anlässlich der Ernennung Muna Duzdars zur Staatssekretärin einige Fragen: im Hinblick auf die Positionen, die sie zum israelisch-palästinensischen Konflikt vertritt; auf ihre Haltung zu Terroristen wie der kürzlich in Wien aufgetretenen Leila Khaled und zu palästinensischen Terrororganisationen wie der PFLP sowie zum antiimperialistischen und antisemitischen Umfeld, in das sie…

„Wie hält’s die Staatssekretärin mit Israel?“

Mena Watch-Mitarbeiter Florian Markl wird in einem Beitrag der Salzburger Nachrichten über die neue Staatssekretärin Muna Duzdar ausführlich zitiert. Online ist der Artikel vorerst hier zu finden: „Wie hält’s die Staatssekretärin mit Israel?“

Eine Staatssekretärin ohne Kontaktscheue vor Extremisten?

Gestern Nachmittag präsentierte Christian Kern das zukünftige Regierungsteam der SPÖ. Mit dabei wird Muna Duzdar sein, „eine junge Frau mit migrantischem Hintergrund“, wie Kern erläuterte. „Ihre Eltern (…) stammen aus Palästina. Ich halte das für ein ganz bewusstes, ganz wichtiges Zeichen.“ Anders als bei der Vorstellung ihrer Kollegen tat Kern ihr Unrecht und verwies bei Duzdar auf keine weitere Qualifikation…

Presseagentur verschleiert palästinensischen Terror

Von Florian Markl„Seit Oktober des Vorjahres wird der Nahe Osten von einer Gewaltwelle erschüttert, bei der mehr als 200 Palästinenser und etwa 30 Israelis getötet wurden.“ (APA, 13. Mai 2016) Mit diesem Satz aus einer Aussendung zur Israel-Reise von Außenminister Kurz schaffte es die österreichische Presseagentur ein weiteres Mal, eine Meldung so zu verfassen, dass sie zwar nicht glatt falsch,…

Jubel über Khans Sieg gegen den „Juden Goldsmith“

Sehr geehrte Redaktion der Kronen Zeitung,neben einem Beitrag in der Krone-Wochenendbeilage über die Wahl Sadiq Khans zum Londoner Bürgermeister findet sich ein Foto mit der Bildunterschrift: „Jubel in Pakistan nach dem Wahlergebnis in London“. Wie auf dem Transparent zu lesen ist, das die abgebildeten Männer mit sich trugen, jubelten diese vor allem darüber, dass der Moslem Khan den „Millionärs-Juden Zec…

Illegale Bauten als Beitrag zum Friedensprozess?

Sehr geehrter EU-Abgeordneter Eugen Freund, einer Presseaussendung ist zu entnehmen, dass Sie in einer Rede im Europäischen Parlament auf die „Zerstörung von EU-geförderten Unterkünften im Westjordanland“ hingewiesen haben. Erst kürzlich hätten Sie sich selbst ein „Bild von der Zerstörung“ machen können und fragten nun die EU-Außenbeauftragte Mogherini, „ob die EU entsprechende Entschädigung von Seiten der israelischen Regierung verlangen werde.“ Dabei…

Der Standard weigert sich, Terror gegen Juden beim Namen zu nennen (II)

Von Florian MarklDer Standard berichtet in einer Kurzmeldung über einen Terrorangriff, der sich gestern in Jerusalem abgespielt hat – und bleibt seiner Form treu: Geradezu peinlich ist er um Formulierungen bemüht, aus denen die Identitäten der Opfer sowie der mutmaßlichen Täter nicht hervorgehen. Erneut verschweigt er somit den einfachen Kern der Geschichte: dass vermutlich palästinensische Attentäter ein weiteres Mal versuchten,…

„Mit einer Rothschild verheiratet“: Beklagt der Standard mangelden Antisemitismus?

Von Alexander Gruber [caption id="attachment_6651" align="alignleft" width="350"] Zac Goldsmith und Sadiq Khan[/caption] Die britische Labour Party befindet sich in einer veritablen Krise: Eine ihrer Abgeordneten träumt öffentlich davon, alle jüdischen Israelis in die USA zu deportieren. Der ehemalige Labour-Bürgermeister von London, der ihr angesichts ihres daraufhin erfolgten Parteiausschlusses zur Seite springen will, spricht davon, dass Hitler ursprünglich ein Verbündeter der…

Israel und China: Zweierlei Maß beim Kurier

Von Florian MarklSo berichtete der Kurier, als in Israel über einen Gesetzesvorschlag debattiert wurde, der die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zwar nicht einschränken, diese aber verpflichten würde, ihre Finanzierung transparenter zu machen, insofern die Gelder dafür mehrheitlich aus dem Ausland kommen: Kurier, 29. Dezember 2015 Und so berichtet der Kurier, wenn China massiv gegen NGOs unter dem Vorwand vorgeht, diese…

Die hofierten Genossen

Sehr geehrter Herr Oswald,in Ihrem Kommentar „Die verunsicherten Genossen“ (Standard, 17. Apr. 2016) kritisieren Sie die mangelhaft argumentierte „180 Grad Kehrtwende“ von Bundeskanzler Faymann in der Asylpolitik und schreiben: „Wenn es um Alternativvorschläge geht, handelt es sich meist um solche, die Österreich entweder nicht selbst in der Hand hat (Bürgerkriege in Syrien, Irak und Afghanistan beenden), oder um solche, die…

Der ORF „entdeckt“ eine Lockerung der Verschleierungspflicht im Iran

Von Alexander Gruber In ihrem gestrigen ZiB13-Bericht über den Widerstand französischer Stewardessen gegen den Kopftuchzwang bei Flügen in den Iran behauptete Kristina Stiller: „Auf den Straßen von Teheran herrscht für Frauen Kopftuchpflicht. Zwar geht der Iran immer lockerer damit um, aber auch Ausländerinnen müssen den Kopf bedecken.“ Doch auch wenn es in der Berichterstattung des ORF mittlerweile geradezu zum Standardrepertoire…

Standing Ovations für eine Flugzeugentführerin

„Die Flugzeugentführerin Leila Khaled hielt am Freitag abend einen Vortrag in Wien. Die heftig kritisierte Veranstaltung fand regen Andrang. Am Freitag Abend fand im Österreichisch-Arabischen Kulturzentrum (OKAZ) ein umstrittene Vortrag von der palästinensischen Flugzeugentführerin Leila Khaled statt. ‚Revolutionsikone besucht Wien‘ stand auf den Plakaten der Veranstaltung. Der Vertreter der Palästinenser in Österreich, Saleh Abdel Shafi, begrüßte sie als Ikone der…