Österreich

Hat Bischof Scheuer den WDR-„Faktencheck“ nicht gelesen?

Während der WDR in seinem „Faktencheck“ die kirchliche Friedensbewegung Pax Christi von jedem Antisemitismus freispricht, tritt der Linzer Bischof Manfred Scheuer von seinem Präsidentenamt zurück – wegen des erstarkenden Antisemitismus in der Organisation: „Der österreichische Bischof Manfred Scheuer hat seinen Rücktritt als Präsident der kirchlichen Friedensbewegung ‚Pax Christi‘ mit dem Vorwurf des Antisemitismus begründet. Die Differenz mit ‚Pax Christi‘, die…

Wiener Hotel sagt Veranstaltung der Israelboykott-Bewegung ab

„Das Arcotel Hotel Wimberger sagte letzte Woche eine BDS-Veranstaltung mit Farid Esack, einem sudafrikanischen muslimischen Theologen ab, der für palästinensische Terroristen Geld gesammelt hat. Der geplante Vortrag mit dem Titel ‚Israel & Apartheid South Africa – How Valid are the Comparisons’ war für Freitag geplant und soll nun im Österreichisch-Arabischen Begegnungszentrum (ÖAB) stattfinden. BDS Austria gab die Absage von Arcotel…

Al-Quds-Tag: Antisemitische Demo des iranischen Regimes in Wien

„Am Samstag fand in Wien erneut der israelfeindliche Al-Quds Marsch statt. Auf einer Route vom Urban-Loritz-Platz durch den siebten Bezirk zum Weghuberpark fanden sich einige hundert Teilnehmer ein, um gegen die israelische Besatzungspolitik zu protestieren. Dabei waren etwa Schilder mit ‚Zionismus ist Faschismus‘ und ähnliche Sprechchöre zu hören. Zu sehen waren auch Kinder in militärischer Uniform. Stephan Grigat, Politologe an…

Ein Guru der Boykottbewegung zu Besuch in Wien

Von David Kirsch 70 Jahre nach der Gründung Israels und 42 Jahre nach der Resolution 3379, die den Zionismus als eine „Form des Rassismus“ deklariert ist nun das Mantra vom „Apartheidstaat“ in vieler Munde. Einer der prominentesten Wortführer dieser Denunziation, Farid Esack, soll am 30. Juni in Wien sprechen. Dämonisierung Israels „Boycott, Divestment and Sanctions“ (BDS) ist eine internationale Kampagne, die nach…

Mit Israelhassern gegen Antisemitismus?

Von Florian Markl Zwei Tage ist es her, dass die Imame der „Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich“ (IGGiÖ) medienwirksam eine Deklaration gegen „Extremismus, Gewalt und Terror“ veröffentlichten. Darin war auch ein Bekenntnis zum Kampf gegen Antisemitismus enthalten. Die Frage nach der Ernsthaftigkeit dieser Bemühungen stellt sich aber, wenn einen Blick auf die versammelten Imame wirft. In der Mitte des Fotos ist…

Imame-Deklaration gegen Terror: Das Offensichtliche leugnen

Immer wieder, so beklagt sich die „Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich“ (IGGiÖ), habe sie in der Vergangenheit Terroranschläge verurteilt, doch seien diese Distanzierungen öffentlich kaum wahrgenommen worden. Um dem entgegenzuwirken, haben mehrere Hundert Imame der Glaubensgemeinschaft heute eine Deklaration gegen „Extremismus, Gewalt und Terror“ veröffentlicht. Nimmt man das rege mediale Echo als Maßstab, so war die Initiative ein voller Erfolg. Inhaltlich…

Sechstagekrieg: Amerikanische Waffen und erfundene Vertreibungen

Sehr geehrter Herr Kramar, in Ihrem Kurier-Artikel über den Sechstagekrieg („Triumph mit Folgen“) schreiben Sie, der israelische Sieg über die arabischen Armeen sei „als Folge konsequenter militärischer Planung und natürlich amerikanischer Waffen“ nicht überraschend gewesen. Das ist nicht zutreffend: Bis zum Sechstagekrieg spielten Waffen aus den USA für die israelische Armee nur eine untergeordnete Rolle. Primärer Waffenlieferant war vielmehr Frankreich,…

Sechstagekrieg: Was forderten die Vereinten Nationen?

Sehr geehrte Presse-Redaktion, in einem Gastkommentar am Freitag schrieb Richard N. Haass, Israel sei in der nach dem Sechstagekrieg 1967 vom UN-Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution 242 aufgefordert worden, „sich von den besetzten Gebieten zurückzuziehen“. Das stimmt so nicht: In der Resolution ist nicht von „den besetzten Gebieten“ die Rede, sondern von „besetzten Gebieten“. Das Fehlen des bestimmten Artikels war keine Nachlässigkeit,…

Vernichtung Israels, „wenn‘s nicht anders möglich ist“

Von Florian Markl In einem Kurier-Artikel behauptet Erich Waldmann, der Imam der schiitischen Imam-Ali-Moschee in Wien, der alljährliche, vom iranischen Regime ins Leben gerufenen Al-Quds-Marsch ziele nicht auf die Zerstörung Israels ab: „Wir fordern einen Abzug Israels aus den besetzten Palästinenser-Gebieten und gleiche Rechte für Juden, Christen und Muslime in Palästina.“ Was davon zu halten ist, zeigt ein Blick zurück…

Was dem ORF als „liberal“ gilt

Sehr geehrter Herr Wälter, in Ihrem gestrigen ZIB24-Beitrag zu den Wahlen im Iran präsentierten Sie Hassan Rohani als einen Kandidaten, der antrete, um die „strengen Regeln der Mullahs […] weiter aufzubrechen.“ Als Beispiel dafür führten Sie an, dass „immerhin“ die „Anzahl der Hinrichtungen sinkt.“ Es mag zwar in absoluten Zahlen stimmen, dass im Jahr 2016 mit 567 Hinrichtungen die Anzahl…

Der „liberale“ Rohani

Sehr geehrter Herr Kramar, in Ihrem gestrigen Kurier-Artikel über die Präsidentschaftswahl im Iran stellen sie die zwei aussichtsreichsten Kandidaten vor. Sie bezeichnen Ebrahim Raisi als einen der „radikalsten und brutalsten Anführer der islamischen Revolution“ und heben seine vermutliche Verantwortung für „tausende Hinrichtungen“ in den 1980er Jahren hervor. Demgegenüber fehlt aber jeder Hinweis auf die Posten, die Raisis Konkurrent, der amtierende…

Ist Rohani nicht Teil des islamischen Establishments?

Sehr geehrter Herr Fiedler, im heutigen Ö1-Mittagsjournal-Bericht über die Wahlen im Iran wurde Ebrahim Raisi als Kandidat des Establishments der Islamischen Republik vorgestellt und von Ihnen dann folgendermaßen charakterisiert: „Ebrahim Raisi: Mitte fünfzig, ehemaliger Khamenei-Schüler, gefürchteter Ex-Staatsanwalt und seit einiger Zeit Verwalter einer religiösen Stiftung, die eines der größten Wirtschaftsimperien im Iran darstellt.“ Kein Wort jedoch verloren Sie darüber, dass…

Kein „Schwenk der Hamas“

Sehr geehrte Presse-Redaktion, seit die Hamas am vergangenen Montag ein politisches Grundsatzpapier veröffentlicht hat, war ich gespannt, wie Ihre Israel-Korrespondentin, Susanne Knaul, darüber berichten wird. Ein Blick in die heutige Presse zeigt: Wie erwartet bemüht sie sich, den offenkundigen Versuch der palästinensischen Terrororganisation, mittels einiger kosmetischer Änderungen einen Weg aus der internationalen Isolation zu finden, als grundlegenden Kurswechsel zu verkaufen.…