Österreich

Sind iranische Flüchtlinge am wenigsten antisemitisch?

Sehr geehrter Herr Rauscher, in Ihrer Kolumne über den jüngst veröffentlichten Forschungsbericht „Muslimische Gruppen in Österreich“ schreiben Sie, es sei „auch keine Überraschung, dass unter manchen muslimischen Gruppen, vor allem jenen aus israelfeindlichen Regimen, der Antisemitismus sehr hoch ist.“ 62 Prozent der Syrer und 61 Prozent der befragten Türken seien der Ansicht, Juden hätten „zu viel Macht in der Welt“.…

Will Israel die Bevölkerung des Gaza-Streifens drangsalieren?

Sehr geehrte Frau Ladinser in Ihrem heutigen Ö1-Mittagsjournal-Bericht zur Lage im Gazastreifen führten sie aus: „Gaza ist ein riesiges Gefängnis. Um den schmalen Landstreifen am Mittelmeer hat Israel einen hohen Zaun gezogen. (…) Um die Hamas in die Knie zu zwingen, drangsaliert Israel die Bevölkerung.“ Diese Darstellung entspricht nicht den Tatsachen. Keineswegs hat Israel eine Blockade über den Gazastreifen verhängt,…

Wie halten AfD und FPÖ es mit dem Islam?

[caption id="attachment_22278" align="alignleft" width="300"] Die FPÖ-Politiker Norbert Hofer (li.) und Heinz-Christian Strache (re.) mit dem Spitzenduo der AfD, Alexander Gauland und Alice Weidel[/caption] „Beide Parteien [AfD und FPÖ] stehen der Einwanderung aus islamisch dominierten Ländern ablehnend gegenüber. Doch ihr Verhältnis zum Islam ist bei weitem nicht so eindeutig, wie häufig suggeriert wird. Oft kombinieren diese Parteien Ressentiments gegenüber in Europa…

„Gewaltsame Ausschreitungen“ am Shabbat-Tisch?

Sehr geehrte Frau Gleitsmann, Ihren heutigen Ö1-Morgenjournal-Bericht über den Angriff auf israelische Botschaftsangehörige in Jordanien beendeten Sie mit den Worten: „In Jerusalem selbst ist der Konflikt am Freitag eskaliert: Bei gewaltsamen Ausschreitungen sind vier Palästinenser und drei Israelis getötet worden.“ Diese Aussage ist gleich in doppelter Hinsicht falsch. Erstens wurden die drei Israelis nicht in Jerusalem getötet, sondern in der…

Nicht „die Gewalt“ ermordet Israelis, sondern palästinensische Attentäter

Sehr geehrte Redaktion von orf.at, in Ihrem Bericht über die aktuellen Vorgänge in Jerusalem schreiben Sie im Zusammenhang mit den Metalldetektoren am Tempelberg: „Vergangene Woche hatten drei arabische Israelis in der Jerusalemer Altstadt zwei israelische Polizisten erschossen, sie wurden daraufhin von Sicherheitskräften getötet.“ Was Sie dabei nicht erwähnen: Die drei Attentäter hatten die Waffen, die sie bei ihrem Anschlag benutzten,…

Israel schränkt die Arbeit von NGOs nicht ein

Sehr geehrter Herr Gruska, sehr geehrter Herr Perterer, in Ihrem Beitrag über Benjamin Netanjahus Staatsbesuch in Ungarn in der gestrigen ZiB 2 sagten Sie: „Bereits vor einem Jahr hat auch das israelische Parlament ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das die Arbeit von regierungskritischen Organisationen einschränkt.“ Diese Behauptung ist in mehrfacher Hinsicht nicht zutreffend. Erstens fordert das angesprochene israelische NGO-Transparenz-Gesetz lediglich, dass…

Der türkische Botschafter gedenkt des Putschversuchs

Von Florian Markl In einem Gastkommentar gab der türkische Botschafter in Österreich, Mehmet Ferden Çarıkçı, einen Einblick in die Parallelwelt, in der Präsident Erdogan und dessen Unterstützer leben. Anlass des Presse-Beitrags, der in den seither veröffentlichten Leserbriefen auf regen Widerspruch stieß, war der erste Jahrestag des gescheiterten Staatsstreichs vom 15. Juli 2016, der dem Botschafter zufolge der „abscheulichste Putschversuch in…

Terror gegen Urlauber, Terror gegen Israel: die doppelten Standards

Von Florian Markl Manchmal sind die doppelten Standards, die in der Berichterstattung über Israel und anti-israelischen Terror angewendet werden, so offensichtlich, dass sich jeder weitere Kommentar erübrigt. Nehmen wir z. B. die heutige Ausgabe der Presse. Im ägyptischen Hurghada attackiert ein Terrorist mehrere Urlauber, zwei werden dabei tödlich verletzt. Die Überschrift in der Presse lautet: Am selben Tag attackieren drei…

Warum ein iranischer Krebsforscher nicht in die USA einreisen durfte

Von Florian Markl „US-Einreiseverbot: Iranischer Krebsforscher trotz Visums ausgewiesen“, titelt die Webseite der Tiroler Tageszeitung. Zehn Stunden lang sollen Mohsen Dehnavi, der in einem Kinderkrankenhaus in Boston hätte arbeiten sollen, seine Frau und ihre drei Kinder am Flughafen festgehalten worden sein, bevor ihnen schlussendlich die Einreise in die USA verwehrt wurde. Ein bestens ausgebildeter Forscher, der sich aufgrund des von…

Peter Pilz und die „Kauft nicht bei Juden“-Bewegung

Von Thomas Eppinger Seit dem Scheitern seiner Kandidatur für den vierten Listenplatz der Grünen nährt Peter Pilz die Hoffnung vieler auf eine neue linke Liste für die kommende Nationalratswahl in Österreich. Pilz hat sich in der Vergangenheit einen Namen als gut vernetzter „Aufdecker“ gemacht, der immer wieder mit zugespielten Informationen über vermeintliche oder tatsächliche Skandale an die Öffentlichkeit trat. Dass…

Hat Bischof Scheuer den WDR-„Faktencheck“ nicht gelesen?

Während der WDR in seinem „Faktencheck“ die kirchliche Friedensbewegung Pax Christi von jedem Antisemitismus freispricht, tritt der Linzer Bischof Manfred Scheuer von seinem Präsidentenamt zurück – wegen des erstarkenden Antisemitismus in der Organisation: „Der österreichische Bischof Manfred Scheuer hat seinen Rücktritt als Präsident der kirchlichen Friedensbewegung ‚Pax Christi‘ mit dem Vorwurf des Antisemitismus begründet. Die Differenz mit ‚Pax Christi‘, die…

Wiener Hotel sagt Veranstaltung der Israelboykott-Bewegung ab

„Das Arcotel Hotel Wimberger sagte letzte Woche eine BDS-Veranstaltung mit Farid Esack, einem sudafrikanischen muslimischen Theologen ab, der für palästinensische Terroristen Geld gesammelt hat. Der geplante Vortrag mit dem Titel ‚Israel & Apartheid South Africa – How Valid are the Comparisons’ war für Freitag geplant und soll nun im Österreichisch-Arabischen Begegnungszentrum (ÖAB) stattfinden. BDS Austria gab die Absage von Arcotel…

Al-Quds-Tag: Antisemitische Demo des iranischen Regimes in Wien

„Am Samstag fand in Wien erneut der israelfeindliche Al-Quds Marsch statt. Auf einer Route vom Urban-Loritz-Platz durch den siebten Bezirk zum Weghuberpark fanden sich einige hundert Teilnehmer ein, um gegen die israelische Besatzungspolitik zu protestieren. Dabei waren etwa Schilder mit ‚Zionismus ist Faschismus‘ und ähnliche Sprechchöre zu hören. Zu sehen waren auch Kinder in militärischer Uniform. Stephan Grigat, Politologe an…

Ein Guru der Boykottbewegung zu Besuch in Wien

Von David Kirsch 70 Jahre nach der Gründung Israels und 42 Jahre nach der Resolution 3379, die den Zionismus als eine „Form des Rassismus“ deklariert ist nun das Mantra vom „Apartheidstaat“ in vieler Munde. Einer der prominentesten Wortführer dieser Denunziation, Farid Esack, soll am 30. Juni in Wien sprechen. Dämonisierung Israels „Boycott, Divestment and Sanctions“ (BDS) ist eine internationale Kampagne, die nach…