Deutschland

Von Juden wird Toleranz besonders gerne eingefordert

„In Deutschland wird der Tag der Toleranz 365-mal im Jahr begangen. Hier ist jede Form von Intoleranz gesellschaftlich verpönt, ausgenommen die Laktoseintoleranz. Auf seine Toleranz ist Deutschland stolz. Es gibt sogar Preise (…) Vor allem im gesellschaftlichen Diskurs ist Toleranz das höchste Gut. Jeder hat nicht nur das Recht, seine Meinung frei zu äußern, sondern mittlerweile auch den Anspruch, damit…

Antisemitismus in Deutschland – nicht nur eine Frage der Kriminalstatistik

Von Alex Feuerherdt Die ARD-Produktion Der Antisemitismus-Report ist um Längen besser als die öffentlich-rechtlichen Dokumentationen, die unlängst zu dieser Thematik ausgestrahlt worden sind. Nicht zuletzt deshalb, weil er den israelbezogenen Antisemitismus deutlich als dominierende Spielart des Hasses gegen Juden benennt. Schwerer tut er sich dagegen beim Umgang mit dem Antisemitismus von Muslimen. Das jüdische Restaurant in Chemnitz, das von Neonazis…

Sind nur Israels Konflikte ein Thema für deutschsprachige Medien?

Von Stefan Frank Am 1. und 2. November war der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf Einladung des bulgarischen Ministerpräsidenten Boyko Metodiev Borisov zu Gast beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der Craiova-Gruppe in Varna, Bulgarien. Die Craiova-Gruppe ist ein Projekt zur multilateralen regionalen Zusammenarbeit zwischen Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Serbien, das im April 2015 nach dem Vorbild der Visegrad-Gruppe (Polen,…

BDS hetzt am Jahrestag der Novemberpogrome gegen Israel

„BDS instrumentalisiert 80. Jahrestag der Novemberpogrome in Berlin: auf Schautafeln und Flugblättern wurde Israel dämonisiert und zum Boykott des jüdischen Staates aufgerufen. Bewusst wurde die Aktion am 9. November mit den Novemberpogromen im Jahr 1938 in Verbindung gebracht.“ (Bericht des Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus) [gallery columns="2" size="medium" link="file" ids="34615,34614,34617,34616"] Stand der BDS-Kampagne am 9. November 2018 in…

Universität München: Neuauflage des Antisemitismusstreits von 1879

Meyen, dessen Lehrbereich die Veranstaltung ausrichtet, ist die Nervosität leicht anzusehen. Er eröffnet mit Verweisen auf wissenschaftliche Kapazitäten, um die Folgen staatlichen Eingreifens in den öffentlichen Diskurs darzustellen. Als erstes wählt Meyen den Volkswirtschaftler Albert Schäffle (1831-1903), der durch das Werk ‚Bau und Leben des sozialen Körpers‘ 1881 auffällig wurde. (…) Tatsächlich hatte Schäffles Buch seinerzeit Furore gemacht – als…

Offener Brief gegen die Verleihung des Menschenrechtspreises der Friedrich-Ebert-Stiftung an den Women’s March USA

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) plant am 12. November den Menschenrechtspreis an den Women’s March USA (WM) zu vergeben. Mit der Verleihung des Preises soll der „Einsatz für eine starke, aktive und inklusive Zivilgesellschaft“[1] geehrt werden. Wir sind der Meinung, dass der Women’s March USA nicht den Kriterien dieses Preises entspricht, da dessen Organisator*innen seit Entstehen des Women’s March USA 2017 wiederholt durch…

Ahmad Mansour: Falsch verstandene Toleranz in der Integrationsdebatte

„Veranstaltungen mit Ahmad Mansour laufen nicht ab wie andere öffentliche Diskussionen. Wenn der Psychologe und Islamismusexperte auftritt, werden Taschen kontrolliert, nur angemeldete Gäste eingelassen und rechts und links der Bühne sitzen zwei diskrete Herren in Zivil: staatliche Personenschützer, die mit hochkonzentriertem Blick die Sitzreihen des Publikums scannen. (…) In dem klassizistischen Veranstaltungssaal der Volkshochschule Leipzig geht es eigentlich um Antisemitismus,…

„Muslim-Markt“: Außenposten des Mullah-Regimes in Deutschland

„Das Internetportal ‚Muslim-Markt‘ wirkt auf den ersten Blick wie ein Bauchladen für alles, was Muslime gebrauchen können. Da gibt es unter anderem eine Liste mit Halal-Restaurants in Deutschland, ein eigenes Halal-Siegel für Unternehmen, Halal-Reisen und Gelatine. (…) Alles auf Deutsch. ‚Muslim-Markt‘ bezeichnet sich selbst als ‚Startpunkt zum Islam für deutschsprachige Gläubige‘. Das ist alles erst einmal unverdächtig und für Muslime…

70-Jahr-Feier Israels: Vermehrt antisemtische Übergriffe

„Im ersten Halbjahr 2018 hat die Berliner Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) durchschnittlich drei antisemitische Vorfälle pro Tag registriert: 527 gemeldete Taten belegen das konstant hohe Niveau. Im Vorjahreszeitraum waren es 514 Fälle. Während quantitativ keine besondere Zunahme in der seit 2015 geführten Meldestatistik zu verzeichnen ist, so gibt doch die deutliche Zunahme aggressiver gemeldeter antisemitischer Angriffe und Bedrohungen Anlass…

Zentrum für Antisemitismusforschung: Flaggschiff in selbst verschuldeter Seenot

Von Alex Feuerherdt Nach der kurzfristigen Absage seiner Tagung zum Thema Islamfeindlichkeit keilt das Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung nun gegen seine Kritiker aus – und nimmt es dabei mit den Tatsachen bisweilen nicht ganz so genau. Das lässt tief blicken. [caption id="attachment_33846" align="alignleft" width="350"] TU Berln (Von Mangan2002 (sv.wikipedia.org), CC BY 2.5)[/caption] Es sind markige Worte, die Stefanie Schüler-Springorum gewählt…

Zahlt Deutschland Geld an palästinensische Terroristen?

„Bluttaten können sich auszahlen. Zumindest dann, wenn der Täter ein Palästinenser und das Opfer ein Israeli ist. Dafür sorgt die Palästinensische Autonomiebehörde (PA). Sie leistet umfangreiche Finanzhilfen an Attentäter, die in Israel in Haft sitzen, oder die Hinterbliebenen getöteter ‚Märtyrer‘. Die Tat muss im Zusammenhang mit dem ‚Kampf gegen die israelische Besatzung‘ stehen – und dazu zählt auch die Tötung…

#unteilbar: Bündnis mit Islamisten und Antisemiten?

„Am vergangenen Samstag marschierte ein Bündnis unter dem Label “#unteilbar” durch Berlin (…) Unter den Muslim-Verbänden stechen zwei besonders hervor: Islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD), die vom Verfassungsschutz dem Milieu der islamistischen und antisemitischen Muslimbruderschaft zugerechnet wird*. Zweitens – insofern ist der Zentralrat der Muslime auch unteilbar – gehört auch das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) dazu, das dem geistlichen Oberhaupt…

Redner auf #unteilbar-Demonstration fordert Vernichtung Israels

Von Thomas von der Osten-Sacken Unter den 240.000, die vergangenen Samstag unter dem Slogan #unteilbar in Berlin auf die Straße gingen befanden sich auch, wie sollte es sonst bei breiten Bündnissen in Deutschland sein, Organisationen, die sich den „Befreiungskampf der Palästinenser“ auf die Fahnen geschrieben haben.  So auch das „Internationalistische Bündnis“, das mit zwei Rednern – unter ihnen die internationale…

Zentrum für Antisemitismusforschung: Kooperation mit Israelhassern?

Von Alex Feuerherdt Am vergangenen Mittwoch sollte eine Tagung des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA) zum Thema Islamfeindlichkeit stattfinden – in Kooperation mit einer Vereinigung, die den antisemitischen „Al-Quds-Tag“ in London mitorganisiert und große Stücke auf die libanesische Terrororganisation Hisbollah hält. Die Veranstaltung wurde schließlich jedoch abgesagt. Nicht aus inhaltlichen Gründen, sondern weil die Sicherheit der Teilnehmer gefährdet gewesen sei,…

Die immerwährende Verantwortung Deutschlands

Von Thomas Eppinger „Vor fast 80 Jahren, in der Pogromnacht des 9. November, schlugen den jüdischen Menschen in Deutschland Hass und Gewalt in ungeahntem Ausmaß entgegen. Was aber dann folgte, waren die beispiellosen Verbrechen des Zivilisationsbruchs der Schoah. Daraus erwächst die immerwährende Verantwortung Deutschlands, an dieses Verbrechen zu erinnern und Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt entgegenzutreten.“ Diese Sätze schrieb Angela Merkel…