Neuer Hamas-Führer gelobt, den Weg Yahya Sinwars fortzusetzen

Hamas-Führer Khalil al-Hayya trifft in Katar den türkischen Außenminister Hakan Fidan

Khalil al-Hayya versprach, den von den unmittelbaren Drahtziehern des Massakers vom 7. Oktober 2023 eingeschlagenen Kurs fortzusetzen, bis das Hamas-Banner über Jerusalem weht.

Der neu ernannte Hamas-Führer Khalil al-Hayya hielt am Mittwoch eine Fernsehansprache in arabischer Sprache. Darin versprach er, den von seinen Vorgängern – darunter Yahya Sinwar und Mohammed Deif, die Drahtzieher des Massakers vom 7. Oktober 2023 – eingeschlagenen Kurs fortzusetzen. Al-Hayya sagte laut Al Jazeera, er übernehme diese Rolle mit einer »schweren Last« in einer «heiklen und sensiblen Phase in der Geschichte unserer nationalen Sache«.

Als Erstes wolle er bekräftigen, dass »wir denselben Weg beschreiten und das Banner hoch und wehend tragen werden, bis es über der Al-Aqsa-Moschee [in Jerusalem] und den Gebieten eines freien und unbeugsamen Palästinas gehisst wird, für das die freien und aufrichtigen Menschen aus allen Fraktionen unseres Volkes und seine rechtschaffenen Söhne gekämpft haben«, wie der Hamas-Führer zitiert wurde.

Keine politischen Zugeständnisse

Al-Hayya erklärte, die oberste Priorität der Hamas sei es, die »Besatzung« des Gazastreifens durch die israelischen Streitkräfte zu beenden und deren vollständigen Rückzug zu erreichen, und forderte, zur nächsten Phase des Waffenstillstandsabkommens überzugehen. Die nächste Priorität sei der Wiederaufbau des Gazastreifens. Das sei »ein unveräußerliches Recht unseres Volkes«, das nicht an politische Zugeständnisse geknüpft werden dürfe, so der Hamas-Führer weiter. Er forderte die palästinensischen Fraktionen auf, sich zu vereinen und gemeinsam »nationale Institutionen auf demokratischer Grundlage« wiederaufzubauen, und lud die PLO ein, sich an den politischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen.

Vor dem 7. Oktober fungierte al-Hayya als Stellvertreter von Sinwar. Er unterhält enge Beziehungen zu Teheran und gehörte zu den Hamas-Spitzenvertretern, die sich mit dem inzwischen getöteten obersten Führer des Iran, Ali Khamenei, trafen. Al-Hayya verließ den Gazastreifen vor dem Angriff am 7. Oktober und hält sich seitdem überwiegend in Katar auf. Von dort leitet er das Verhandlungsteam der Hamas bei den Waffenstillstandsgesprächen mit den Vereinigten Staaten.

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