Israels Atomwaffen als Mittel, „die Gegner zu vernichten“?
In der heutigen Presse widmete sich Burkhard Bischof in seiner Zeitschriftenschau der internationalen Debatte über das iranische Atomprogramm nach dem Abschluss des Wiener Abkommens im vergangenen Juli. Dabei bekrittelte er nicht nur den „gewohnt aggressiv-propagandistisch(en)“ Stil von Israels Ministerpräsident Netanjahu, sondern kritisierte auch, dass in keinem der zahlreichen Aufsätze darauf…
Zweierlei Arten von Terroropfern: Leugnung antisemitischer Gewalt im Standard
„Gibt es zweierlei Arten von Terroropfern?“, fragt Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), in einer Presseaussendung, nachdem der bislang blutigste Tag der aktuellen palästinensischen Terrorwelle gegen israelische Juden hierzulande mit eisigem Schweigen quittiert wird. Blickt man in österreichische Tageszeitungen, so muss man Deutschs Frage eindeutig bejahen: Fünf Menschen wurden…
Diplomatische Anerkennung der islamistischen Barbarei – Update
Wie angekündigt, kamen gestern in Frankfurt Vertreter der Friedensbewegung zusammen, um eine Frage zu diskutieren, die deutschen Friedensfreunden schwer am Herzen liegt: Wäre es nicht endlich an der Zeit, den Islamischen Staat diplomatisch anzuerkennen? Dass auch die verheerenden Anschläge von Paris am unbedingten Wunsch nichts ändern würden, der islamistischen Barbarei…
Konfessionelle Spannungen im Irak
Sehr geehrte Presse-Redaktion, in seinem Gastkommentar schreibt Peter R. Neumann im Hinblick auf den Irak und den Islamischen Staat, die „konfessionellen Spannungen zwischen Schiiten und Sunniten … sind letztlich ein Produkt des amerikanischen Eingreifens 2003 und der tragischen Kettenreaktion, die so in Gang gesetzt wurde.“ Es mag ja populär sein,…
Attacken in Israel – kein Terrorismus?
Spiegel Online veröffentlicht eine Fotostrecke mit dem Titel: „Attentate weltweit: Im Visier der Terroristen“ – und dreimal dürfen Sie raten, welches Land unter den 22 Beispielbildern nicht zu finden ist. Da Angriffe auf Israelis – von Messer- und Autoattacken bis hin zu Selbstmordanschlägen – oftmals als vielleicht überzogene, aber irgendwie…
EU-Kennzeichnungsregeln schaden Friedensverhandlungen
Die von der EU kürzlich beschlossenen Kennzeichnungsrichtlinien für israelische Produkte, die im Westjordanland, in Ostjerusalem oder auf den Golanhöhen hergestellt werden, sind nicht nur deshalb ein Skandal, weil unter allen Staaten der Welt allein der jüdische einem solchen Reglement unterworfen wird, sondern auch, weil sie Frieden zwischen Israel und den…
Bataclan: Ein antisemitischer Anschlag
Kaum etwas bringt die Ideologie von Islamisten so auf den Punkt wie jener Satz, mit dem al-Qaida im März 2004 ihre mörderischen Anschläge von Madrid höchstselbst erklärte: „Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod.“ „Ihr“, das ist in den Augen dieser besessenen Muslime der gottlose, verderbte Westen mit seinen…
Paris und der übliche Verdächtige Israel – Update
Wie gestern berichtet, stellte eine Israel-Hasserin aus den Reihen des Free Gaza Movement zumindest die Möglichkeit in den Raum, der jüdische Staat könnte hinter den Terrorattacken von Paris stecken. Die offizielle Tageszeitung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) al-Hayat al-Jadida ging einen Schritt weiter: Sie stellte die beliebteste Frage aller Verschwörungstheoretiker nach…
Alle verurteilen Terror gegen „unbescholtene Bürger“ – Juden zählen allerdings nicht dazu
Aus der ganzen Welt sind in diesen Tagen Verurteilungen der Anschläge von Paris zu vernehmen. Sogar das iranische Regime, der weltweit wichtigste staatliche Förderer des Terrorismus, dem die islamische Welt über den Umweg der libanesischen Hisbollah die Einführung des modernen Selbstmordattentats zu verdanken hat, spricht sich gegen die Gewalt aus.…
Paris und der übliche Verdächtige Israel
Der antisemitische Israel-Hasser zeichnet sich dadurch aus, dass nichts Schreckliches auf der Welt geschieht, für das er nicht den jüdischen Staat verantwortlich macht. Mary Hughes-Thompson, Mitbegründerin des Free Gaza Movement und auf Twitter unter dem bezeichnenden Namen „Mariapalestina“ zu finden, ist so ein Fall. Schon nach den Anschlägen auf die…
Aufgabe des iranischen Atomprogramms?
Sehr geehrte Redaktion der Salzburger Nachrichten, in der aktuellen SN-Wochenendausgabe ist im Zusammenhang mit dem Besuch einer Wirtschaftsdelegation im Iran zu lesen, dass das sogenannte Wiener Abkommen im Atomstreit eine „Voraussetzung für die schrittweise Aufhebung des Embargos ist. Zuvor muss der Iran sein Atomprogramm aufgeben.“ Diese Behauptung ist in geradezu…
„Kauft nicht beim Juden“ 2.0
Von Alex Feuerherdt Erwartungsgemäß hat die EU-Kommission am vergangenen Mittwoch beschlossen, dass künftig Erzeugnisse israelischer Firmen, die ihren Standort im Westjordanland, in Ostjerusalem oder auf den Golanhöhen haben, bei der Einfuhr in Mitgliedsländer der Europäischen Union gesondert gekennzeichnet werden müssen und nicht mehr die Herkunftsangabe „Israel“ tragen dürfen. Erwartungsgemäß deshalb,…
Schändlicher Jahrestag: Die Vereinten Nationen gegen Israel
Vor vierzig Jahren, am 10. November 1975, fasste die Generalversammlung der Vereinten Nationen einen selbst für UN-Maßstäbe beschämenden Beschluss. Resolution 3379 hatte nur einen Inhalt: Sie erklärte den Zionismus – als einzige nationale Befreiungsbewegung der Welt – zu einer „Form des Rassismus und der rassistischen Diskriminierung“. Möglich wurde dieser Beschluss…
Diplomatische Anerkennung der islamistischen Barbarei
Die deutsche Friedensbewegung bestätigt den Verdacht, dass ihre Parole „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ auch die Forderung inkludiert: „Nie wieder Krieg gegen den Faschismus!“ – und lädt zu einer Veranstaltung, deren suggestiver Titel schon klar macht, worum es geht: der islamistischen Barbarei mit internationaler Anerkennung zu begegnen:
Stabilität im Nahen Osten – bis zum bitteren Ende
Wer das Erdgeschoss eines Gebäudes, dessen oberste Stockwerke längst aufgrund von Baufehlern und notorischen Wartungsmängeln eingestürzt sind, als stabile Konstruktion bezeichnet, würde von der Architektenbranche vermutlich nicht sonderlich ernst genommen. Wenn der Hausinhaber der Ruine dann auch noch drohte, das verbleibende Erdgeschoss inklusive der darin wohnenden Mieter in die Luft…
Sitzungen auf dem Tempelberg? – Update II
Ein Leser des Standard wollte in dessen Online-Forum einen Link zu unserer Kritik an dem Interview mit Anat Hoffman, zu dem der Standard mittlerweile eine Richtigstellung veröffentlicht hat, und dem Gastkommentar von Farid Hafez vom vergangenen Mittwoch posten – und wurde von den Forums-Moderatoren prompt unter Verweis auf die Punkte…
Israels diskriminierender Umgang mit messerstechenden Angreifern
Eine Sicherheitskamera am Eingang nach Betar Illit zeichnete gestern auf, was seit Wochen in Israel tagtäglich geschieht: Eine arabisch gekleidete Frau näherte sich einem Sicherheitsmann. Während der ihren Ausweis kontrollierte, holte sie ein Messer aus der Tasche und attackierte ihn. Der Mann, der an diesem Tag seinen 33. Geburtstag feierte,…
Sitzungen am Tempelberg? – Update
Am vergangenen Mittwoch veröffentlichte der Standard ein Interview, in dem zu lesen war, der Innenausschuss des israelischen Parlaments habe etliche Sitzungen „am Tempelberg“ abgehalten. Heute erfolgte die Korrektur: Die absurde Behauptung war auf einen Übersetzungsfehler aus dem Englischen zurückzuführen: „Gemeint war, dass der Ausschuss über den Tempelberg beraten hat.“ (Hrvg.…
Abbas: 67 Jahre israelischer „Besatzung“
Wann immer von den Ursachen des israelisch-palästinensischen Konfliktes die Rede ist, darf der Verweis auf ‚die israelische Besatzung‘ nicht fehlen. Aus dem Gazastreifen hat Israel sich zwar vollständig zurückgezogen, aber noch immer kontrolliere es das Westjordanland – und mache damit Frieden unmöglich. Ein Ende ‚der Besatzung‘, so die vorherrschende Meinung,…
Sitzungen auf dem Tempelberg?
Sehr geehrte Standard-Redaktion, sehr geehrter Herr Frey, alle Achtung: In den vergangenen Wochen wurden in österreichischen Medien allerhand unwahre und direkt der palästinensischen Propaganda entnommene Behauptungen über angebliche israelische Machenschaften betreffend den Tempelberg verbreitet. Aber keine war so absurd, wie die von Anat Hoffman im Interview mit Eric Frey: „Der…
Syrien-Konferenz in Wien: Wunschzettel ans Christkind und (implizite) Unterstützung für den Krieg gegen Israel
Die Syrien-Konferenz vom vergangenen Freitag wurde allgemein als Schritt in die richtige Richtung begrüßt. Positiv hervorgehoben wurde vor allem, dass endlich „alle wichtigen Akteure“ gemeinsam an einem Verhandlungstisch gesessen hätten – obwohl tatsächlich weder das Assad-Regime, noch die Anti-Assad-Rebellen, noch die Kurden in Wien vertreten waren (vom IS ganz zu…