Etliche Hamas-Mitglieder auf UNRWA-Mitarbeiterliste

Mauer einer UNRWA-Schule im Gazastreifen. (© imago images/Anadolu Agency)

Unter den Mitarbeitern des UN-Hilfswerks UNRWA finden sich Terroristen, deren Hamas-Mitgliedschaft schon vor Jahren nachgewiesen wurde.

Das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) hat letzte Woche eine Liste ihrer Mitarbeiter an das israelische Außenministerium geschickt, auf der viele Namen von Hamas-Terroristen stehen, sagte Amir Weissbrod, stellvertretender Generaldirektor der Abteilung für UN und internationale Organisationen des Ministeriums, am Sonntag. »Nichts Neues unter der Sonne bei UNRWA«, schrieb Weissbrod auf X.

Der Diplomat wies darauf hin, dass einige der Mitarbeiter bereits im Jahr 2011 von Israel als Terroristen identifiziert worden seien, aber: »Es wurde nichts gegen sie unternommen und sie sind immer noch beim Hilfswerk beschäftigt.«

Weissbrod nannte drei Beispiele für Terroristen, die auf der Gehaltsliste der UNRWA stehen:

  • Mohammad Abi Itiwi ist laut dem Diplomaten als Fahrer der UNRWA aufgeführt, obwohl er »an der Entführung junger Israelis aus einem Luftschutzbunker in der Nähe des Kibbuz Re’im« während des von der Hamas angeführten Massakers am 7. Oktober 2023 beteiligt war. Abu Itiwi wurde im August 2024 von den israelischen Streitkräften getötet, doch er ist »immer noch beschäftigt [und] erhält Geld«.
  • Naji Abdullah Abu Aziz ist »tagsüber Schulleiter und nachts Mitglied der chemischen Produktionsabteilung der Hamas«, fuhr der Diplomat fort. »Ich habe Informationen über [Aziz] mehrmals in meinem Account veröffentlicht, und diese Informationen wurden auch an den Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfe, Tom Fletcher, weitergeleitet.« Israel habe die UN bereits 2011 und erneut 2024 über die terroristischen Aktivitäten von Aziz informiert, dennoch sei er weiterhin bei der UNRWA beschäftigt.
  • Khalid Said El-Masry war ebenfalls als Schulleiter der UNRWA aufgeführt, obwohl israelische Sicherheitskräfte einen Tunnel unter seiner Schule gefunden hatten. Weissbrod informierte die Behörde über El-Masrys Mitgliedschaft in der Terrororganisation Hamas, doch sein Mitarbeiterstatus wurde nicht aufgehoben.

Dies seien »nur einige wenige Beispiele von vielen, die zeigen, warum keine verantwortungsbewusste Regierung, die nicht will, dass ihre Steuergelder an die Hamas fließen, die UNRWA finanzieren sollte«. Der Diplomat fügte seinem Beitrag vier Fotos bei, welche die doppelte Mitgliedschaft der Terroristen bei der UNRWA und der Hamas belegen.

UNRWA-Auflösung gefordert

Die US-Regierung teilte dem Kongress letzte Woche mit, dass die UN-Hilfsorganisation aufgrund ihrer Verbindungen zum Terrorismus aufgelöst werden sollte. »Die Regierung ist zu dem Schluss gekommen, dass die UNRWA unwiderruflich kompromittiert ist und strebt nun ihre vollständige Auflösung an«, schrieb das Außenministerium laut The Washington Free Beacon an den Kongress.

Eine interne Untersuchung der UNO ergab, dass mindestens neun UNRWA-Mitarbeiter »wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich« direkt an den Terroranschlägen im Süden Israels am 7. Oktober 2023 beteiligt waren. Für Israel, das seit Langem behauptet, die Organisation unterhalte Verbindungen zu Terroristen, steht fest, dass noch wesentlich mehr UNRWA-Mitarbeiter mit der Hamas und anderen palästinensischen Terrororganisationen in Verbindung stehen.

Am 31. Juli reichten Opfer von Terroranschlägen der Hamas und der Hisbollah sowie deren Angehörige Klage gegen die UNRWA ein, weil sie diese Gruppen unterstütze und den Terrorismus angeheizt habe. Die Kläger fordern eine nicht näher bezifferte Entschädigung sowie Strafschadensersatz, berichtete The New York Times am vergangenen Samstag. Ein ähnlicher Fall wird seit letztem Jahr vor einem Bundesgericht in Manhattan verhandelt.

(Der Bericht ist auf Englisch vom Jewish News Syndicate veröffentlicht worden. Übersetzung von Florian Markl.)

Nächstes Kapitel in der UNRWA-Farce

Die UNRWA hat neun ihrer Mitarbeiter wegen ihrer Terrorbeteiligung gefeuert. Die Reinwaschung der Organisation soll damit abgeschlossen sein.

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